direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Lupe [1]



Abfall: Vermeidung, Trennung, Verwertung, Beseitigung [2]

  • Abfalltrennung und Verwertung: Gewerbeabfall
  • Sonderabfall
  • Abfallvermeidung
  • Weiterverwendung von Altmöbeln
  • Vermeidung von Einwegartikeln
  • NoGo: Coffee to go

Abfalltrennung und Verwertung: Gewerbeabfall [3]

Wertstofftrennung und Abfallvermeidung bleiben als betriebliche Kernaufgabe weiterhin im Focus: die etablierte getrennte Erfassung von Wertstoffen bedarf auf organisatorischer Ebene stetiger Beobachtung, um existierende Standards zu erhalten und kontinuierlich weiter ausbauen zu können. Auch 2017 hat der abnehmende Trend beim Gesamt-Abfallaufkommen an der TU im Gewerbeabfallbereich angehalten; die Menge liegt nun knapp unter 1110 t. Diese erfreuliche Entwicklung spiegelt möglicherweise eine weitere Verstetigung des Abfallvermeidungsgedankens bei den TU-Beschäftigten wieder.

Die Entwicklung der Verwertungsquote der TU weist leider eine leicht fallende Tendenz auf. Sie liegt 2017 mit 69 % zwar noch auf einem guten Niveau, mit 760 t liegt die Absolutmenge der verwerteten Abfälle jedoch niedriger als in den sechs Jahren zuvor. Sie nimmt somit stärker ab als das Gesamtabfallaufkommen, was bedeutet, dass weiterhin Anstrengungen, um die Bereitschaft der Beschäftigten und der Studierenden, aktiv Abfalltrennung zu betreiben und in ihrem Umfeld darauf hinzuwirken, erforderlich sind. Da der Anteil der rund 35.000 Studierenden am Abfallaufkommen der TU gegenüber knapp 8.000 Beschäftigten einen bedeutsamen Anteil ausmacht, liegt das Augenmerk nun darauf, Akzeptanz für Abfallvermeidung und Abfalltrennung auch unter den Studierenden zu erhöhen. Hierzu wurde 2017 eine erste Kampagne unter Nutzung von Social-Media-Kanälen im Rahmen eines von SDU betreuten Projekts zur Lehrveranstaltung “Umweltmanagement“ gestartet. 

Nur wenn die Abfalltrennkultur, gestützt durch das Informationssystem von SDU, von allen TU-Akteuren mitgetragen wird, kann langfristig eine Stabilisierung der Verwertungsquote erreicht und ein Anstieg avisiert werden.

Verwertungsquote aller Abfälle (ohne Bauabfälle) der TU Berlin 

Auffällig im Jahr 2017 ist insbesondere der Rückgang der erfassten Altpapiermengen. 

Hier wäre allein aufgrund der allgemein steigenden Mengen an Verpackungskartonagen grundsätzlich auch an der TU ein Anstieg zu erwarten gewesen. In der Praxis hat sich jedoch leider gezeigt, dass die sortenreine Sammlung von Altpapier an den TU-Arbeitsplätzen noch optimiert werden muss, da durchaus nicht alle in blauen Säcken auf dem Abfallplatz angelieferten Papierabfälle auch in die Altpapierpresse gegeben werden können. Viele dieser Säcke sind vermüllt, so dass diese für das Papierrecycling verloren sind und nur noch in die Restabfallpresse gegeben werden können. Dem zurückgehenden Trend der Altpapiermenge kann auch durch das zunehmend genutzte Angebot an dezentralen Behältern für (sortenreines) Datenschutzpapier nicht entgegengewirkt werden.

Es zeigt sich wieder einmal mehr, dass Anstrengungen entlang der gesamten Prozesskette der Abfallentsorgung an der TU Berlin erforderlich sind, um die sortenreine Übergabe der Papierabfälle auf dem Abfallplatz sicherzustellen. Dies schließt auch die Nutzung der Einflussmöglichkeiten der Vertragshalter auf die beschäftigten Reinigungsunternehmen zur getrennten Abfalleinsammlung nach TU-Farbleitsystem mit ein.

 

Mengenentwicklung von Restabfall und Wertstoffen an der TU Berlin

2017 wurde die 2014 begonnene Ausstattung der Abfallsammelstationen mit geschlossenen, begehbaren Containern, abgeschlossen. Störungen innerhalb der Prozesskette der Abfallentsorgung werden durch die geschlossenen Abfallübergabestationen weiter minimiert. Schließberechtigte können diese Stationen auch zur Übergabe größerer Mengen von Verpackungsmaterial – Kartonagen und Kunststoffabfälle in gelben Säcken – nutzen, wodurch dem Entstehen von Brandlasten innerhalb der Gebäude effektiv entgegengewirkt werden kann.

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/umweltschutz/abfall/ [4] 

Kerstin Goldau - kerstin.goldau@tu-berlin.de [5] 

 

 

 

Sonderabfall [6]

Gefährliche Abfälle unterliegen naturgemäß Schwankungen. Im Bereich der Abfälle aus Laboren und Forschung sind die Mengen direkt an Projektlaufzeiten, experimentelle Phasen oder Praktika gebunden. 

