TU Berlin

Umweltschonende Mobilität

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Vermeidung von Kurzstreckenflügen

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Motiviert von dem Engagement der Schüler*innen für Fridays4Future, sind eine Gruppe von Wissenschaftler*innen (Scientists4Future) und Studierenden an der TU Berlin aktiv, um das Thema Klimaschutz an der TU auch auf der betrieblichen Seite zu stärken und damit auch gezielter nach außen zu treten. Dieses Engagement wird vom Präsidium und vom Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin explizit unterstützt. 

Ein wesentlicher klimarelevanter Aspekt der Tätigkeit von Wissenschaftler*innen sind die dienstlichen Flugreisen. Der Besuch von Konferenzen oder die Durchführung von Projekten mit bundesweiten und internationalen Partnern ist einerseits bereichernd und trägt zur wissenschaftlichen Verständigung und Problemlösung bei, andererseits gehen die damit verbundenen Reisen aber mit erheblichen CO2-Belastungen einher. Eine Beispielzahl: Ein Flug Berlin-München ist mit ca. 9 Mal so viel CO2-Emissionen verbunden als wenn diese Strecke mit dem ICE zurückgelegt wird.

Ein erster Schritt, in diesem Bereich deutlich zum Klimaschutz beizutragen, ist die Vermeidung von Kurzstreckenflügen bis 1.000 km (also alle Inlandsreisen, aber auch kürzere Reisen ins europäische Ausland). Ein weiterer, allerdings weniger wirksamer Schritt ist die Kompensation von Flugreisen durch die Finanzierung von ausgleichenden Klimaschutzmaßnahmen. Beide Ansätze werden von einigen Wissenschaftler*innen bereits durchgeführt. An anderen Hochschulen sind Kurzstreckenflüge bereits verboten (z. B. Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin).

Um dieses Engagement sichtbarer zu machen und sowohl Nachahmende zu finden als auch einen strukturellen Prozess an der TU Berlin zu initiieren, haben Scientists4Future-Angehörige aufgerufen, eine Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge zu unterzeichnen. Bis zum 20.09.2019 konnten 440 Selbstverpflichtungen gesammelt werden und dem Präsidenten der TU Berlin übergeben werden. Die Initiative wurde positiv aufgenommen und Maßnahmen zur Unterstützung, wie z.B. die Einrichtung von technisch hochwertigen Videokonferenzräumen, zugesagt.

www.tu-berlin.de/?208853 

Prof. Martina Schäfer - ZTG -  

 

 

Fahrradparken leicht gemacht

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Mit dem Fahrrad zum Universität - Ein guter Vorsatz

Gibt es genügende und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, wird auch entsprechend viel mit dem Fahrrad gefahren. Die Förderung der umweltgerechten und gesundheitsfreundlichen Fahrradmobilität kann also auch mit einer passenden und guten Ausstattung an Fahrradparkplätzen erfolgen.

Die Projekte zu Fahrradparkplätzen der TU Berlin verstehen sich als Element für eine attraktive Fahrradmobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Studentinnen und Studenten. Noch gibt es ein unzureichendes Parkplatzangebot für den ruhenden Radverkehr. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden immer wieder neue Aspekte aufgegriffen, die von Studierenden in Projekten unter der Leitung der Stabsstelle SDU bearbeitet werden. Die Projekte zum Umweltmanagement erfreuen sich weiterhin regen Interesses unter den Studierenden, da die Ergebnisse direkt und sichtbar vor Ort auf dem Campus wirken. Hervorzuheben sind die Themen „Geografisches Informationssystem zu den Fahrradparkplätzen“, „Kapazität und Auslastung„ und „Radparkinfrastrukturen für Verwaltung, Lehre & Forschung“ und die „Fotodokumentation“.

