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TU Berlin

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Lupe [1]



Nachhaltigkeitsportal im Aufbau - bitte ergänzen! [2]

Dies ist nur ein erster Aufschlag und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Nachhaltigkeitsberichtserstattung an der TU Berlin ist bewusst als partizipativer Prozess gestaltet. Reichen Sie daher gerne ihre Berichte ein und helfen sie diese Portal sukzessive zu erweitern, so dass das vielfältige Engagement der TU Berlin gut abgebildet wird. Geben sie auch gerne Überarbeitungsvorschläge. Bericht/Vorschlag einreichen [3].

 

 

Forschungsprojekte

  • ACT - Communities of Practice zur Förderung der Gleichstellung und des institutionellen Wandels in Forschung und Innovation in Europa
  • Algenkleidung – Nachhaltigkeit is beautiful
  • Bahnverkehr wird smart – innovativer Batteriezug ab 2019 im Testbetrieb
  • Climatic and Tectonic Natural Hazards in Central Asia - CaTeNA
  • Design-Build Projekt Campus Bella Vista –Landwirtschaftsschule und Internatsgebäude
  • Distribute - Grüne Kiez-Lieferketten für die Stadt von morgen.
  • Green Energy Center of Iran: Enabling Climate Change Mitigation through Capacity Building - GECI
  • ecoMaker - Gestaltung umweltfreundlicher Produkte in Makerspaces
  • EIT Climate-KIC – grenzüberschreitend für die klimaneutrale Gestaltung der europäischen Zukunft
  • Eneff: HCBC HochschulCampus Berlin – Charlottenburg. Demonstration eines innovativen Bestandsquartiers
  • Fenstervergleich
  • Hitzewellen in Berlin
  • Innovative Lösungen zur energieeffizienten Renovierung des Fachgebiets Civil and Building Systems/Systemtechnik baulicher Anlagen
  • KiezKlima – Partizipative Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen
  • Kontrollsysteme zum Nachhaltigkeitsmanagement - CST-Richtlinien-Umsetzungsgesetz
  • MedWater – Nachhaltige Bewirtschaftung von knappen Grundwasserressourcen im Mittelmeerraum
  • MobilBericht – Ein Instrument zur sozial-gerechten und umweltverträglichen Gestaltung urbaner Mobilität
  • Neuentwicklung eines Nachhaltigkeitsindex mit Bezug zu den 17 Nachhaltigkeitszielen
  • OPEN! Methods and tools for community-based product development
  • Reifenabrieb in der Umwelt
  • SELECT - Second life assessment of Lithium-ion cells for micro grid energy storage
  • Stadtklima im Wandel [UC]²
  • Standards für Nachhaltigkeit – die Europäischen Forschungsprojekte am Fachgebiet für Innovationsökonomie der TU Berlin - STAR4BBI und STAR-Pro-Bio
  • Super-Kunststoff mit positiver Ökobilanz im Forschungsprojekt DreamCompoundConti
  • Urban Climate Observatory (UCO) Berlin
  • Zukunftsweisender Umgang mit der Gehölzvegetation historischer Gärten in Zeiten des Klimawandels

ACT - Communities of Practice zur Förderung der Gleichstellung und des institutionellen Wandels in Forschung und Innovation in Europa [4]

Lupe [5]

Um Gleichstellung an Universitäten und in Forschungseinrichtungen sowie forschungsfördernden Organisationen in Europa voranzubringen, kooperiert das Fachgebiet „Gender und Diversity in der Technik und Produktentwicklung“ von Prof. Dr. Martina Schraudner im Rahmen dieses Forschungsprojektes mit 17 weiteren Institutionen aus zehn EU-Mitgliedsstaaten sowie Argentinien.  Dieses durch das Förderprogramm für Forschung und Innovation im Rahmen von Horizon 2020 der Europäischen Kommission geförderte Projekt leistet durch die Unterstützung und Konsolidierung neuer und bereits existierender Gleichstellungs-Netzwerke (Communities of Practice (CoPs)) in Europa einen nachhaltigen Beitrag insbesondere zur Förderung der Gleichstellung und Chancengleichheit der Geschlechter (SDG 5). 

Die Gleichstellung der Geschlechter konnte trotz Bemühungen von Politik, Unternehmen und Institutionen noch nicht erreicht werden. Zwar lassen sich Fortschritte diesbezüglich erkennen, doch sind wir in Deutschland und auch den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten immer noch weit von diesem Ziel entfernt. Auch in der Wissenschaft und Forschung kann noch nicht von gleichen Chancen oder Geschlechtergleichheit gesprochen werden. Ein Grund für den nur schleichend vorangehenden Prozess ist die bislang fehlende Verknüpfung und der fehlende Austausch von gesammeltem Wissen, Erfahrungen und Praktiken nicht nur zwischen, sondern auch innerhalb der Länder.

An diesem Punkt setzt ACT an: Um das Netzwerk von CoPs dabei zu unterstützen, Gleichstellung in den beteiligten Institutionen zu forcieren und auch den institutionellen Wandel im Europäischen Forschungsraum voranzubringen, stellt ACT ihnen beispielsweise einen Online Hub, aufbauend auf der bereits bestehenden GenPORT –Plattform (www.genderportal.eu), zur Verfügung. Dieser soll den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen und innerhalb der CoPs sowie gemeinsames Lernen erleichtern. Zudem werden die CoPs mit einem Instrument zum Monitoring und zur Evaluierung von Gleichstellungsmaßnahmen unterstützt sowie einem Toolkit, das Trainingsmaterialien enthält, die dazu befähigen sollen, bewährte Praktiken im Bereich der Gleichstellung zu implementieren.

Kathrin Rabsch - kathrin.rabsch@tu-berlin.de [6] - Fachgebiet Gender und Diversity in der Technik und Produktentwicklung - www.tu-berlin.de/?197479 [7] - Act on Gender - www.act-on-gender.eu [8]

 

 

Algenkleidung – Nachhaltigkeit is beautiful [9]

Lupe [10]

„Alternative Fasern sind die Zukunft unserer Kleidung“, sagt Dr. Josephine Barbe, Dozentin am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der TU Berlin und Textilforscherin. Mit ihren Studierenden hat sie faire Mode entworfen – bunte Kleidung für bewusste Menschen, die auch bei Hemd, Kleid und Jacke Wert auf Nachhaltigkeit legen. Was sich am Körper anfühlt wie Seide und Kaschmir und die Aufgaben von Funktionskleidung perfekt übernimmt, ist nicht aus Baumwolle oder Polyester hergestellt. Vier Prozent Algenanteil sind in Hoodys, T-Shirts und Hemden, der Rest aus schnell nachwachsendem Holz. 

