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Liegenschaftsentwicklung

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Lupe



Ein Campus im baulichen Nachhaltigkeitswandel?

Beitrag von Nicolas Kerz, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Referat Nachhaltiges Bauen, Alumni der TU Berlin und externes Mitglied des Nachhaltigkeitsrates der TU Berlin

Status Quo

Wenn man als Absolvent der TU Berlin nach mehr als 20 Jahren über den TU-Campus am 17.Juni geht und sich die Gebäude von innen und außen betrachtet, stellt man schnell fest – es ist noch ganz Vieles so wie schon während des Studiums. Man bewegt sich sicher zwischen den Gebäuden, kennt die Haupt- und Nebenwege, die Abkürzungen, die Kommunikationszonen, die schönen und die weniger schönen Ecken, erkennt Neues und wundert sich über Altes, was auch schon vor 20 Jahren sanierungswürdig war. 

Beim zweiten Blick stellt man sich als Bauingenieur die Frage, wie wohl der „Bauliche Masterplan Nachhaltigkeit“ für den Campus aussieht, da die Gebäude selbst keine direkte Auskunft über die bestehenden bzw. geplanten Nachhaltigkeitsmaßnahmen des Campus liefern. 

Mit ein wenig Rechercheaufwand stellt man fest, dass die TU Berlin Vorreiter für Klimaneutralität werden möchte, Begriffe wie „Sustainable Campus“ tauchen auf und dass die Lehre zu Nachhaltigkeitsthemen im Bauwesen gut aufgestellt ist. Der Nachhaltigkeitsrat informiert und regt an, Transparenz und Berichterstattung sind wichtig – somit ist die TUB eigentlich viel weiter als vor 20 Jahren – man möchte also in den nächsten Jahren noch einiges bewegen.

Als externes Mitglied des Nachhaltigkeitsrates für den Bereich „Nachhaltiges Bauen“ interessiert man sich natürlich für die Gesamtstrategie der TU Berlin. Man sucht nach den „Sustainability Keywords“ und fragt sich, ob alle am Bau Beteiligten die Sprache der Nachhaltigkeit ausreichend gut beherrschen geschweige verstehen.

  • Wie lauten wohl die „SDG’s“ - die Sustainable Development Goals für die bauliche Transmission 2030 oder gar 2050?

  • Wird Nachhaltigkeit mit Ökologie und Ökologie mit Energieeffizienz gleichgesetzt?

  • Wie ist der Status Quo des Bestandes im Hinblick auf den „Carbon Footprint“ oder möchte man vielleicht zukünftig über GWP total oder doch lieber über GWP luluc berichten. 

  • Stellen die SVHC´s oder eher die TVOC´s in der Zukunft Probleme für den Campus dar?

  • Wo liegen die Unterschiede zwischen Sustainable Campus, Green Campus, Zero Waste Campus, Triple Zero Campus, braucht man ggf. einen Low Radiation Campus, wann kommt der Free Accessibility Campus?

In der heutigen Zeit erscheint es somit unumgänglich zu sein, sich zu Zielen bekennen zu müssen und diese in der Regel durch markante Anglizismen zu unterstreichen. 

Das was aber wirklich im Vordergrund stehen sollte ist die einfache Frage: Haben wir im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung die im eigenen Zuständigkeitsbereich zur Verfügung stehenden Potenziale identifiziert und genutzt?

Aber nochmal zurück auf Start

Selbst wenn man sich noch nie mit den detaillierten Nachhaltigkeitsaspekten im Bauwesen auseinandergesetzt hat, gilt immer eine „Goldene Regel“ – ohne Potenzialanalyse auch keine Nachhaltigkeitsoptimierung bzw. sinnvolle Entwicklungsziele (SDG’s). 

Für den Campus der TU Berlin bedeutet dies u.a. eine Analyse der Liegenschaft mit seinen Gebäuden hinsichtlich:

  • Potenzialanalyse der versiegelten Flächen zu unversiegelten Flächen im Hinblick auf eine Nachverdichtung oder Entsiegelung,

  • Potenzialanalyse des Gebäudebestandes bzgl. Denkmalschutzauflagen an Fassaden und Dächern im Hinblick auf Fassadenbegrünung und Gründächer als Beitrag zur Reduzierung von Wärmeinseleffekten, Verbesserung der Biodiversität und des Mikroklimas,

  • Potenzialanalyse hinsichtlich der Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien (u.a. PV, Solar),

