TU Berlin

Arbeits- und Umweltschutzmanagementsystem

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Managementsystem: Nachhaltigkeit strukturieren

An der TU Berlin wird auch bei den Unterstützungsprozessen für die Kernkompetenzen Forschung und Lehre seit Jahren ein nachhaltiger Betrieb angestrebt. Nach Veröffentlichung der Umweltleitlinien 1997 und spätestens mit Einführung des integrierten Managementsystems für Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUMS) 2002 wurde diese Arbeit systematisiert. Der rein ökologische Blick wurde schon bald beispielsweise durch das Gesundheitsmanagement oder die familienfreundliche Hochschule, seit 2016 auch durch den Nachhaltigkeitsrat sukzessive ausgeweitet.

Seit dem ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts orientiert sich die Verwaltung dabei an kontinuierlichen Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitszielen, die jährlich mit Maßnahmen und Projekten hinterlegt werden, die jedoch auch auf Problematiken und Handlungsbedarf hinweisen. So werden trotz Bekenntnis der Berliner Politik zur nachhaltigen Entwicklung und zur Klimaneutralität aus verwaltungstechnischen, finanziellen und rechtlichen Gründen klimarelevante Investitionen verhindert oder erschwert.

Andererseits werden jedoch auch gezielt zum Teil geförderte Projekte durchgeführt, um den Weg der nachhaltigen Entwicklung auch betrieblich zu unterlegen. Dies geht von Projekten zur energetischen Sanierung bis hin zu kleinteiligen, jede einzelne Person ansprechende Maßnahmen zur Verhaltensänderung in eine nachhaltige Richtung. Neben externen Förderanträgen sind hier auch hausinterne Aktionen zu nennen, wie z. B. der mit 200.000 € dotierte Nachhaltigkeitswettbewerb, in dem sich durchaus auch auf den Betrieb bezogene Projekte beworben und gewonnen haben.

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/arbeits_und_umweltschutz_managementsystem/aums/

 

 

betriebliche Umwelt- und Arbeitsschutzziele der TU Berlin

Dass Forschung und Bildung die Kernkompetenzen der Universität, reibungslos funktionieren, muss durch eine nachhaltige Infrastruktur sichergestellt werden. Daher hat sich die TU Berlin im Rahmen des Arbeitsund Umweltschutzmanagementsystems (AUMS) sieben betriebliche Ziele im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG) gegeben.

  • 1. Ziel: Das AUMS fortschreiben und die Umsetzungstiefe erhöhen
  • 2. Ziel: Verringern des Energie-, Wasser- und Materialverbrauchs
  • 3. Ziel: Weiterentwicklung der Abfallvermeidung und -trennung
  • 4. Ziel: Verringern des motorisierten Individualverkehrs
  • 5. Ziel: Verbessern der technischen Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz
  • 6. Ziel: Schützen und Erhalten der natürlichen Lebensgrundlagen
  • 7. Ziel: Fördern der nächsten Generation in nachhaltiger Betriebspraxis

 

 

Management auf dem Campus und nachbarschaftliche Netzwerkarbeit ist wichtig

Das integrierte Arbeits- und Umweltschutzmanagementsystem der TU Berlin ist das Gerüst für das prozessuale Handeln und die maßnahmenbezogenen Umsetzungen im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG). 

Im Jahr 2017 sind aufgrund der neuen Arbeitsschutzverordnung und dem novellierten Mutterschutzrecht in zwei Themenbereichen notwendige strukturelle Anpassung angegangen worden. Auf den Leitungsebenen unserer Universität, in der Beratung zu Arbeitsstätten und zur Unterstützung für sichere und gesunde Arbeitsplätze, wurde an vielen Stellen, zusammen mit anderen Disziplinen, teils systematisch, teils anlassbezogen zur kontinuierlichen Verbesserung beitragen. 

Mit Partnern innerhalb und außerhalb der TU Berlin wurde der Austausch zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz gepflegt. Der Blick auf die Hauptstadt und die bundesweiten Aktivitäten in den Ländern, den befreundeten Hochschulen und der gesetzlichen Unfallversicherung förderte, besonders im direkten Kontakt, die praktische Verbesserung im Informations- und Managementsystem.

 

 

Mitgliedschaft und Teilhabe im AGUM e.V.

Der Verein zu Förderung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Managements (AGUM e.V.) als Betreiber des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz Managementsystems (AGUMS) im Intranet von und für Hochschulen in Deutschland ist gewachsen. Die verantwortungsvolle Mitwirkung in der rechtlich-inhaltlichen und informatorisch-fachlichen Redaktion der Prozesse ist damit nicht leichter geworden. Eine Verbesserung stellt die Zusammenarbeit in den Sitzungen dar, die nun aufgeteilt in Regionen stattfinden und die Aufwendungen für Reisen mindert. Eine Herausforderung im Verein ist geblieben: Alle Mitglieder sind zur Mitwirkung verpflichtet. Diese herausfordernde Anforderung bedarf einer guten Koordination und Kooperation in den Strukturen des Vereins. Die gewünschten bundeseinheitlichen Standards für „Grundlagen und Handlungsanleitungen“ im System sind noch nicht erreicht. Die seitens der TU Berlin betreuten Prozesse sind jeweils gut durch die Revision gelaufen.