„In Algen gekleidet schwitzt man nicht“, sagt Josephine Barbe. „Sie speichern Sauerstoff, sind entzündungshemmend, enthalten Mineralien und Spurenelemente und sind kompostierbar.“ Unter dem Motto „Sustainable Jersey“ haben TU-Lehramtsstudierende aus dem Modul „Textil und Mode“ und Studierende des Fachbereichs Modedesign am ISDI (Instituto Superior de Diseño) die Kleidung aus dem Material „seacell“ vom Entwurf bis zur Produktion gebracht. In Kuba, wo Josephine Barbe auch lehrt und forscht, gibt es große Braunalgenfelder, die die karibischen Strände überschwemmen, und Felder voll schnell nachwachsendem Bambus. Zurzeit forscht die Wissenschaftlerin an der Verbindung dieser alternativen Fasern zur Kleiderherstellung auf Kuba. 

In Berlin setzt sie auch auf Nachhaltigkeit in der Lehre. Ihre Studierenden werden einmal als Lehrende Kinder und Jugendliche der Generation Primark unterrichten. Sie hofft, dass sie die Idee nachhaltiger Mode in die Klassen tragen und so langsam zu einem Umdenken in der Gesellschaft beitragen – gerade im Bereich Mode.

Dr. Josephine Barbe - josephine.barbe@tu-berlin.de [11] - Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum - www.tu-berlin.de/?186570 [12]

 

 

Bahnverkehr wird smart – innovativer Batteriezug ab 2019 im Testbetrieb [13]

Lupe [14]

Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Die Bahnen sind hier auf Dieselfahrzeuge angewiesen. Der Schienenverkehr soll jedoch umweltfreundlicher werden, Züge in Zukunft mit Strom fahren – und das auch auf Strecken ohne Oberleitung. Die Technische Universität Berlin arbeitet daher gemeinsam mit Bombardier Transportation an einem Zug mit batterieelektrischem Antrieb. Dieser kann unter Oberleitung zwar als Elektrotriebzug fahren, ist jedoch auf keine externe Stromleitung angewiesen. In 2019 sollen bereits Strecken von bis zu 100 Kilometern alleine durch den Batterieantrieb bewältigt werden.

Der emissionsfreie Zug setzt dabei mit einem Wirkungsgrad von rund 90 Prozent Maßstäbe für einen energieeffizienten Bahnbetrieb. Er ist außerdem zu 90 Prozent recyclebar und ermöglicht somit einen umweltfreundlichen Lebenszyklus der Fahrzeuge. Die Wirtschaftlichkeit und technische Umsetzung werden nun einem Härtetest unterzogen. Die Deutsche Bahn beginnt im kommenden Jahr einen zwölfmonatigen Testbetrieb mit Fahrgästen in der Region Alb-Bodensee. Gefördert wird das Forschungsprojekt durch das Bundesverkehrsministerium im Rahmen eines Innovationsprogramms für Elektromobilität mit 4 Millionen Euro.

Die Technische Universität Berlin übernimmt dabei die wissenschaftliche Begleitung des Projektes. Ziel der Forschung, angesiedelt am Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb sowie am Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik, ist eine umfassende Anwendungs- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der Technologie, auf deren Basis Handlungsempfehlungen für Partner in der Industrie und im ÖPNV abgeleitet werden. 

Konkret arbeitet das Team der TU Berlin um Prof. Dr.-Ing. Markus Hecht und Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich noch bis Mitte 2020 an Einsatzszenarien sowie Fahrzeit- und Energieverbrauchssimulationen. Außerdem wird eine Umweltbilanz und Lebenszykluskostenbetrachtung der Technologie vorgenommen. Um Akzeptanz für die neue Antriebstechnik zu schaffen, werden zudem Befragungen bei Triebfahrzeugführern, Fahrgästen und weiteren Stakeholdern ausgewertet. 

Ulrich Zimmermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb über das Potenzial des Verbundprojekts: „Die Analyse des deutschen Schienennetzes hat klar gezeigt, dass ein großes Einsatzpotential für Batteriefahrzeuge im Schienenpersonennahverkehr besteht. Insbesondere die Möglichkeit neuer Linienverknüpfungen kann die Anbindungen der Fläche an die Zentren deutlich verbessern.“

Ulrich Zimmermann - ulrich.zimmermann@tu-berlin.de [15] - Fachgebiet Schienenfahrwege und Bahnbetrieb - www.tu-berlin.de/?180472 [16] 

 

 

Climatic and Tectonic Natural Hazards in Central Asia - CaTeNA [17]

Lupe [18]

CaTeNA ist ein Projekt im prioritären Themenbereich Naturrisiken innerhalb der Fördermaßnahme CLIENT II des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Projektgebiet ist Zentralasien, eine der tektonisch aktivsten Regionen der Erde, welches sich zudem im Einfluss zweier großer Klimasysteme befindet, der Westwindzone und des Monsuns. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern in CaTeNA werden die daraus resultierenden zwei gravierendsten Naturgefahren untersucht: Erdbeben und Massenbewegungen. Die Projektergebnisse bilden die Grundlage, um die in Zentralasien weitverbreiteten Gefahren durch Erdbeben und Massenbewegungen besser einschätzen und dadurch Maßnahmen zur Abschwächung der Folgen ergreifen zu können. 

Diese Arbeit wird mit sieben Partnerorganisationen aus Deutschland sowie Partnern in Afghanistan, China, Kirgisistan, Nepal, Pakistan und Tadschikistan durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines dynamischen Anfälligkeits- und Risikomodell für Hangrutschungen.

Das Modell soll auch in der Lage sein, Ausmaß und Verteilung von möglichen Schäden abzuschätzen. Neben Erdbeben sind Starkniederschläge Auslösefaktoren, da hohe Bodenfeuchte die Suszeptibilität für Massenbewegungen erhöht, wodurch langfristig auch Klimaänderungen Einfluss auf diese Naturgefahr nehmen. Die Klärung dieser Zusammenhänge setzt daher ein Verständnis der beteiligten Prozesse, ihrer Auslöser und gegenseitigen Beeinflussung auf unterschiedlichen Zeitskalen voraus.

