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TU Berlin

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Lupe [1]



Freiflächen und Grünflächen [2]

  • Bienen auf dem Campus - ein Paradies für Insekten und Imker
  • Baumbestand der TU Berlin - artenreich, bunt und schön
  • Kritische Betrachtung des TU Campus von Herta Hammerbacher - Aktueller Stand
  • Nachhaltigkeitswettbewerb - Drei Freiflächenprojekte
  • Hertzallee - Verlängerung und Neugestaltung

Bienen auf dem Campus - ein Paradies für Insekten und Imker [3]

Lupe [4]

Wenn es summt um den Kopf von Lars Paasche im PC-Gebäude der TU Berlin, dann sind es nicht immer die Geräte des Elektrotechnikers in seiner technischen Werkstatt. Und es sind auch nicht nur die Doktoranden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihm Reparaturen und neue Versuchsaufbauten besprechen. Lars Paasche ist Hobby-Imker und lässt auf dem Campus der TU Berlin zwei Bienenvölker fliegen. 20 bis 30 Kilo Honig bringen ihm die fleißigen Tierchen jährlich auf den Balkon am PC-Gebäude.

„Ich war sehr glücklich, als ich vor drei Jahren die Erlaubnis bekam, einige Bienenkästen hier auf dem Balkon aufzustellen“, erzählt der Vater einer einjährigen Tochter. „Ich arbeite zwar gern in der Stadt, aber das landwirtschaftliche Arbeiten hat mir irgendwie gefehlt“, erzählt er. Bereits seit sechs Jahren beschäftigt er sich mit der Imkerei, betreibt in der Nähe des Wohnorts seiner Eltern in Wandlitz einen weiteren Bienenstand – dort wird der Honig auch geschleudert – und hilft ehrenamtlich im Bienengarten Charlottenburg. Von der süßen Leckerei ist nicht nur er selbst begeistert, auch die Kolleginnen und Kollegen profitieren davon. „Hier auf dem Campus und im nahe gelegenen Tiergarten sammeln meine Bienen zum Beispiel von Kastanien, von Götterbäumen, Linden und Vergissmeinnicht“, erklärt er. „Für meinen Honig kann ich natürlich keine Sortenreinheit garantieren. Ich kann nur in etwa einschätzen, was die Bienen gerade sammeln“, sagt Lars Paasche bescheiden. Doch sein Honig hat DIB-Qualität, das ist der Standard des Deutschen Imkerbundes – auch was den Wassergehalt des Honigs betrifft, der sehr gering ist. Das hat er prüfen lassen. „Bis zu 60 Pflanzenarten haben meine Bienen demnach besucht“, erzählt er stolz. Tatsächlich scheint es den Bienen in der Stadt besser zu gehen als auf dem Land. Das ist auch seine Erfahrung. „Sie sind geschützter vor Klimaeinflüssen und auch vor Pestiziden.“ Und so ist der 40-Jährige nicht nur beliebte Anlaufstation für Reparaturen an der technischen Einrichtung, für Ideen für Versuchs- und Beleuchtungseinrichtungen, sondern kümmert sich auch gern um das leibliche Wohl von Kollegen- und Praktikantenschar. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung gibt er auch gern seinen TU-Honig ab.

Lars Paasche - l.paasche@tu-berlin.de [5] 

Patricia Pätzold, "TU intern" 9. Oktober 2017

 

 

Baumbestand der TU Berlin - artenreich, bunt und schön [6]

Lupe [7]

Zum positiven Einfluss der Bäume auf das Campusleben

Die Campusnatur stellt einen Teil des Campus und ein Element im Leben an der Universität dar. Die Bäume, insbesondere die großen und mächtigen Bäume, die sogenannten „Baumriesen“ sind zugleich Motiv und Motto für Projekte für Studierende unter Leitung der Stabsstelle SDU. 

Mit einem Konzept zur Langzeitbeobachtung des Baumbestandes der TU Berlin am Beispiel der Hertzallee, erarbeiteten Studierende eine Grundlage für eine Dokumentation auf Dauer. Damit wurde eine mögliche Bewertung für den „Vorteil zukünftiger gestalterischer Maßnahmen“ geschaffen und eine versachlichte Diskussionsgrundlage für zukünftige Entscheidungen über den Baumbestand mit Daten und Fakten begonnen. Auf einer solchen Grundlage können kontinuierliche Veränderungen besser durch die Planung und Betriebspraxis reflektiert werden.

