TU Berlin

Nachhaltigkeitswettbewerb

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Nachhaltigkeitswettbewerb der TU Berlin

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Im Auftrag des Präsidiums der TU Berlin hat der Nachhaltigkeitsrat einen offenen Wettbewerb dotiert mit 200.000 Euro zur Umsetzung von Ideen zur Nachhaltigkeit ins Leben gerufen. Angesprochen waren alle Mitglieder der Universität. 34 innovative Konzepte wurden eingereicht, 17 davon hat die Jury ausgewählt. Sie erhalten vom Präsidium eine Förderung für die Laufzeit von einem Jahr, mit der sie ihre Projektideen umsetzen oder weiterführen können. Am 4. Juni 2018 wurden die Projekte im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche im Lichthof der TU Berlin ausgezeichnet. Sie erhielten vom Präsidium eine Förderung für die Laufzeit von einem Jahr, mit der sie ihre Projektideen umsetzen konnten. Im Rahmen der TUVeranstaltungen zur Europäischen Nachhaltigkeitswoche im Juni 2018 wurden die Projekte im Lichthof der TU Berlin der Universitätsöffentlichkeit vorgestellt. In den Folgemonaten starteten die Projekte und im Sommer 2019 war der überwiegende Teil abgeschlossen. 

Nahezu alle Projekte sind in die Lehre eingebunden – teils auch in Lehrprojekte, bei denen die Studierenden selbstverantwortlich lehren (wie bei den Projektwerkstätten). Die Projekte wurden themenorientiert untereinander vernetzt, so dass sich möglichst große Synergien in der Umsetzung und Bekanntmachung erzielen ließen. So wurden einige Projekte gefördert, die sich im Außenraum niederschlagen: Campusgärten, Obstbaumpflanzungen mit Lehrpfad, selbstentworfenes Campus-Mobiliar. Eine andere Projektgruppe hat verschiedene Ideen rund um Fahrradmobilität entwickelt: Lastenräder, eine Ladestation aus recycelten Akkus und die Entwicklung eines Fahrradkonzepts für den Campus gehörten hierzu. In der Lehrkräftebildung ist die Idee eines EnergieEntdeckerhäuschens entstanden, das Jugendlichen die Mühsal der Energieproduktion und den dadurch realisierbaren Gerätegebrauch aktiv veranschaulicht. Auch ein CO2 -Zähler wurde von einem Fachgebiet etabliert und wird sukzessive mit Daten gespeist, die u. a. über Abschlussarbeiten ermittelt werden. Ebenso konnte der Aufbau eines Schulgebäudes in Indien unter Beteiligung und Qualifizierung der Menschen vor Ort mit dem Wettbewerb unterstützt werden.

Der Wettbewerb ist als großer Erfolg anzusehen. Es konnte ein großer Kreis von beschäftigten und Studierenden aus den unterschiedlichsten Fakultäten erreicht werden. Nicht zuletzt um auch Studierende, die bisher weniger mit Nachhaltigkeitsthemen in Kontakt gekommen sind, zu erreichen, wurde auch einer großen Gruppe von Studierenden verschiedener Studienrichtungen, die gemeinsam einen Rennwagen entwickeln, der Umstieg auf einen elektrischen Antrieb ermöglicht – verbunden mit der Bedingung, Nachhaltigkeitsüberlegungen in alle Bereiche und verbundenen Lehrveranstaltungen einzubringen. Viele Projekte werden in der Zukunft auf dem Campus sichtbar sein und bleiben und haben dauerhafte Impulse in studentische Lehrveranstaltungen aber auch in Vorlesungen erzeugt. Auch auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2019 wurden Ergebnisse davon präsentiert.

http://www.tu-berlin.de/?197225

https://www.youtube.com/watch?v=xQUL_jBfqck

 

 

Lastenräder auf dem Campus der TU Berlin sollen den Alltag erleichtern

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Hier läuft’s rund. Denn Mitarbeitende des TU-Sports, der Fachgebiete Bioenergetik und Elektrische Energiespeichertechnik, des Instituts für Architektur sowie von der Stabsstelle Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz (SDU) haben das Lastenrad im Blick. Das Projekt „TranSPORTlastenrad im Ausleihsystem für die TU Berlin“ vom TU-Hochschulsport will ein Lastenrad für einfache Transporte anschaffen. Das Projekt „Weels, Ways & Weights“ vom Fachgebiet Bioenergetik und von der Stabsstelle SDU kann der TU Berlin ein Lastenrad über das Leihsystem der „Flotte Berlin“ anbieten. Zudem wollen sie die Radinfrastrukturen vorantreiben.