Am Fachgebiet fanden zudem zwei weitere Projekte zu klimatischen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Tibet-Plateau statt:

  • Variability and Trends in Water Balance Components of Benchmark Drainage Basins on the Tibetan Plateau (WET) im BMBF-Verbundvorhaben „Tibet und Zentralasien: Monsun-Dynamik und Geoökosysteme“ und 
  • Dynamic Response of Glaciers on the Tibetan Plateau to Climate Change (DynRG-TiP) als Teil des DFG (Deutsche Forschungs Gemeinschaft) Priority Programme 1372: “Tibetan Plateau: Formation-Climate-Ecosystems”

Dr. Marco Otto - marco.otto@klima.tu-berlin.de [19] - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de/catena, www.klima.tu-berlin.de/WET [20] - www.klima.tu-berlin.de/DynRG-TiP [21] 

 

 

Design-Build Projekt Campus Bella Vista –Landwirtschaftsschule und Internatsgebäude [22]

Lupe [23]

In der Debatte um globale Themen wie wachsende Urbanisierung, Landflucht, Klimawandel und Armutsbekämpfung spielt die Suche nach lokal wirksamen Lösungsvorschlägen eine wesentliche Rolle. Für Architekten stellt sich die Frage nach dem Beitrag ihrer Profession in diesem Kontext. 

Das Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion von Prof. Pasel an der TU Berlin hat sich dieser Aufgabe mit einem interdisziplinären und langfristig angelegten Projekt für das andine Dorf Bella Vista in Bolivien gewidmet. In einer internationalen Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Fundación Cristo Vive Bolivia, die sich der Armutsbekämpfung in Lateinamerika widmet, haben 70 Studierende der TU Berlin unter Leitung von Prof. Pasel und seinem Assistententeam den Bau einer Landwirtschaftsschule und eines Internatsgebäudes entworfen, geplant und gemeinsam mit den lokalen Partnern vor Ort eigenhändig umgesetzt. Die seit 2013 laufende Kooperation hat zum Ziel, die von der NGO gegründete Berufsschule Instituto Tecnológico Sayarinapaj für den Bereich Landwirtschaft nicht nur räumlich zu erweitern, sondern vielmehr ein integrales, langfristiges Konzept für einen Agronomie Campus als Vorzeigeprojekt zu entwickeln.

Der Campus, auf dem jungen Menschen eine berufliche Perspektive auf dem Land geboten wird, wird zu einem Innovationszentrum im Bereich der integralen Berufsausbildung, Wasser- und Abfallmanagement und der ökologischen Landwirtschaft in der Region entwickelt. Das Projekt dieser Campus-Erweiterung ist ein Beispiel dafür, wie in einer internationalen Kooperation zwischen Hochschulen, NGO’s und lokalen Handwerkerinnen und Handwerkern relevante Fragestellungen einer sozial- und umweltverträglichen Architekturentwicklung bearbeitet werden können. Die Auseinandersetzung mit Aspekten des Klimawandels wird im Rahmen dieses Projektes auf den verschiedenen architektonischen Ebenen – Konstruktion, Material, Raum – aber auch auf gesamtgesellschaftlichen – Kooperation, Wissenstransfer, Armutsbekämpfung – geführt. Angelegt als Lehr-, Forschungs- und Realisierungsprojekt umfasst die Arbeit an dem Landwirtschaftscampus sowohl die Planungs- als auch die Ausführungsprozesse wie auch die Evaluation und Reflexion.

Prof. Ralf Pasel-Krautheim - r.pasel-krautheim@tu-berlin.de [24] - Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion - CODE –Construction and Design - bellavista.code.tu-berlin.de/projekt [25]

 

 

Distribute - Grüne Kiez-Lieferketten für die Stadt von morgen. [26]

Lupe [27]

Distribute ist ein seit 2017 durch das BMBF gefördertes Forschungsprojekt im Bereich Smart Service Stadt. In ihm arbeiten vier Fachgebiete der TU (Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten, Entrepreneurship und Innovationsmanagement, Strategische Führung und Globales Management sowie Logistik) mit weiteren Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Das Projekt erprobt in zwei Berliner Quartieren ein neues System der Warenlieferung mit E-Lastenfahrrädern. Außerdem werden zwei- und dreirädrige E-Lastenräder an zwei Stationen zur privaten Nutzung ausgeliehen. Damit soll für gewerbliche Nutzer/innen ein Angebot geschaffen werden, die letzte Meile mit einem Transportmittel ohne Verbrennungsmotor zu gestalten. Gleichzeitig besteht das Angebot für Privatpersonen, die größere Gegenstände, Kinder oder Tiere transportieren möchten. Der elektrische Antrieb ermöglicht es allen Nutzer/innen, komfortabel auch eine schwere Zuladung zu bewegen.

Beide Bereiche werden in Reallaboren erprobt sowie schrittweise und ko-kreativ aufgebaut, um das Lastenradsystem auf die speziellen Anforderungen vor Ort auszurichten. Mit Anwohner/innen und Unternehmen konnten wir in bisher acht Urban Labs auf der Grundlage der Methode Urban Design Thinking Erkenntnisse und Lösungen für die Komponenten Buchungssystem, Abstellmöglichkeiten, Fahrradausstattung und Serviceangebote gewinnen. Zwei weitere Labs sind geplant, in denen es um die Entwicklung von zukunfts- und tragfähigen Geschäftsmodellen gehen wird. Das Projekt verfügt außerdem über eine Partizipationsplattform (www.piazza-lab.com/berlin/distribute), auf der online neue Ideen und Kommentare verfasst werden können, die in den Aufbau des Betriebs einfließen.  

Die Quantifizierung der verdrängten Fahrleistung mit Verbrennungsmotor wird durch eine Befragung der Nutzer/innen vorgenommen und damit ihr Mobilitätsverhalten analysiert. Dabei wird ermittelt, welches Transportmittel sie für welche Wege alternativ verwendet hätten. Dies bildet die Grundlage zur Berechnung der Einsparungen an klimarelevanten Gasen und anderen Luftschadstoffen wie Partikel (u.a. Feinstaub) und Stickoxide. Des Weiteren wird abgefragt, ob sich durch ein solches Angebot auch der eigene Fuhrpark ändern könnte. Dies ist relevant, um veränderte Flächenbedarfe und die ökologischen Wirkungen, die mit der Nutzung von E-Lastenfahrrädern verbunden sind, ermitteln zu können.