  • Potenzial des liegenschaftsbezogenen Energiemanagements im Hinblick auf Lastverteilungen im Bereich des Kälte-Wärme-Managements,

  • Potenzial im Bereich des Nutzflächenangebotes im Hinblick auf ein dynamisches Flächenmanagement und zukünftige Arbeitsformen (u.a. Work-Space 2030), 

  • Entwicklungspotenzial im Bereich zukunftsfähiger Kälteerzeugung / zukunftsfähiger Kältemittel im Hinblick auf die F-Gas-Verordnung,

  • Potenzial für standortbezogene Regenwasserbewirtschaftung im Hinblick auf Starkregenereignisse und Folgeschäden

  • Potenzial der standortbezogenen Ressourcenverfügbarkeit im Hinblick auf Urban Mining Strategien

  • Gefährdungspotenzialanalyse im Hinblick auf den bestehenden Eintrag von Schwermetallen in die Umwelt aus Oberflächenbeschichtungen oder -veredelungen sowie Eindeckungen,

  • dem Wandel vom Effizienzansatz zum Suffizienzansatz.

Neben den großen Potenzialanalysen sind die eigenverantwortlichen Bereiche der TU Berlin in Abgrenzung zu der Senatsverwaltung sowie die Alltagsprozesse in der Verwaltung im Hinblick auf eine nachhaltige Beschaffung gleichermaßen von Bedeutung. Auch hier gilt für das Bauwesen eine „Goldene Regel“ – nur wer Qualitäten fordert, beschreibt und gezielt ausschreibt, bekommt diese auch angeboten und geliefert. Darüber hinaus kann auch durch freiwillige Einführung von Qualitätskontrollen bei der TU Berlin orientierend an Bewertungssystemen zum nachhaltigen Bauen zu einem Gelingen des Masterplans beitragen werden. 

Dabei ist klar ersichtlich, dass viele dieser Fragestellungen und Untersuchungen schon immer mit baulichen Entscheidungen direkt verknüpft waren und sind – diese ganzheitlichen Betrachtungsansätze scheinbar ein wenig in Vergessenheit geraten sind. 

Langfristige Nachhaltigkeitsstrategie

Erst mit der Identifikation der Problemfelder und der bestehenden Potenziale kann eine Nachhaltigkeitsstrategie für 2030 oder gar länger für die baulichen Maßnahmen der TU Berlin abgeleitet werden. Die konkreten Maßnahmen unter Berücksichtigung der bestehenden Wechselwirkungen zu den formulierten TU-spezifischen Nachhaltigkeitszielen stellt dabei die größte zu nehmende Hürde dar. Denn Nachhaltiges Bauen heißt Entscheidungen nach Abwägung aller Randbedingungen zu treffen. Diese ändern sich permanent, die Transmission erfolgt im laufenden Betrieb und somit gibt es oftmals kein absolut richtig oder falsch. Wichtig ist es, den Dreiklang der Nachhaltigkeit bei seinen Entscheidungen immer wieder zu hinterfragen, zu dokumentieren und zu diskutieren.

Als Universität stehen die sozialen Verantwortlichkeiten der Ökologie und Ökonomie in nichts nach. Der große Vorteil ist dabei, dass die TU Berlin mit ihren Fachgebieten über das baufachliche Wissen verfügt und man den interdisziplinären Findungsprozess selbst initiieren könnte. Nachhaltiges Handeln bedeutet dabei nicht nur Lippenbekenntnisse zu formulieren, sondern Aktivitäten zu zeigen und diese auch auf dem Campus sichtbar darzustellen. Hier können alle Akteure von der Leitung, der Bauverwaltung, den Fachgebieten bis hin zu den Studierenden gleichermaßen zum Gelingen beitragen. Ein wesentlicher Teil der Transformation wäre dabei der Rollenwechsel aus dem eher reaktiven in den aktiven Bereich - Ein aktiver Umbau des Campus!

Wie ist die derzeitige Wahrnehmung

Wie sehen die Einzelbausteine der Nachhaltigkeitsstrategie der TU Berlin und deren Meilensteine zur Umsetzung in der derzeitigen Wahrnehmung aus? Es erscheint für Außenstehende nicht klar, wohin und wie schnell die „Reise“ gehen soll, wie haben sich interne Prozesse geändert bzw. wo liegt der Unterschied zum bisherigen Bauen an der TU Berlin. Selbst wenn die Ziele schon formuliert sind, gibt es noch kein bauliches Maßnahmenprogramm für den Campus hinsichtlich einer zeitaufgelösten Umsetzung bzgl. 2030 oder 2050. 