Beschäftigen sich beide Projekte mit der Fortbewegung mit Muskelkraft, widmet sich das Projekt „Select“ des Fachgebiets für elektrische Energiespeichertechnik dem Akku-Problem der Elektrofahrradnutzer. Es soll eine Ladestation für Elektrofahrräder entwickelt werden, die autark agiert, Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht und bis zur Abgabe zwischenspeichert. Die verwendeten Batterien stammen beispielsweise aus Notebook-Akkus, die an der TU Berlin gesammelt werden.

Ein viertes Projekt wurde vom „Natural Building Lab“ entwickelt. Das Fachgebiet ist am Institut für Architektur angesiedelt und verfolgt einen ganzheitlich nachhaltigen Arbeits- und Denkansatz – es erforscht, entwirft und baut Gebäude weitgehend in Anlehnung an natürliche Kreisläufe. Was das mit dem Lastenrad zu tun hat? Das „TUB PopUp HUB“ ist ein mobiler, flexibler Raum von bis zu 70 Quadratmeter Größe. Die zeltartigen Module können überall aufgebaut und bald per E-Bike mit Lastenanhänger nachhaltig transportiert werden.

 

 

Auf dem Campus der TU Berlin sollen grüne Oasen zum Verweilen einladen

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Die Projekte im Nachhaltigkeitsprojektverbund „Campus-Gestaltung“ haben grüne Oasen im Blick, die zum Verweilen einladen sollen. Die Projektwerkstatt „Benchmark Reloaded“ hat ihren Fokus auf den Campus als Ort der Lehre, des Lernens, der Erholung, der Kommunikation und der Partizipation gelegt. Mit selbst gebauten Freiraummöbeln wollen sie auf dem Campus studentische Arbeitsplätze im Freien schaffen. Das Projekt „Essbarer Campus“ der Projektwerkstatt „Campus in Transition“ möchte einen Obstbaumlehrpfad an der TU Berlin anlegen, der von 20 fruchttragenden Sträuchern und 11 Obstbäumen gesäumt wird. Der Idee des essbaren Campus widmet sich auch das Projekt „CampusGärten Charlottenburg – urbane Landwirtschaft in Lehre, Forschung & Praxis“. Es sieht vor, verschiedene Flächen des Campus Charlottenburg durch urbanes Gärtnern nachhaltig zu nutzen.

https://www.tu-berlin.de/?197225

 

 

Über die vielfältigen Angebote zum Thema Nachhaltigkeit an der TU Berlin informieren

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Doch was bringen die Nachhaltigkeitsprojekte, wenn sie niemand wahrnimmt? Für Sichtbarkeit wollen drei ausgezeichnete Projekte sorgen. Die Projektwerkstatt „Campus in Transition“ will eine Online-Nachhaltigkeitsplattform für die TU Berlin aufbauen. Hier sollen Projekte, Initiativen, Vereine, Veranstaltungen, Personen, Institute, Vorlesungen oder Seminare, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen, auf einer Webseite gebündelt werden. Um auf die Seite mit ihrem nachhaltigen Angebot aufmerksam zu machen, soll es auf dem Campus verschiedene Infoaktionen geben, zum Beispiel während der kritischen Orientierungswoche.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt André Baier, Koordinator des Nachhaltigkeitszertifikats für Studierende der TU Berlin, mit dem Projekt „Nachhaltige Lehre und Forschung sichtbar machen“. „Der Nutzen des Projekts für die TU Berlin besteht vor allem darin, dass ein erster systematischer Überblick über die relevanten Akteur*innen, über Lehr- und Forschungsprojekte sowie betrieblichen Maßnahmen erstellt wird“, sagt Baier.