Florian Hutterer - f.hutterer@isr.tu-berlin.de [28] - Fachgebiete: Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten; Logistik; Entrepreneurship und Innovationsmanagement; Strategische Führung und Globales Management und Centre for Entrepreneurship - www.tu-berlin.de/?188166 [29] - www.distribut-e.de [30] 

 

 

Green Energy Center of Iran: Enabling Climate Change Mitigation through Capacity Building - GECI [31]

Lupe [32]

Nahezu der gesamte Strom im Iran wird bisher durch das Verbrennen fossiler Energieträger erzeugt. Ziel des Projektes ist es deshalb, Wissen zu Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windenergie aufzubauen und den Iran in die Lage zu versetzen, die entsprechenden benötigten Fachkräfte künftig selbst auszubilden. Der Know-how-Transfer soll unter anderem dadurch geschehen, dass TUB-Wissenschaftler/innen Gastvorlesungen halten und iranische Studiengänge analysieren und bewerten, um die Themen in die Studienprogramme zu integrieren und lehren zu können. 

Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel - hans-liudger.dienel@tu-berlin.de [33] - Fachgebiet Arbeitslehre, Technik und Partizipation - www.tu-berlin.de/?191788 [34] 

 

 

ecoMaker - Gestaltung umweltfreundlicher Produkte in Makerspaces [35]

Lupe [36]

Im Forschungsprojekt „ecoMaker“ arbeiten Wissenschaftlerinnen der des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb am Fachgebiet Industrielle Informationstechnik zusammen mit großen öffentlich zugänglichen Werkstätten (sog. Makerspaces) daran, das kollektive Wissen der deutschen Maker-Szene zum Thema ökologische Nachhaltigkeit zu clustern, um spezifische Lösungen zu erarbeiten. Die Szene zeichnet sich durch ihr gesellschaftliches und ökologisches Bewusstsein aus, doch fehlt es an Angeboten in dem heterogenen Feld, dieses Bewusstsein systematisch für die Produktentwicklung vor Ort zu erschließen.

Von Workshops zu nachhaltiger Produktentwicklung bis hin zum angeleiteten ecoDesign-Sprint reichen die derzeitigen Angebote. Ein digitaler Konfigurator soll künftig bei der Entwicklung von nachhaltigen Produkten unterstützen. Auf einer Plattform werden Produkte mit Nachbauanleitungen gesammelt und vertiefendes Wissen angeboten. Außerdem wird ein Nachhaltigkeitsrundgang für Makerspaces als AR-Anwendung zu den gängigsten Materialien und Prozessen erarbeitet, die der Maker-Szene open source zur Verfügung gestellt wird.

Antje Klemichen - antje.klemichen@tu-berlin.de [37] - Fachgebiet Industrielle Informationstechnik - ecomaker- www.tu-berlin.de/?203349 [38]

 

 

EIT Climate-KIC – grenzüberschreitend für die klimaneutrale Gestaltung der europäischen Zukunft [39]

Lupe [40]

In der Climate Knowledge and Innovation Community (KIC) des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) sucht die TU Berlin gemeinsam mit Partnerorganisationen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten auf Fragen zur Anpassung an den Klimawandel und Minderung dessen Folgen nach innovativen Lösungen. Ziel ist es, durch Lehre, innovative, anwendungsorientierte Spitzenforschung sowie Gründungsunterstützung die Verbesserung der klimafreundlichen Wettbewerbsfähigkeit Europas voranzutreiben. Adressiert wird dementsprechend schwerpunktmäßig das SDG-Ziel 13 zum Kampf gegen den Klimawandel. 

Im Fokus steht der Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft und in Unternehmen. Klimafreundliche Technologien mit großem Innovations- und Marktpotenzial und neue Geschäftsmodelle zur Förderung klimapositiver Unternehmen und Industrien werden entwickelt. Konkret arbeiten die Angehörigen in europäischen, transdisziplinären Kooperationen des Netzwerks an vier Themenblöcken: städtischer Wandel, nachhaltige Produktionssysteme, Landnutzung sowie Metrik und Finanzierung. Beispiele sind Forschungs- und Innovationsprojekte im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung wie „Smart Sustainable Districts“, „Reinventing Cities“ oder „Smart City Design Tool“ mit Beteiligung des Instituts für Architektur der TU Berlin. Hier entstehen Lösungen für städtische Quartiere, die öffentlichen Akteurinnen und Akteuren Planungswerkzeuge nahebringen. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung von Lebensräumen mit hoher Lebensqualität, die den zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind.

Ein weiteres Beispiel für ein Climate-KIC-Projekt nennt sich „Technology Emissions Assessment Guide“ am Institut für Chemie. Hier entwickeln Forschende Bewertungsrahmen für emissionsarme Technologien, um die Vorteile dieser Innovationen gegenüber konventionellen Produkten und Prozessen herauszustellen. So wird eine bessere Vermarktung dieser Technologien gefördert und Industrieunternehmen mit emissionsarmen Produkten insgesamt unterstützt. 

Mit Bezug auf die Kreislaufwirtschaft im Projekt „Centres for Urban Re-Manufacturing“ ergründeten Forschende am Institut für Technischen Umweltschutz darüber hinaus Zentren zur Wieder- und Weiterverwendung von lokal erhältlichen Sekundärmaterialien. 

Seit Gründung des Climate-KIC im Jahr 2010 kann das Netzwerk bereits auf eine Vielzahl an Erfolgen zurückblicken. Mehr als 1000 klimafreundliche Unternehmen warben mehr als 500 Mio. Euro an Investitionskapital ein und erzeugten auf direkte Weise mehr als 2.200 Arbeitsplätze.

Helen Franke - h.franke@tu-berlin.de [41] - EIT-Koordination in der Zentralen Universitätsverwaltung - Abteilung V - EU-Büro - www.tu-berlin.de/?182860 [42]

 

 

Eneff: HCBC HochschulCampus Berlin – Charlottenburg. Demonstration eines innovativen Bestandsquartiers [43]

Lupe [44]

Eneff: HCBC HochschulCampus Berlin – Charlottenburg. Demonstration eines innovativen BestandsquartiersDie Technische Universität Berlin ist mit den Fachgebieten „Gebäude-Energie-Systeme“ (Hermann-Rietschel-Institut / HRI), „Maschinen- und Energieanlagentechnik“ (ETA) und „Gebäudetechnik und Entwerfen“ (GtE) auf der wissenschaftlichen Seite vertreten, wobei das HRI die Projektleitung innehat. Auf Seiten der Universität der Künste Berlin ist der Lehrstuhl für Versorgungsplanung und Versorgungstechnik (LVV) zuständig. Die Bearbeitung des Projekts erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung IV Gebäude und Dienstemanagement der TU-Berlin, sowie der Abteilung Gebäudemanagement und Arbeitssicherheit der UdK (FM). "Ohne eine Wärmewende wird es keine Energiewende […] geben" (Enquete-Kom. 2015). Ziel des Forschungsprojekts ist es, einen Energie-Masterplan für den Campus zu entwickeln, der eine langfristige Planung ermöglicht und in den darauffolgenden Umsetzungsphasen Schritt für Schritt implementiert werden kann. Dabei soll die sehr kostenintensive, gebäudeweise, energetische Sanierung nach EnEV-Standard durch eine maßnahmenbasierte Sanierung effektiver, schneller und kostengünstiger gemacht werden. Diese maßnahmenbasierte Sanierung soll in der nächsten Projektphase umgesetzt und getestet werden.