Wegen der langen Lebensdauer und trägen Reaktionen auf Umwelteinflüsse eignen sich Bäume besonders für Langzeitdokumentationen als Beobachtungsobjekt. Eingriffe in die Umweltbedingungen führen erst zeitversetzt zu Veränderungen des Baumzustandes. Damit wurde nun auf dem Campus der TU Berlin ein erster Schritt unternommen. 

Michael Hüllenkrämer - SDU - michael.huellenkraemer@tu-berlin.de [8] 

 

 

Kritische Betrachtung des TU Campus von Herta Hammerbacher - Aktueller Stand [9]

Lupe [10]

Wie sich die Außenräume der TU aktuell darstellen und was ihre Vision sein könnte

Ein Beitrag von Kristina Schönwälder, Landschaftsarchitektin und Wissenschaftliche Mitarbeitern im Fachgebiet Landschaftsbau/ Objektbau (Fakultät VI, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung)

Der Campus der TU Berlin wurde In den 1950-80er Jahren von der Berliner Landschaftsarchitektin und -modernistin Herta Hammerbacher geplant – nach wie vor sind viele originale Elemente erhalten, aber diese wurden über die Jahre verschlissen oder verformt und insgesamt mangelt es an Barrierefreiheit sowie Sitzgelegenheiten. Auch wenn es noch einzelne schöne Nischen auf dem Campus gibt, so fehlt es doch an einem ästhetischen Gesamterscheinungsbild.

Dabei zeigte Hammerbacher mit ihrer Planung, dass qualitativer Freiraum nicht unbedingt viel kosten muss. Als sie begann, die kriegszerstörten Außenräume auf dem Stammgelände der TU neu zu denken, hatte sie vor allem eines im Sinn: Sie wollte einen Garten der Erholung und Kommunikation schaffen, der zudem gestalterischen Vorzeigecharakter aufweist und als Lehrobjekt dienen kann. Sie knüpfte an die Ideen der ursprünglichen Gestaltung an, die sich an den Idealen des Landschaftsgartens des 19. Jahrhunderts orientiert hatte, und dachte diese weiter. Nicht um die „sich selbst ästhetisierenden“ und „unnötig schlängelnden Wege“ ging es ihr, sondern um organisch-funktionale Wegeführungen, die sich den pragmatischen Forderungen der damals propagierten, autogerechten Planung widersetzten. Charakteristisch für Hammerbacher ist die Modellierung der Landschaft, insbesondere das Arbeiten mit Mulden und Sitzmauern. Hiermit schafft sie ein Relief, das psychologisch der Abgrenzung von Räumen und somit dem Wohlgefühl und der Orientierung dient.  Mit kaum vorhandenen finanziellen Mitteln nach dem Krieg wurden die neuen Außenanlagen umgesetzt. Zwei große, abgesenkte und mit Linden umsäumte Rasenflächen fungierten als Liegewiesen. Gehwege wurden in einer ungewöhnlichen Bauweise, rhythmisierend gestreift, aus wiederverwendeten, noch ganz erhaltenen und polygonal gebrochenen Granitplatten wiederverwertet verlegt. Typisch sind die „ausgefransten“ Ränder der Wege und der Verzicht auf Randeinfassungen. Der Osten des Geländes wurde durch Rhododendrongehölze untergliedert. Die Gehölze waren Schenkungen, unter anderem aus der nahegelegenen Baumschule des Tiergartens. Ihr genauer Standort wurde erst während des Bauprozesses bestimmt. Den parkenden Verkehr ordnete Hammerbacher entlang der Gebäude an, um die grüne Mitte des Geländes frei zu halten. 

Der Entwurf erwies sich als exzellent auf allen Ebenen: er recycelte vorhandenes Material vor Ort, erzeugte Akzeptanz durch Einbeziehung der Akteure, akzentuierte mit Modellierung und Pflanzung, entstand im Prozesshaften mit einfachen Mitteln. Das Wichtigste ist wohl, dass er städtebaulich sowohl im Stammgelände als auch im Nordgelände den Raum als Freiraum sicherte und in seiner Größe überhaupt erst einen Parkcharakter entstehen ließ. Somit stellt er wertvollen Grün- und Erholungsraum auf einem ziemlich verdichteten Campus dar. Kurz, Hammerbachers Planung würde unter heutigen Betrachtungen in ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Hinsicht als außerordentlich nachhaltig gelten.