Drittes im Bunde ist das Projekt „CO2-Zähler“ vom Fachgebiet Energie- und Ressourcenmanagement. Ausgehend von der Frage, wie viel CO2 Lehr- und Forschungsbetrieb verursachen, wollen die Akteure die aktuellen CO2-Emissionen öffentlich darstellen, um so ein Bewusstsein für die Verantwortung jedes Einzelnen zu schaffen. Hierzu soll eine Anzeige im Eingangsbereich des Hauptgebäudes installiert werden, die den aktuellen CO2-Verbrauch anzeigt.

https://www.tu-berlin.de/?197225

 

 

Building Knowledge - Ein neues Schulhaus für ­Umlyngka

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Der Verein Building Knowledge, vertreten durch zwei Architekturstudenten der TU Berlin, wurde Ende 2017 gegründet, mit dem Ziel, eine Schule in Umlyngka im Nordosten Indiens zu erweitern. Obwohl starke Niederschläge das Leben vor Ort bestimmen, ist die Schule nur unzureichend auf den Umgang mit Wasser vorbereitet. Es fehlten ein überdachter Pausenbereich und ein Konzept für Trink- und Brauchwasser. Vereinsmitglieder sind Studierende aus dem Fachbereich Architektur, Handwerker und Geisteswissenschaftler. Anliegen ist die Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten, also der Lernenden und der Lehrenden. Im Mittelpunkt stehen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Die Förderung hilft den Studierenden, ihr Projekt zum Erfolg zu führen.

http://www.building-knowledge.de/

 

 

SELECT – Akkus fürs Fahrrad

Lithium-Ionen Batterien werden oft für mobile elektrische Geräte wie Handys, Laptops und Autos benutzt. Diese Art von Batterie ist beliebt, weil sie im Vergleich zu anderen eine hohe Energiedichte hat. Obwohl sie viele Vorteile haben, gibt es heute immer noch ein großen Nachteil: ihre nutzbare Kapazität wird bei Verwendung und auch mit der Zeit immer geringer. Es gibt deshalb einen Zeitpunkt, an dem sie nicht mehr funktionieren bzw. für ein mobiles Gerät nicht mehr brauchbar sind. Dann landen viele Bestandteile der in der Batterie enthaltenen Zellen auf dem Müll, weil nur wenige Stoffe bei der Wiederverwertung wirtschaftlich interessant sind und speziell ein Recycling des Lithiums heute noch sehr teuer ist.

Trotzdem können viele Zellen einer Batterie durchaus noch „gesund“ sein, sie können noch effizient Energie speichern. Auch den in jeder Laptopbatterie enthaltenen Chip, der Größen wie Strom, Temperatur, Spannung usw. misst, die Zellen ausbalanciert und Sicherheitsfunktionen übernimmt, kann man noch weiter benutzen. Mit all diesen „Zutaten“ hat man die Möglichkeit, eine neue billige Batterie zu bauen, die z.B. als Energiespeicher eines Hauses benutzt werden kann. Das Projekt „Select“ des Fachgebiets Elektrische Energiespeichertechnik hat sich mit dem Akku-Problem der Elektrofahrradnutzer beschäftigt. Es soll eine Ladestation für Elektrofahrräder entwickelt werden. 

https://www.eet.tu-berlin.de/menue/forschung/projekte/select/

 

 

Lernpaket „Nachhaltige ­Produktion“

Das Fachgebiet Industrielle Informationstechnik will einen Beitrag zur deutschlandweiten Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Oberschulen durch die Produktion und Vermarktung eines hochwertigen Lernpakets leisten. Es besteht aus Arbeitsheft, Lehrenden-Begleitmaterial und einem Lernspiel. Alle Materialien können kostenlos ausgedruckt werden. Das Lernpaket wurde über mehrere Jahre im Rahmen von Forschungsprojekten am Fachgebiet prototypisch entwickelt und gründlich evaluiert. Jetzt kann es realisiert werden.

https://www.iit.tu-berlin.de/menue/industrielle_informationstechnik/

 