Ziel ist es nicht, Gebäude für Gebäude nach EnEV-Standard zu sanieren, wie sonst üblich, aber für den Campus als Ganzes finanziell nicht umsetzbar, sondern die Bilanzgrenze weiter zu ziehen. Dies bedeutet, dass der ganze Campus als Einheit betrachtet wird, und Maßnahmen wie Teilsanierung von Gebäude- und Anlagentechnik, regenerative Produktion von Energien auf dem Campus, Nutzung von Abwärme, Speicherung und Umverteilung durch ein campusinternes Wärmenetz sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, um so ein energetisch beispielhaftes und ökonomisch machbares Gesamtkonzept zu entwickeln. Zudem werden innovative Wärmenetze entwickelt, die die Einbindung, Speicherung und Umverteilung von Umweltenergien ermöglichen.

In der bewilligten Fortsetzungsphase wird die Umsetzung der verknüpften gebäudetechnischen und baulichen Maßnahmen ausführungsreif entwickelt

Prof. Dr. Martin Kriegel - m.kriegel@tu-berlin.de [45] - Fachgebiet Gebäude-Energie-Systeme - www.hri.tu-berlin.de [46] 

 

 

Fenstervergleich [47]

Lupe [48]

Das Forschungsvorhaben „Fenstervergleich“ ist eine Kooperation zwischen der HTW Berlin (Prof. Susanne Rexroth) und der TU Berlin. Das Projekt verfolgt das wesentliche Ziel, das Potential der Energieeffizienzsteigerung von Fenstersanierungsvarianten mit der Wahl einer wirtschaftlichen effizienten und anwenderfreundlichen Lösung zu verbinden und zugleich baukulturellen Ansprüchen zu genügen. Insgesamt acht verschiedene Sanierungsvarianten werden dazu nach den Kriterien energetischer Kennwerte, Sanierungskosten, Nutzungskosten und qualitativer Gebrauchsmerkmale miteinander verglichen. Mit den Folgen des Klimawandels und wachsenden Klimaschutzanforderungen an den baulichen Bestand rückt aktuell das Fenster neben der Fassade in den Fokus von Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung von Gebäuden und baulichen Anlagen. Die Auswahl entsprechender Sanierungsmaßnahmen orientiert sich meist noch einseitig entweder an ökonomischen oder an energetischen Merkmalen angebotener Marktlösungen.

Prof. Dr. Kristin Wellner - kristin.wellner@tu-berlin.de [49] - Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft - www.tu-berlin.de/?127351 [50] - fenstervergleich.archix.de [51] 

 

 

Hitzewellen in Berlin [52]

Das DFG-geförderte Forschungsprojekt "Hitzewellen in Berlin - Stadtklimamodifikationen" beschäftigt sich mit der Erforschung der wechselseitigen Interaktionen von Hitzewellen mit der Stadtatmosphäre.

Insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, der bereits jetzt zu einem häufigeren Auftreten von Hitzewellen in Berlin führt, können die Forschungsergebnisse dazu genutzt werden, wie sich Städte strukturell verändern können, um die Auswirkungen von Hitzewellen auf die Bevölkerung zu mindern und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind die Analyse von Klimadaten seit Ende des 19. Jahrhunderts, die Untersuchung von Stadtstrukturen und wie diese zeitliche und räumliche Charakteristiken von Hitzewellen verändern, sowie die Analyse von hitzebedingten Gefährdungen und Risiken durch Hitzewellen unter rezenten und zukünftigen klimatischen Bedingungen.

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner - daniel.fenner@tu-berlin.de [53] -  Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de/heatwaves [54]

 

 

Innovative Lösungen zur energieeffizienten Renovierung des Fachgebiets Civil and Building Systems/Systemtechnik baulicher Anlagen [55]

Lupe [56]
Lupe [57]

P2Endure – „Plug & Play Building Renovation“ – ist ein EU gefördertes Projekt zur energieeffizienten Gebäuderenovierung basierend auf Prozess- und Produktoptimierungen. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von skalier- und adaptierbaren Plug-and-Play Technologien für Deep Renovation Vorhaben. Im Zuge dessen werden 10 nicht funktionale oder suboptimale öffentliche und historische Gebäude in Wohngebäude umgewandelt.

Das Projekt hat eine Laufzeit von insgesamt vier Jahren und befindet sich bereits in seiner zweiten Hälfte. Die innerhalb des Umweltberichtes 2017 vorgestellten PnP-Fertigungssysteme, beispielsweise innovative Fassadenlösungen oder on-site-Fassadenbearbeitung mittels einer vollautomatischer Roboteranwendungen, wurden in den zurückliegenden Monaten bereits in einigen Demonstrationsgebäuden implementiert. In den nächsten Monaten werden die 10 Demonstrationsprojekte umfassend energetisch saniert. Mittels der innovativen P2Endure-Lösungen werden dabei Energieeinsparungen von bis 60% angestrebt.

Die TU Berlin ist mit der Entwicklung des webbasierten P2Endure e-Marketplace beauftragt. Auf diesem Marketplace werden PnP-Produkte zur Renovierung von Gebäuden angeboten. Zusätzlich werden innerhalb des P2Endure-Projektes die Renovierungsvorhaben an den 10 Demonstrationsgebäuden virtuell nachvollzogen. Die bestehenden Energiewerte des Gebäudes werden mit den Werten nach der Renovierung ausgewertet und simuliert. 

Anhand des P2Endure e-Marketplace kann der Nutzer effektiv die Energiewerte basierend auf verschiedenen Renovierungsoptionen miteinander vergleichen. Damit werden Kosteneinsparungen bis zu 15% bei einer gleichzeitigen Zeitersparnis von 50% erreicht.

Aufbauend auf dem P2Endure-Projekt, ist im November 2018 das BIM-Speed Projekt – „Harmonised Building Information Speedway for Energy-Efficient Renovation“ – gestartet, um eine zentrale Datenplattform zu entwickeln. Ziel des von Prof. Dr. Timo Hartmann koordinierten Projekts ist die Unterstützung bei energetischen Renovierungen. 