Wenn man aber bis 2030 für den Gebäudebereich etwas Messbares erreichen möchte, ist keine Zeit mehr für Zögern! Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird keine der laufenden Maßnahmen in den nächsten 10 Jahren baulich nochmal überarbeitet, somit müssen die laufenden Projekte die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele auch schon heute bestmöglich unterstützen.

Nicolas Kerz - BBSR - Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung -  

 

 

Severingelände - Nachhaltige Liegenschaftsentwicklung

Die Liegenschaftsentwicklung eines Universitäts-Campus zu planen, stellt durch die Vielzahl und Heterogenität der Anforderungen eine hochkomplexe Aufgabe dar. Noch größer ist die Herausforderung, wenn nachhaltig geplant werden soll. Dies setzt von Anfang an die ganzheitliche, konzeptionelle und zunächst gleichberechtigte Betrachtung der unterschiedlichen Ansprüche an eine Liegenschaft voraus. Ihre Verortung im Areal als geeignete Bereiche für die jeweiligen Sachverhalte (etwa Mobilität, Freiraumzonierung, Regenwassermanagement, Biodiversität, Energie, Baukörpersituierung, Design für alle usw.)  lässt sich über spezifische Konzepte verdeutlichen. Überlagert man die so entstehenden unterschiedlichen Maßnahmenkonzepte, werden die Interessenskonflikte sichtbar. Dann heißt es, auf Basis angemessener Zielsetzungen abzuwägen, wie, wo und welche Prioritäten gesetzt werden sollen, um schließlich die sinnvoll abgestimmte Kombination für eine ganzheitliche Liegenschaftsentwicklung zu erlangen. 

Beschrieben sind das Vorgehen und die Maßnahmenkonzepte in einer „Checkliste Nachhaltige Liegenschaften“ im Anhang zum BBSR Leitfaden „Nachhaltig geplante Außenanlagen“ (S. 54 f).1)  Orientiert an den Säulen der Nachhaltigkeit – ökologische Qualität, ökonomische, soziokulturell-funktionale Qualität -  wie auch den Querschnittsmaterien - technische Qualität, Prozessqualität und Standortqualität  - werden die für eine ganzheitliche Entwicklung notwendigen Teilaspekte inhaltlich in spezifischen „Maßnahmenkonzepten“ zusammengefasst. 

Vom TU Severingelände zum Campus Salzufer –  Ansätze zur Liegenschaftsentwicklung

Vernetzt mit seinem urbanen Umfeld soll das Severingelände, eine Liegenschaft der TU Berlin am Salzufer, nördlich des Landwehrkanals und östlich der Dovestraße gelegen, grundsätzliche bauliche Veränderungen wie Abriss oder den Neubau von Institutsgebäuden erfahren, da es den aktuellen Ansprüchen eines modernen Universitäts-Campus nicht mehr gerecht wird. Das derzeit trist wirkende Areal soll in einen Ort der Forschung, der Lehre, des Lernens, des Lebens und der Lebensqualität aufgewertet werden. Attraktiv und zukunftsfähig soll der künftige TU Campus Salzufer auch deutliche Freiraumqualitäten aufweisen. Landschaftsarchitektur als urbanistische Disziplin hilft dabei die „passgenaue Antwort auf einen spezifischen sozio-kulturellen Kontext innerhalb der Stadt zu entwickeln“.2)  Innovativ, ganzheitlich und nachhaltig sollen die Lösungen den Anforderungen des frühen 21. Jahrhunderts gerecht werden und perspektivische Antworten geben auf Fragen nach universitärer Forschungsqualität, Klimaverbesserung, zukunftsfähigem Regenwassermanagement, Biodiversität oder lebendigem studentischem Leben. 

Das Maß der Ausnutzung des Grundstücks wie auch die Situierung der Baukörper sind die den Freiraum qualitativ am stärksten beeinflussenden Planungsentscheidungen. Von größter Relevanz sind dabei die Höhenentwicklung und die Ausrichtung (Exposition) der Gebäude, deren Schattenwurf sie bestimmen, womit sie die realisierbare Freiraumqualität definieren wie auch die erzielbaren Sympathiewerte der Außenanlagen. 