 

RAD AB, SCHRAUBE LOCKER - Ausstellung von Blue Engineering

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Im Rahmen des Studienreformprojekts Blue Engineering wird eine Ausstellung zur sozialen und ökologischen Verantwortung von Ingenieurinnen und Ingenieuren ausgearbeitet. Anhand aktueller Beispiele wie des Dieselskandals wird Verantwortung auf individueller und gesellschaftlicher Ebene verhandelt. In Zusammenarbeit mit der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen wird die Ausstellung an der TU Berlin und im IG Metall-Haus in der Alten Jakobstraße 149 zu sehen sein und so Studierende und Erwerbstätige erreichen.

RAD AB, SCHRAUBE LOCKER ist ein Werkzeugkasten zur Demontage von Technik und Gesellschaft. Durch die verschiedenen Werkzeuge von der “Leiter des Höher-Schneller-Weiter” über den “Bart des Patriarchats” bis zur “Zwangsjacke der Natur” werden die Gemeinsamkeiten von Automobilität, industrieller Landwirtschaft, Erdöl, Fußball und Stadtentwicklung offengelegt. Dabei sind die Werkzeuge nicht auf diese Themen beschränkt: die Besucher_innen werden ermutigt sie mit nach Hause zu nehmen, um dort ihr Privat- und Berufsleben zu demontieren, das heißt zu analysieren und zu reflektieren.

www.rad-ab.org

 

 

Deutschkurs in der Box

Das Ziel der Projektwerkstatt „Deutschkurs in der Box“ ist es, lizenzfreie Materialien und Lehrtipps für den ehrenamtlichen Deutschunterricht für geflüchtete Menschen zu entwickeln. Die Ehrenamtlichen haben oftmals keine pädagogische Ausbildung und stoßen in ihrem Unterricht auf eine sehr diverse Schülergruppe. Die Materialien sollen in einer Box und per Webseite an Initiativen in Berlin verteilt werden. Mit der Förderung kann die Gruppe ihre Arbeit weiterführen.

http://www.deutschkursinderbox.de/

 

 

Energie-Entdeckungs­häuschen

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Im Neuköllner Jugendzentrum Manege wird ein Energie-Entdeckungshäuschen errichtet. Hier sollen Kinder und Jugendliche eigenständig auf Energie-Erkundungstour gehen können, um Wasser-, Wind und Solarenergie, mechanischen Antrieb und physikalische Grundgesetze spielerisch zu erkunden. Mit dem Wettbewerbsgeld können die Voraussetzungen im Garten geschaffen und die Materialien für das Projekt angeschafft werden. Die einzelnen Module werden von Studierenden der Arbeitslehre entwickelt.

https://www.arte.tu-berlin.de/menue/forschung/projekte/emotek_flexi

 

 

Sommerlüftung ­Architekturgebäude

Die oberen Geschosse im Architekturgebäude heizen sich an warmen Tagen so stark auf, dass Arbeiten und Studieren sehr schwer werden. Eine Klimaanlage entspräche jedoch nicht einem nachhaltigen Gebäudebetrieb. Die Lüftungsklappen über den Treppenhallen dienen der Entrauchung im Brandfall, können aber nicht zur Belüftung verwendet werden. Der Wettbewerbsbeitrag sieht vor, diese Klappen zu aktivieren, um die anfallende Stauwärme abzuführen. Ein Messsystem wird entwickelt und dokumentiert die Temperaturänderungen.

 

 

Elektro-Rennwagen von FaSTTUBE

Das „Formula Student Team“ der TU Berlin entwickelt seinen ersten Elektro-Rennwagen. Mit dem „FT18e“ will es in diesem Jahr auf dem Hockenheimring in der Klasse „Formula Student Electric“ antreten. Ein Teil der zusätzlichen Kosten, die mit der Entwicklung des neuen Rennwagens verbunden sind, konnten durch den Wettbewerb gedeckt werden. Die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe hat sich gleichzeitig bereit erklärt, den kritischen Diskurs zum Thema Elektromobilität an der Uni zu unterstützen.

www.fasttube.de

 

 

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