Nach dem Votum von Herrn Dr. Neukirchen, Kanzler der TU Berlin, und mit Unterstützung des Arbeits- und Umweltausschuss der TU Berlin (AUSA), werden seit dem Jahr 2017 verfügbare Geldmittel und Ressourcen gezielt in den Ausbau der Infrastruktur der Fahrradparkplätze gesteckt. Auf Initiative der Stabsstelle SDU und mit Umsetzung der Abteilung Gebäude- und Dienstemanagement aus der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV) entstanden so bereits zahlreiche neue Fahrradparkplätze nach dem TU-Standard „mit Kreuzberger Bügel“, etwa vor den Gebäuden H, BH-A, V und F, um nur einige zu nennen. Damit entwickelt die TU Berlin die Ausstattung mit Fahrradständer in Richtung der ermittelten Sollgröße von 7000 sicheren und attraktiven Fahrrad-Abstellmöglichkeiten kontinuierlich aus.

www.tu-berlin.de/?151994 

Michael Hüllenkrämer - SDU

 

 

Stadtradeln – für Gesundheit und Klimaschutz

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„Für Gesundheit und Umwelt: Klimaschutz und Bewegung - diese zwei positiven Aspekte des Radfahrens sind für die Mitglieder der Technischen Universität nicht nur Ausgleich, sondern immer mehr auch Anspruch. Technik ohne den Menschen und Technik ohne Verantwortung für das lokale und globale Umfeld ist nicht mehr denkbar. Die TU Berlin nimmt diese Herausforderung an - durch ihre 20 Jahre bestehenden Umweltleitlinien, durch regelmäßige Berichterstattung im Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbericht, durch ihren Nachhaltigkeitsrat, doch auch durch viele einzelne Maßnahmen und Aktionen, wie z.B. mit der Teilnahme an der bundesweiten Kampagne Stadtradeln, an der sich die TU Berlin seit 2016 regelmäßig beteiligt.“ schreibt Stadtradeln-Teamleiter Jörg Romanski.

Im Jahr 2017 haben über 100 Mitglieder der TU Berlin 21 Tage lang am Stadtradeln teilgenommen. Mit insgesamt gut 18.600 km wurden gegenüber dem Autoverkehr 2,1 t CO2 vermieden. In der Absolut-Wertung belegte die TU Berlin damit den 6. Platz der 189 Berliner Teams. Im Schnitt fuhr jedes Teammitglied in diesem Zeitraum knapp 180km.

www.tu-berlin.de/?195931 

Dr. Jörg Romanski - SDU -  

 

 

Jobticket mit leichtem Aufwind

Bei den Firmentickets zeigt sich erfreulicher Weise, trotz bleibend schwacher Rahmenbedingungen, inzwischen ein positiver Trend. Doch nur 3,4% der Beschäftigten nutzen das Angebot. Der geringe Preisvorteil wird durch den Nachteil fehlender Übertragbarkeit wahrscheinlich zunichte gemacht. Da die allgemeinen Rahmenbedingungen des Nahverkehrstarifes durch Preissteigerungen auch weiter an Attraktivität verlieren, wirken die marginalen Vorteile der Firmenfahrkarte wahrscheinlich immer positiver.

Entwicklung des Bezuges von Firmentickets durch Beschäftigte der TU Berlin

https://www.tu-berlin.de/?148800 

Dienstreisen

Die TU Berlin erhebt die klimaschutzrelevanten Daten wie Verkehrsmittel und Entfernung für die Dienstreisen derzeit nicht systematisch. Für eine erste Abschätzung kann die Studie der ETH Zürich aus dem Jahre 2016 herangezogen werden.

Bei Projektion der Daten über die Beschäftigtenzahl aus dem Wissenschaftsbereich lässt sich begründet vermuten, dass durch Dienstreisen jährlich ca. 10.000 t CO2-Äquivalente erzeugt werden. Damit liegen die Emissionen in einer ähnlichen Größenordnung wie durch den Verbrauch der Infrastruktur von Energie.Erste Schritte, dieses Themenfeld anzugehen, liegen in der Planung eines Monitorings zur Feststellung realer Zahlen sowie in einer Kampagne zur Vermeidung von Kurzstreckenflügen. Ebenso befinden sich technische Maßnahmen zur Vermeidung von Dienstreisen wie technisch hochwertige Videokonferenzräume in der Konzeptionierungsphase.

Weitere Infos - ethz.ch/content/dam/ethz/associates/services/organisation/Schulleitung/mobilitaetsplattform*images/Zusammenfassung_CO2_Dienstreisen_ETH_Zuerich_2016.pdf

 

 

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