Hammerbachers Konzept des ‚Gartens als Raum’ ist in unserer heutigen Gesellschaft, die das Grün mehr denn je als Sehnsuchtsort und intensiv genutzten Erholungsraum im urbanen Gefüge zu schätzen weiß, ist aktueller denn je. Es könnte nicht als Abbild, sondern als zukunftsweisendes Sinnbild unter Gartendenkmalschutz gestellt werden und auf dem TU Campus weiterverfolgt werden.

Ziel wäre es, unter Einbeziehung des Instituts für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung einen Gestaltungsbeirat für die TU Berlin zu gründen und einen offenen, internationalen Landschaftsarchitektur-Wettbewerb auszuloben, der dem Anspruch einer internationalen Exzellenz-Universität im Herzen Berlins angemessen ist und einen Masterplan mit einer schrittweise umsetzenden Entwicklungsstrategie für die nächsten 10 Jahre, sowie eine Langzeitstrategie für die nächsten 50 Jahre bezogen auf alle Campusbereiche hervorbringt.

Kristina Schönwälder - kristina.schoenwaelder@tu-berlin.de [11] - www.stadtundgruen.de/artikel/der-tu-campus-von-herta-hammerbacher-8105.html [12] 

 

 

Nachhaltigkeitswettbewerb - Drei Freiflächenprojekte [13]

Lupe [14]

Im Rahmen des Nachhaltigkeitswettbewerbs wurden drei Projekte ausgewählt, die einen direkten Einfluss auf die Freiflächen des TU-Campus‘ ausüben.

Mit dem Projekt „Essbarer Campus“ von Campus in Transition wurden auf Grünflächen Obstbäume gepflanzt, um zu dem ökologischen Gewinn auch eine Nutzung durch Obsternte zu erzielen.

Auch konnte sich die Projektwerkstatt UniGardening mit ihrem Konzept “CampusGärten Charlottenburg – urbane Landwirtschaft auf den Campus Charlottenburg” als einer der Preisträger durchsetzen. Neben einem prägnanten räumlichen Entwurf wurden innovative und nachhaltige Modullösungen mit Signalwirkung erstellt, welche auf Campusflächen der TU Berlin aufgestellt wurden und eine Transformation des Campus Charlottenburg hin zu einem essbaren Campus initiieren.

Als drittes wurde auch die Arbeit des Projektes „Benchmark“ des Fachgebiets Landschaftsbau-Objektbau im Wettbewerb gewürdigt, bei dem mit nachhaltigen Materialien neue Lernräume auf den Freiflächen entstehen.

www.unigardening.de/netzwerk/2018/05/campusgaerten-charlottenburg/ [15] 

 

 

Hertzallee - Verlängerung und Neugestaltung [16]

Lupe [17]

Am 20. April 2018 wurde die „Campusöffnung“ durch die Neugestaltung der verlängerten Hertzallee präsentiert. Eingeladen sind nicht nur die Studierenden von TU Berlin und UdK Berlin, auch die Öffentlichkeit kann und soll eintreten. Der Entwurf für die Neugestaltung entstand im Rahmen des Wettbewerbs „Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee“ im Herbst 2014 und wurde durch die Bürogemeinschaft Lavaland & Treibhaus Berlin umgesetzt. 

Nun beleben Aufenthalts-, Ruhe- und Spielbereiche den Weg, und neue Laternen sorgen für Beleuchtung am Abend. Die ehemalige Kurfürstenallee verläuft über den Campus Charlottenburg und verbindet den Ernst-Reuter-Platz über Fasanenstraße und Hertzallee mit dem Hardenbergplatz am Bahnhof Zoo. Die historische Verbindung ist durch die Neugestaltung nun in einem ersten Abschnitt wieder erlebbar. 

Es ist eine Fortführung der Neugestaltung bis zum Ernst-Reuter-Platz in einem zweiten Abschnitt geplant. Die neu gestaltete Hertzallee wird damit zur wichtigen Wegeverbindung zwischen öffentlichem Nahverkehr, Bibliothek, Mensa und Instituten und leistet einen Beitrag zur Einbindung des Campus in den umgebenden Stadtbezirk.

Bettina Klotz - pressestelle@tu-berlin.de [18] - www.tu-berlin.de/?146768 [19] 

 

 

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