Entwicklung der gefährlichen Abfälle aus der Forschung

Im Berichtszeitraum gab es verschiedene Kampagnen zur Abfallvermeidung und sauberen Laborabfalltrennung. Informationen werden im Umfeld der Forschung inzwischen regelmäßig auch in englischer Sprache angeboten. Gleichzeitig wurde ein logistisches System unter Nutzung von Mehrwegbehältern zur dezidierten Laborglastrennung eingeführt, um die Problematik der Gefahrstoffe und beim Recycling von Verpackungsglas zu berücksichtigen.

Die Abfälle aus dem Betrieb der Liegenschaften hängen stark von Wartungszyklen z.B. von Fett- oder Ölabscheiden ab.

Entwicklung der gefährlichen Abfälle aus dem Betrieb

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/umweltschutz/abfall/sonderabfall/ [7] 

SDU - sdu@tu-berlin.de [8]

 

 

Abfallvermeidung [9]

Für den individuellen ressourcenschonenden Umgang mit Betriebsmitteln und Material gibt es zahlreiche Ansätze. Wichtig und nachhaltig ist eine verantwortungsvolle Bewusstseinsbildung. Zur Selbstverständlichkeit wird ein Verhalten erst, wenn man im Alltag nicht mehr darüber nachdenkt. Hilfreich kann dabei eine unaufdringliche Omnipräsenz des Themas sein. So sind inzwischen nicht nur bei der TU Berlin Hinweise in E-Mail-Signaturen Standard. Bei SDU werden diese durch Ergänzung konkreter Auswirkungen transparent gemacht. So heißt es in der Signatur:

Ist ein Ausdruck nötig? Sparen Sie pro Seite 200 ml Wasser, 1g CO2, 12g Holz und 15 Wh Energie.

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/umweltschutz/abfall/abfallvermeidung/ [10]

 

 

Weiterverwendung von Altmöbeln [11]

Auf systematische und größere Art wird auch mit Einsatz räumlicher und personeller Kapazitäten die Abfallvermeidung durch das Möbellager der TU Berlin betrieben, das unter Abzug der Kosten immer noch zu einer Netto-Entlastung des Haushaltes führt. Allein im Jahr 2017 konnten durch Substitution von Neukauf nahezu 50.000€ eingespart werden.

Entwicklung der Abnahmen von Möbelstücken aus dem Gebrauchtmöbellager

https://www.tu-berlin.de/?60257 [12] 

Torsten Klann - Abt. IV - torsten.klann@tu-berlin.de [13] 

 

 

Vermeidung von Einwegartikeln [14]

Lupe [15]

Beim traditionellen Neujahrsempfang des Präsidenten werden grundsätzlich Mehrweg-Gläser und Mehrweg-Geschirr verwendet. Damit wird dem Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung verstärkt auch bei repräsentativen Veranstaltungen durch praktische Umsetzung der gebührende Stellenwert eingeräumt.

 

 

NoGo: Coffee to go [16]

Inzwischen stigmatisiert, aber dennoch weit verbreitet: Der bequeme, aber ressourcenfressende Einweg-Kaffeebecher. Der Kampf gegen die verschwenderische Einweglösung wird über mehrere Ebenen geführt. 

Das Studierendenwerk hat inzwischen eine Pönale für den Einweg-Becher eingeführt, die spürbar ist: Durch einen Aufschlag von 40ct pro Becher konnte der Verbrauch der Becher an der TU-Mensa von 70% (2012) auf unter 40% (2018) gesenkt werden, ohne dass es zu einem Einbruch des Kaffeekonsums kam. Ziel ist, die Quote auf unter 20% zu senken.

Info: www.stw.berlin/mensen/themen/coffee-to-stay.html

„Jährlich verbrauchen wir 3 Milliarden Einwegbecher in Deutschland“ titelt Greenpeace und führte an der TU Berlin im Oktober 2017 eine Fotoaktion gegen Einwegbecher mit Sprüchen wie „Coffee to stay“ oder „Kaffee braucht einen umweltbewussten Genießer“ durch. „Käme das Holz aus dem Tiergarten, wäre er bereits nach einem halben Jahr verschwunden“, so die Motivation. Unter dem Motto „Gesicht zeigen“ haben 120 Studierende der TU Berlin diese Forderung mit ihrem Foto und mit ausgewählten Kommentaren unterstützt, die an dem Info-Stand von Greenpeace ausgestellt wurden und zu regen Diskussionen mit den Kommiliton*innen Anlass gaben.

Studierende der TU Berlin erstellten im Rahmen der Lehrveranstaltung "Umweltmanagement" in Kooperation mit SDU (Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz) ein Video zur Abfalltrennung von Einweg-Bechern aus Pappe an der TU Berlin. Am Ende wird der Verzicht auf diese Becher thematisiert. So wird auf unterhaltsame Weise ein unattraktives, aber wichtiges Thema auch für die Mehrheit verfügbar.

www.youtube.com/watch?v=3i8R-_nSShc [17] 

www.greenpeace.berlin/2017/11/tu-berlin-statt-coffee-to-go-jetzt-coffee-to-stay [18] 

Kerstin Goldau - SDU - kerstin.goldau@tu-berlin.de [19] 

 

 

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Copyright TU Berlin 2008