Fernziel „Duales Informationssystem“ im Arbeitsschutzmanagement

Das als Portalsystem zum Arbeits- und Umweltschutz Managementsystem (AUMS) der TU Berlin einzusetzende AGUMS kann aufgrund einiger, als wesentlich betrachteter Defizite und inhaltlicher Mängel, leider immer noch nicht an der Universität bereitgestellt werden – die TU Berlin bringt ihre Expertise in dem deutschlandweiten Betreiberverein zur Verbesserung des Systems ein. Das Ziel der Stabsstelle SDU ist es, die Synergien aus beiden Informationssystemen zu nutzen, um für die Angehörigen der TU Berlin einen konkreten fachlichen Mehrwert zu schaffen. Um adressatengerechte und alltagstaugliche Information für den Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG) vor Ort bereitzustellen, ist es hilfreich und notwendig, diese auch in weiteren, andersartigen Darstellungen anzubieten. Damit können noch mehr Angehörige für die wichtigen Regelungen im AUG erreicht werden. Im Einsatz werden sich beide Systeme ergänzen. 

Internationalisierung: Systematische Übersetzung und Aufbau eines Fachglossars

Die Strategie der Internationalisierung wurde mit der Übernahme der Leitung (Sprecher) des Arbeitskreises Englisch im Verein seitens der TU Berlin bestärkt. Die Bereitstellung einer englischen Sprachfassung des AGUMS wurde organisatorisch, inhaltlich und operativ vorangetrieben. Die TU Berlin bringt sich hierbei weniger an der Kontrolle der Übersetzung im Lektorat ein, als vielmehr durch ein Plädoyer für praktische Hilfsmittel für gute Standardübersetzungen (Software-Hilfsmittel) und der Entwicklung eines offiziellen Fachglossars für konsistente und rechtskonforme „Fachbegriffe“ und Bezeichnungen für „Funktionsträger“ im breiten Wortfeld des AUG.

Erfüllte Pflicht: Die Verantwortung für Entscheidungen und Handlungen

Die TU Berlin bringt hierzu immer wieder wichtige Impulse und Erfahrungen aus Forschung und Lehre ein, die zu einer Harmonisierung der Diskussion zur Verbesserung der Prozesse nach der „Guten Arbeitsschutzpraxis“ und zum jeweiligen „Stand von Technik, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“ beitragen. Herauszuheben sei hier die Expertise der TU Berlin zu Rechtsgrundlagen der Pflichtenübertragung.

Hier konnte ein Teil der durch bedauerliche Missverständnisse zum Augsburger Urteil entstandenen Unruhe und daraus resultierendem unpraktischem Aktionismus gedämpft werden. Die entwickelten landesrechtlichen Sonderregelungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden zwischenzeitlich, auch nach Klärung mit der Unfallkasse des Landes Nordrhein-Westfalen (UK NRW), weitgehend relativiert. Ebenso konnte mit dem zuständigen Referenten der rechtlich maßgeblich betroffenen Universität, gesprochen werden, um eine gute Praxis zum Organisation-Check der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung als Richtschnur nicht aus den Augen zu verlieren. 

Der Hochschulleitung der TU Berlin konnte zur Pflichtübertragung klar und eindeutig kommuniziert werden: „Wir machen es richtig, rechtssicher und organisatorisch elegant“.

www.agu-management.de

Michael Hüllenkrämer -

 

 

Netzwerk Arbeitsschutz - Universitätsübergreifende Zusammenarbeit

Auch über den AGUM e.V. sind die bestehenden Kontakte zu anderen Mitgliedern in Berlin auf der praktischen Arbeitsebene thematisch vertieft worden. Aus dem breiten Spektrum von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz wurde weiter an der Vereinheitlichung der Prozesse zu Pflichten und Aufgaben sowie an den Themen für eine gleichartige Informationsbereitstellung in den jeweiligen Medien gearbeitet.

Berliner Universitätsnetzwerk

Bei der Zusammenarbeit der drei großen Berliner Universitäten ging es im Berichtszeitraum insbesondere um die Übertragung von Pflichten an die jeweiligen Leitungen von Einheiten in der Organisation der Hochschule (Führungskräfte, Professorinnen und Professoren). 