Markantes Alleinstellungmerkmal ist die Lage des Campus am sonnigen Landwehrkanalufer. Im Freiraumkonzept Charlottenburg-Wilmersdorf 3) ist hier ein wichtiger überregionaler Grünzug vermerkt. Gravierende Defizite sind allerdings unverkennbar, denn die Grünzug-Funktion wird durch eine weitgehende Nutzung ufernaher Flächen für den fließenden und ruhenden Verkehr massiv eingeschränkt. Landschaftsarchitektonisch optimierbar, stellt gerade dieser Abschnitt am Landwehrkanal ein enormes Zukunftspotenzial für Erholung, Biodiversität und Regenwassermanagement dar. Die innige Verknüpfung von Flussraum und urbanem Umfeld im Zuge der Transformation zum Campus Salzufer kann dazu beitragen, dass der überregionale Grünzug auch tatsächlich in seiner essenziellen (als Fließgewässer auch nicht zu verlagernden) Funktion voll inhaltlich wirksam werden kann. Das einzigartige Freiraumpotenzial am Landwehrkanalufer verlangt sensible Zurückhaltung, sollte der ehrgeizige Wunsch nach einer markanten Uferverbauung laut werden.

Um die ökologischen Vernetzungsfunktionen in Flussnähe und damit die Biodiversität durch Trittstein-Biotope zu stärken, sind Begrünungen von Institutsgebäuden vorgesehen. Wo diese als nutzbare, klimafreundliche Intensivbegrünungen geplant sind, bieten die grünen Dächer Kompensation zum beschränkten Freiraumangebot auf Erdgeschossebene. Als unentbehrliche Elemente des nachhaltigen Städtebaus ermöglichen Intensivbegrünungen langlebige Ersatzbiotope auf Dächern und bringen zudem hohe Biotopflächenwerte (BFF-Werte). 

Forschung und Lehre wollen zudem die Wirkungen von Intensivbegrünungen ausloten. Nicht zuletzt im Interesse künftiger Ernährungssicherheit braucht es universitäre Orte, wo sich das spezifische Potenzial urbaner Flachdächer erproben lässt, werden doch seit Jahrzehnten „die für die Ernährung der Menschen so wichtigen Ökosysteme immer stärker belastet“ 5)  bzw. fruchtbare Böden kontinuierlich reduziert. 

In die Baustrukturen eingebettete Freiräume – freiraumtypologisch ist es eine Abfolge von Höfen, ‚durchfließendem‘ Grün sowie begrünten Dachterrassenlandschaften - sollen universitäres Leben mit hoher Aufenthaltsqualität begünstigen. Gesucht wird nach „vitalen, aneignungsfähigen Alltagsorten“ 4) und einer Freiraumzonierung, die studentische Arbeitsplätze im Freien, Freibereiche für Forschung und Werkstätten, Mensa oder Gastronomie, Bereiche für sportliche Erholungspausen, mit Kühlungseffekten, Pflanzenproduktion, ggf. auch Möglichkeiten der Kinderbetreuung und zum Spazieren - alles integriert in lockeres, ansehnliches Grün, begünstigt. 

Neu zu denken ist die Mobilität und generelle Verkehrsorganisation, um die propagierte „Stadt der kurzen Wege“ zu erzielen, die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit zu steigern und bei gleichzeitiger Minimierung von Flächen für den motorisierten Individualverkehr ausreichende Flächen für Feuerwehr-, Anlieferungs-  und Werkstätten-Manipulationsflächen zu gewähren. Dabei einen geringeren Versiegelungsgrad als bislang zu erreichen, ist ein generelles Ziel.

Maßnahmenkonzepte als grundlegende Schritte zum nachhaltigen Campus

Basis für die Aufgabenstellung im Rahmen eines studentischen Projektes und die Überlegungen aus freiraumplanerisch-landschaftsarchitektonischer Sicht waren die von der TU-Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Unterlagen, sowie durch eigene Begehungen und Analysen erhaltene Kenntnisse von den Gegebenheiten im Bereich Severin-Geländes. Die Bestandsaufnahme zeigt das größtenteils versiegelte Areal.

 

 

Bild: Bestandssituation Severingelände

Am Beispiel des besonders gelungenen Entwurfs im Masterstudio Landschaftsarchitektur von Florian Rüster, B.Sc. 6) wurden die unterschiedlichen Maßnahmenkonzepte, die zum nachhaltigen Liegenschaftsentwicklungsplan für den künftigen „Campus Salzufer“ führen, exemplarisch durchgespielt. Eine Schattenstudie verdeutlicht die Aufenthaltsqualität zu verschiedenen Tageszeiten Ende März und Ende September.