Diese Plattform soll die Verwaltung aller Daten eines Gebäudeobjektes ermöglichen, begonnen bei Bestandsdaten, über Entwurfsdaten bis hin zu den Daten, welche für die Durchführung von Renovierungsaktivitäten benötigt werden. Das Bestreben dieser Plattform ist es, mittels eines digitalen Twins sowie eines Gebäudepasses, Gebäude besser verwalten und kontinuierlich durch gezielte Renovierungsmaßnahmen an den neuesten Stand technologischer Entwicklung anzupassen zu können. 

Das multidisziplinäre Konsortium besteht aus Architekten, Ingenieuren, Beratern, Softwareentwicklern und Akademikern von KMUs, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, öffentlichen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen. Ziel ist es, allen Beteiligten auf dem Markt der Wohnraumsanierung ganzheitliche Lösungen in Form: 

  • einer Cloud-basierte BIM-Plattform, die offen, erschwinglich und benutzerfreundlich ist, 
  • einer Reihe von interoperablen BIM-Tools, welche alle über die BIM-Cloud-Plattform verbunden sind sowie
  • validierter und standardisierter Verfahren für BIM-basierte Aktivitäten während des gesamten Renovierungsprozesses anzubieten.

Prof. Dr. Timo Hartmann und Christoph Bindal‐Gutsche - christoph.gutsche@tu-berlin.de [58] - Fachgebiet Civil and Building Systems - P2Endure - www.tu-berlin.de/?179252 [59] - BIM Speed - www.bim-speed.eu [60] 

 

 

KiezKlima – Partizipative Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen [61]

Lupe [62]

Im Forschungsprojekt "KiezKlima" wurden in Kooperation mit Projektpartnern verschiedener Disziplinen im Zeitraum 2014 bis 2017 für das Brunnenviertel in Berlin-Mitte lokale Klimaanpassungsmaßnahmen entwickelt. Zudem wurde erforscht, welche Partizipationsmaßnahmen sich besonders eignen, um solche Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. 

Dazu wurden die lokalen Akteure und Anwohner in verschiedenen Partizipationsverfahren, wie beispielsweise Interviews und Workshops, eingebunden. Für die klimatische Analyse des Projektgebietes wurden Messstationen an Kindertagesstätten als auch in Kooperation mit der ansässigen Wohnungsgenossenschaft errichtet, Modellrechnungen auf mikroklimatischer Ebene durchgeführt sowie Klimadaten langer Zeitreihen ausgewertet. 

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels mittels partizipatorisch entwickelter Maßnahmen, insbesondere bezüglich des Themas Hitze, war der Schwerpunkt des Projektes. Im Jahr 2016 wurde KiezKlima mit dem "Blauen Kompass" des Umweltbundesamtes als eine der herausragenden Lösungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland ausgezeichnet.

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner - daniel.fenner@tu-berlin.de [63] - Fachgebiet Klimatologie - www.kiezklima.de [64]  

 

 

Kontrollsysteme zum Nachhaltigkeitsmanagement - CST-Richtlinien-Umsetzungsgesetz [65]

Seit dem 19. April 2017 ist das CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz in Kraft und stellt erweiterte Anforderungen an Unternehmen zur transparenten Berichterstattung über Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit im Jahresabschluss. Die neu eingeführte Berichtspflicht erhöht gleichermaßen den Druck auf die Unternehmen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen. Am Fachgebiet Controlling und Rechnungslegung wird untersucht, wie Nachhaltigkeitsmanagementkontrollsysteme Formen von Nachhaltigkeitsstrategien in ihrer Implementierung in Unternehmen unterstützen und dabei die Entstehung unternehmensinterner Kompetenzen fördern. Eine europaweite Umfrage mit 157 Teilnehmenden aus vielfältigen Industriezweigen zeigt im Ergebnis, dass europäische Unternehmen dazu tendieren, Nachhaltigkeitsmanagementkontrollsysteme in Abhängigkeit ihrer strategischen Ausrichtung in unterschiedlicher Intensität nutzen. Konkret neigen Unternehmen mit einer proaktiv ausgerichteten Nachhaltigkeitsstrategie dazu, diese Systeme intensiver zu nutzen als Unternehmen mit reaktiver Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei setzen sie gezielt auf die Förderung betrieblicher Kompetenzen, wie dem nachhaltig orientierten betrieblichen Lernen oder nachhaltig getriebenen Innovationen um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu erhöhen.

Prof. Dr. Karola Bastini - karola.bastini@tu-berlin.de [66] - Fachgebiet Sustainability Accounting and Management Control - Prof. Dr. Maik Lachmann - Fachgebiet Controlling und Rechnungslegung - www.accounting.tu-berlin.de/ [67] 

 

 

MedWater – Nachhaltige Bewirtschaftung von knappen Grundwasserressourcen im Mittelmeerraum [68]

Lupe [69]

Die Versorgung von rund einem Viertel der Weltbevölkerung erfolgt über die Entnahme aus Karbonatgrundwasserleitern. Aufgrund von Karststrukturen sind sie hochdynamisch und dadurch besonders anfällig für Verschmutzungen und Klimaveränderungen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung im Sinne der SDGs berücksichtigt nicht nur den Verbrauch durch den Menschen, sondern auch den Bedarf der Ökosysteme und garantiert einen umfassenden und gerechten Zugang zum Grundwasser. Das Verbundprojekt MedWater unter Leitung des Fachgebiets Hydrogeologie entwickelt Strategien und neue Managementwerkzeuge, um die Verfügbarkeit der knappen Grundwasserressourcen in Karstgebieten gerecht und nachhaltig sicherzustellen. Der regionale Fokus von MedWater liegt im östlichen Mittelmeerraum (Israel und Palästinensische Autonomiegebiete) mit Transferstandorten in Frankreich und Italien.  

Die Mittelmeerregion ist bereits heute in vielen Gebieten von Wasserknappheit betroffen und gilt als einer der Hotspots des Klimawandels. Zudem wird die Bevölkerung in der Region im kommenden Jahrzehnt massiv ansteigen; Prognosen gehen von über 651 Millionen Menschen im Jahr 2030 aus – mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2000. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und andere externe Faktoren wie eine zunehmende Verstädterung und veränderte Landnutzung stellen eine große Herausforderung für die Wasserressourcen und Ökosysteme im Mittelmeerraum dar. Die im Mittelmeerraum weit verbreiteten Karstgrundwasserleiter sind davon besonders betroffen.