Perfektes Modell aus „Top-to-Bottom“ und „Linie“ bei der Pflichtenübertragung

Das System der Übertragung von Arbeitgeberpflichten im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz an der TU Berlin gilt weiterhin als vorbildlich: Die zwei Wege dieser Pflichtenübertragung haben sich sehr bewährt. Dies ist einerseits die nach dem Modell „Top-to-Bottom“, jene vom Präsidenten direkt an die Professorinnen und Professoren übertragene Arbeitgeberverantwortung. Anderseits erfolgt die Pflichtenübertragung an die Leitung der Linienorganisationen; dies sind die Führungskräfte auf der ersten Ebene der Organisationsstruktur der TU Berlin: Zentrale Universitätsverwaltung, Zentrale Einrichtungen und Institute und die Fakultäten. Von hier aus ist die Pflichtenübertragung von den Dekaninnen und Dekanen an die zweite Ebene der Organisationsstruktur, die der Geschäftsführenden Direktorinnen und Direktoren (GD) der Institute geregelt. So erhalten alle berufenen und ernannten Professorinnen und Professoren die Arbeitgeberpflichten vom Präsidenten im AUG direkt und persönlich übertragen. Bei den Wahlämtern der Institutsleitungen und Fakultätsleitungen erfolgt die Übertragung in dem Modell der verwaltungsrechtlichen „Linie“.

Modell „Stabsstelle der Hochschulleitung“ erfüllt die gesetzliche Idee und stärkt die Rolle der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Betriebsärzte

Die Stellung des Arbeitsschutzes an den Berliner Hochschulen spiegelt das gesamte Spektrum möglicher organisatorischer Lösungen wieder. Die Vielfalt der etablierten Organisationsregelungen, die sich in den Organigrammen der Hochschulen widerspiegeln, reicht von „Teil der Bauabteilung“ bis hin zur „Stabsstelle des Kanzlers“. An den Berliner Hochschulen gibt es Teams von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin, die eng mit anderen Beauftragen, die nach einem jeweiligen Gesetz zu bestellen sind, zusammenarbeiten. Für diese Gruppe des Personals der gesetzlich bestellten zentralen Beauftragten, bestehen an den Hochschulen in Deutschland unterschiedliche Paradigmen der organisatorischen Ein- oder Angliederung in die Organisation.

Die Stellung der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Betriebsärzte als Berater und Unterstützer der Führungskräfte, mit den Eigenschaften „weisungsfrei“, „nicht-vorgesetzt“, „ressourcenlos“ und „vom Arbeitgeber bestellt“, kann mit den wenigsten Konflikten über die Organisationsform als „Stab“ erfüllt werden. Die Daueraufgaben, die nicht dem Aufgabenspektrum dieser Beauftragten nach Arbeitsschutzgesetz oder anderen Fachgesetzen entsprechen, werden so leichter als „in die Linienorganisation“ gehörig erkannt. 

Mit den beiden Stabsstellen SDU und BÄD an der TU Berlin ist daher der AUG vom operativen Handeln im Betrieb getrennt. Der praktische und vor Ort gelebte AUG wird zentral in den Abteilungen der ZUV und dezentral in den Einrichtungen von Forschung und Lehre verantwortet und umgesetzt. In den dortigen Gliederungen der Organisation agieren die verantwortlichen Führungskräfte, mit Ressourcen und fachkundigem Personal. Bei Bedarf werden die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte zur Beratung oder Unterstützung hinzugezogen.

Weiterhin wurden im Netzwerk allgemeine Aspekte der Gefährdungsbeurteilung, Unfallbearbeitung, Unterweisung, sowie zur Ersten Hilfe und den arbeitsmedizinischen Leistungen an den Hochschulen behandelt. 

Michael Hüllenkrämer -

 

 

Netzwerk Umwelt - Synergien und Nachhaltigkeit durch Vernetzung

Das Netzwerk Umwelt der Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region Ost, bei dem die TU Berlin Gründungsmitglied und im Leitungskreis vertreten ist, vereint Kompetenz im betrieblichen Umweltschutz und vermehrt auch bei Nachhaltigkeitsaspekten. 

Bei jährlich zwei Netzwerktreffen werden neben einem Schwerpunkt auch Workshops zu aktuellen Themen angeboten. Die letzten Schwerpunkte behandelten Klimaschutz und Energie sowie Nachhaltigkeitskommunikation, doch auch ganz praktische Themen wie die Gewerbeabfallverordnung oder die neuen wasserrechtlichen Vorschriften wurden für unsere Einrichtungen aufgearbeitet und Umsetzungshilfen gegeben.

Das Einzugsgebiet des Netzwerkes reicht inzwischen von der Ostsee bis zum Erzgebirge und von der Weser bis zur Oder und zeigt damit, dass hier ein spürbarer Bedarf an Erfahrungsaustausch und Unterstützung vorhanden ist.

www.netzwerk-umwelt.org 

Dr. Jörg Romanski -  

 

     

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