 

 

 

Bild: Entwurf von Florian Rüster

Verlangt werden in der „Checkliste Nachhaltige Liegenschaften“ im Anhang zum BBSR Leitfaden „Nachhaltig geplante Außenanlagen“ 1) folgende Maßnahmenkonzepte zur ökologischen Qualität (S. 55) 1): ein „Wasser- und Abwasserkonzept mit dezentraler Regenwasserbewirtschaftung“; ein Konzept zu „Bodenschutz und Versiegelungsgrad“, zum „Klimawandel“ und zur „Biodiversität“.

 

 

 

Bild: Zwei Beispiele von ökologischen Aspekten zum Maßnahmenkonzept

Um die Nachhaltigkeit hinsichtlich ökonomischer Qualität (S. 56) 1) zu gewährleisten werden Maßnahmenkonzepte zu „Kosteneffizienz-, Transformations- und Umnutzungseignung“ gefordert wie auch ein „Mehrfachnutzungskonzept“, ein Maßnahmenkonzept „zu Vorsorge-, Reserve- und Wartungsflächen“ und ein Konzept zur „Energie“. 

Die soziokulturell-funktionalen Qualitäten (S. 57) 1) soll ein „Freiraumzonierungskonzept“ garantieren, ein Konzept zu „Erschließung und Mobilität“, eines zum „Design für alle / zu Barrierefreiheit und Gendergerechtigkeit“; ein Maßnahmenkonzept zu „Bewegung und Spiel“ und falls zutreffend, eines zur „Denkmalpflege“. 

 

 

Bild: Soziokulturelle und funktionale Qualitäten an zwei Beispielen

Für die Technische Qualität (58) 1) wird ein Maßnahmenkonzept zum „Angepassten Technologieeinsatz“, ein „Materialkatalog“ sowie ein „Freimachungs- und Recyclingkonzept“ gefordert. 

 

Bild: Technologieeinsatz als Beispiel für die technische Qualität

Um die Prozessqualität (58) 1) abzubilden, werden ein Maßnahmenkonzept zur „Integralen Planung“ und ein „Informations- und Partizipationskonzept“ verlangt.

 

 

Bild: Maßnahmenkonzept zur „Integralen Planung

Nachhaltigkeit in Bezug auf die Standortqualität (58) 1) soll ihren Niederschlag finden im „Bebauungskonzept“ und – falls zutreffend – im „Regionalen Hochwasserschutzkonzept“.  

Eine frühe Fokussierung auf unterschiedliche Ansprüche an ein Areal in Form von Maßnahmenkonzepten machen Konflikte und Synergien sofort erkennbar und erwirken die Aushandlung sinnvoller Lösungen. Von Beginn an mitgedacht, repräsentieren Maßnahmenkonzepte die Basis zur Erzielung einer nachhaltigen Liegenschaftsentwicklung.

Kontakt - Frau Prof. Cordula Loidl-Reisch -  - www.objektbau.tu-berlin.de/ 

  1. RICHTER, Eike, LOIDL-REISCH, Cordula et al; BBSR (Hg.): 2012, 2018 (2): Leitfaden „Nachhaltig geplante Außenanlagen“ Berlin (Eigenverlag)
    www.nachhaltigesbauen.de/fileadmin/pdf/veroeffentlichungen/Aussenanlagen_barrierefrei2019.pdf

  2. S. 154 in:  PETROW, Constanze A. 2016: Landschaftsarchitektur als urbanistische Disziplin. S. 154,155 in: Grosch, L., Petrow, C. A.: Parks entwerfen. Berlins Park am Gleisdreieck oder die Kunst, lebendige Orte zu schaffen. Berlin, Jovis Verlag

  3. FREIRAUMKONZEPT CHARLOTTENBURG WILMERSDORF:
    www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/naturschutz/freiraumplanung/artikel.112935.php

  4. S. 155 - in:  PETROW, Constanze A. 2016: Landschaftsarchitektur als urbanistische Disziplin. S. 154,155 in: Grosch, L., Petrow, C. A.: Parks entwerfen. Berlins Park am Gleisdreieck oder die Kunst, lebendige Orte zu schaffen. Berlin, Jovis Verlag

  5. S. 4 in: MÖLLER, Uwe (2017): Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. S. 4 in: Zuschnitt 65, Zeitschrift proholz Austria

  6. PASEL, Ralf; LOIDL-REISCH, Cordula (Hg.) (2018): Campus Salzufer. Berlin: Universitätsverlag der TU Berlin

     

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