Hauptprodukt des Verbundprojektes ist ein webbasiertes Entscheidungsunterstützungssystem, das Bewirtschaftungsvorschläge für den Western Mountain Aquifer in Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete liefert. Auf diese Weise werden die Grundlagen für eine effizientere Wassernutzung und den Erhalt vorhandener Wasserressourcen geschaffen sowie der Zugang für alle Bevölkerungsgruppen gesichert. Damit das System genutzt wird, binden die Projektpartner wichtige Stakeholder wie Wasserversorger, Landwirte und Landwirtschaftsbehörden frühzeitig in die Entwicklung ein. Schulungen und Workshops sollen den Wissenstransfer sicherstellen. Das Projekt wird in der Fördermaßnahme Globale Ressource Wasser vom BMBF mit zwei Millionen Euro unterstützt. Projektpartner in Deutschland sind die Universitäten Göttingen, Bayreuth und Würzburg sowie das Büro für Angewandte Hydrologie (BAH) Berlin und VisDat geodatentechnologie GmbH.

Prof. Dr. Irina Engelhardt - irina.engelhardt@tu-berlin.de [70] - Fachgebiet Hydrogeologie - Grow Medwater - www.grow-medwater.de [71]

 

 

MobilBericht – Ein Instrument zur sozial-gerechten und umweltverträglichen Gestaltung urbaner Mobilität [72]

Lupe [73]

Am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung wird in Kooperation mit der Professur für Verkehrsökologie der TU Dresden und dem Stadtentwicklungsamt Pankow ein neues Verkehrsplanungsinstrument im Bezirk entwickelt, mit dem die sozial-gerechte und ökologisch verträgliche urbane Mobilität entwickelt und etabliert werden soll. Mit partizipativen qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden sollen die individuellen und personengruppenspezifischen Mobilitätsbedarfe der Bewohner/innen in Pankow umfassend erfasst werden. 

Die Stärkung der Nahmobilität und aktiven Mobilität sowie der gerechte Zugang zur Mobilität stehen im Fokus der Untersuchungen, um den Bezirk für die künftigen Herausforderungen besser aufzustellen. Im Rahmen des Projektes wurde die Stelle des Mobilitätsbeauftragten im Bezirk Berlin-Pankow geschaffen, der die Mobilitätsberichterstattung als Planungsinstrument mit der TU Berlin und der TU Dresden erarbeitet sowie nach Beendigung der Projektförderung umsetzt und fortschreibt. Die Ziele sind, die Verkehrspolitik im Bezirk strategisch neu auszurichten und den Verkehr stadtverträglich, bedarfsorientiert, nachhaltig und gerecht zu gestalten. Die Planung soll ressortübergreifende Belange u. a. in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Soziales in die Stadt- und Verkehrsplanung integrieren.

Sven Hausigke - hausigke@tu-berlin.de [74] - Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung - www.tu-berlin.de/?190836 [75]

 

 

Neuentwicklung eines Nachhaltigkeitsindex mit Bezug zu den 17 Nachhaltigkeitszielen [76]

Nachhaltige Entwicklung ist ein multidimensionales und facettenreiches Konzept. Diese Komplexität wird in den 232 Indikatoren, die die 17 SDGs der UN unterstützen, widergespiegelt und erschwert das Treffen von effizienten und effektiven Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung auf unternehmerischer und politischer Ebene. Zudem bestehen multiple Interdependenzen zwischen den Zielen sowie zwischen den einzelnen Indikatoren. Um zielgerichtete Entscheidungen treffen zu können bedarf es effektiver Messinstrumente, die über Indikatoren und Ziele hinausgehen. Am Fachgebiet Sustainability Accounting und Management Control wird untersucht, inwiefern ein Nachhaltigkeitsindex diese Komplexität bewältigen kann. Ergebnisse des Projekts zeigen, dass in der Literatur kein Index besteht, der den konzeptionellen sowie methodischen Anforderungen einer holistischen Messung der Nachhaltigkeitsleistung gerecht wird. Folglich wird ein neuartiger Nachhaltigkeitsindex entwickelt, in dem Methoden der Informationstheorie zur Anwendung kommen. Interdependenzen der zugrundeliegenden Indikatorbasis werden akkurat quantifiziert, wodurch unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse verbessert werden können. Auf politischer Ebene kann somit beispielsweise die Nachhaltigkeitsleistung unterschiedlicher Branchen einer Volkswirtschaft verglichen werden, um Reduktionsvorgaben ins Verhältnis zur Ressourcennutzung setzen zu können. Auf unternehmerischer Ebene kann die eigene Nachhaltigkeitsleistung in Bezug zu der der Wettbewerber gesetzt werden (Benchmarking).

Prof. Dr. Karola Bastini - karola.bastini@tu-berlin.de [77] - Fachgebiet Sustainability Accounting and Management Control - Prof. Dr. Maik Lachmann - Fachgebiet Controlling und Rechnungslegung - www.accounting.tu-berlin.de/ [78]

 

 

OPEN! Methods and tools for community-based product development [79]

Lupe [80]

Das deutsch-französische, transdisziplinäre Grundlagenforschungsprojekt Open! untersucht das Aufkommen einer seit Mitte der letzten Dekade wachsenden Vielzahl und Vielfalt an Projekten zur Entwicklung von Open-Source-Hardware (OSH). Diese erweitern den Open-Source-Entwicklungsansatz von Software über elektronische Hardware zu komplexen mechanischen und mechatronischen Systemen. 

OSH bezeichnet „[…] Hardware, deren Baupläne öffentlich zugänglich gemacht wurden, so dass alle sie studieren, verändern, weiterverbreiten und sie sowie darauf basierende Hardware herstellen und verkaufen können.” (www.oshwa.org/definition/german/). Als Teil der Open-Source-Bewegung ist OSH ein gesellschaftliches Phänomen. Durch neue Organisationsmuster im Rahmen von Online-Communities und offenen Entwicklungsprozessen treibt es Innovationen “bottom up” an und bildet einen wesentlichen Baustein für neue digitale Ökonomien. Auf deutscher Seite ist die TU Berlin mit dem Fachgebiet Industrielle Informationstechnik von Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark und dem Fachgebiet Qualitätswissenschaft von Prof. Dr.-Ing. Roland Jochem am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) doppelt vertreten. Außerdem ist das Team von Prof. Send des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft beteiligt. Aus Frankreich sind neben Projektkoordinator Prof. Jean-Francois Boujut, G-SCOP Laboratory, Grenoble Institute of Technology Prof. Karine Samuel, CERAG Laboratory, Universite Grenoble Alpes als Principal Investigator und Benoît Laval, CEO des Outdoor- Ausrüster Raidlight als Praxispartner am Projekt beteiligt. Open! wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und der franzöischen „L'Agence nationale de la recherche“ (ANR) für einen Zeitraum von März 2016 bis September 2019 gefördert. Folgende SDGs befinden sich im Schnittfeld des Projekts:

  • “Weniger Ungleichheiten“ (SDG 10): Empirische Erforschung des Stands der OSH als aufkommendes Phänomen, welches technisches Wissen von der Privatwirtschaft zur Öffentlichkeit transferiert
  • “Industrie, Innovation und Infrastruktur“ (SDG 9): Modellierung von Open-Source-Entwicklungsprozessen als Alternative zu konventionellen industriellen Prozessen sowie Bereitstellung von Methoden und IT-Tools zur Unterstützung von Open-Source-Entwicklungsprozessen
  • “Nachhaltiger Konsum und Produktion“ (SDG 12): Der Fokus des Projekts bezieht neben OSH-Produkten für die industrielle Fertigung auch Metadesigns und Do-It-Yourself-Projekte (DIY) mit ein, welche in Makerspaces oder im häuslichen Bereich repliziert werden.

Robert Mies - robert.mies@tu-berlin.de [81] - Fachgebiet Industrielle Informationstechnik - Fachgebiet Qualitätswissenschaft - www.opensourcedesign.cc [82]

 

 

Reifenabrieb in der Umwelt [83]

Lupe [84]

Plastik in der Umwelt ist ein weltweites Problem. Zum Teil stammt es von Autoreifen, von deren Abrieb auf den Straßen. Doch wie kommt es ins Gewässer, wie verbreitet es sich weltweit, welche Auswirkungen sind zu erwarten? Viele Fragen sind noch ungeklärt. Der größte Teil des Reifenabriebs wird bei Regen mit dem Straßenoberflächenwasser in die Oberflächengewässer eingetragen, meist unbehandelt. Das neue Verbundprojekt „Reifenabrieb in der Umwelt – RAU“, koordiniert vom TU-Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft von Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch, will nun umfassend die Wege und die Mengen des Eintrags untersuchen sowie Vermeidungsstrategien entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunktes „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ des Rahmenprogramms FONA gefördert.

„Wir werden den Weg der Reifenpartikel, die während der Nutzung des Reifens in die Umwelt gelangen, umfassend beschreiben und darüber hinaus den gesamten Lebenszyklus verfolgen“, erklärt Daniel Venghaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet. „Es gilt die Eintragspfade von Reifenmaterial in die Flüsse und Seen zu identifizieren, zu bilanzieren und Maßnahmen der Reduzierung aufzuzeigen.“ Die Untersuchungen werden im Labor, auf kontrollierten Teststrecken und auf verschiedenen Straßentypen durchgeführt. Um den Zusammenhang von Verschleiß und Fahrdynamik zu erfassen, werten die Forscher vorhandene Daten aus, führen Fahrversuche durch und simulieren am Fachgebiet Systemdynamik und Reibungsphysik von Prof. Dr. Valentin Popov unterschiedliche Belastungsszenarien. Zentral ist auch die Entwicklung von Körben zur Probennahme, mit denen die Reifenpartikel aus dem Straßenwasserabfluss aufgefangen und anschließend analysiert werden können. Außerdem werden ausgewählte Maßnahmen verifiziert, die den Eintrag von Reifenmaterial in die Oberflächengewässer reduzieren könnten. „Aus den verschiedenen Einflussfaktoren entwickeln wir schließlich eine Bewertungsmatrix, die es Planern, Kommunen und Straßenreinigungsbetrieben ermöglicht, für unterschiedliche Standorte geeignete Maßnahmen abzuleiten“, so Venghaus. Es ist außerdem vorgesehen, die Ergebnisse in nationale und europäische Normen und Regelwerke einfließen zu lassen.

Beteiligt sind neben der TU Berlin, Fachgebiete Siedlungswasserwirtschaft sowie Systemdynamik und Reibungsphysik, die WESSLING GmbH, die Gebr. Kufferath AG (GKD), die Continental Reifen Deutschland GmbH, die Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH (IPS), die Berliner Stadtreinigung (BSR), der ADAC e.V., die Berliner Wasserbetriebe (BWB), die Volkswagen AG und die Ori GmbH.

Prof. Dr. Barjenbruch und Daniel Venghaus - daniel.venghaus@tu-berlin.de [85] - Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft - www.rau.tu-berlin.de/menue/reifenabrieb_in_der_umwelt [86]

 

 

SELECT - Second life assessment of Lithium-ion cells for micro grid energy storage [87]

Strom treibt die menschliche Entwicklung an, aber 1.1 Milliarden Menschen leben ohne diesen. Als Teil einer Lösung baut ein Team des Fachgebiets Elektrische Energiespeichertechnik einen kostengünstigen Akku, der Lithium-Ionen-Zellen aus gebrauchten Notebook-Akkus wiederverwendet. Abgesehen von den geringen Kosten, gibt dieses Projekt Zellen ein zweites Leben, die sonst entsorgt würden. Um die Leistung eines kleinen Netzwerks zu testen, entwirft die Gruppe eine Photovoltaik-Ladestation für E-Bikes, die an der TU Berlin aufgebaut wird. Die Energie, die von den Solarmodulen bereitgestellt wird, wird mit dieser Second-Life-Batterie gespeichert, wodurch die Station unabhängig von der Netzspannung ist.

„Wir danken allen, die uns ihre Batterien zur Verfügung gestellt haben (wir haben mehr als 200 erhalten!), der chilenischen Nationalkommission für wissenschaftliche und technologische Forschung CONICYT und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD für das Stipendium ein Mitglied unseres Teams sowie dem Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin für die Mittel, die für den Bau der Ladestation vergeben wurden!“ (M.Sc. Felipe Salinas, SELECT; FG Elektrische Energiespeichertechnik, Prof. Dr.-Ing. Julia Kowal)]

Prof. Dr.-Ing. Julia Kowal und Felipe Salinas - felipe.salinas@eet.tu-berlin.de [88] - Fachgebiet für Elektrische Energiespeichertechnik - www.tu-berlin.de/?202971 [89] 

 

 

Stadtklima im Wandel [UC]² [90]

Lupe [91]

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm ‚Stadtklima im Wandel [UC]²‘ (2016 - 2019) ist in der Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) verankert. In [UC]² wird ein innovatives Stadtklimamodell entwickelt, das für ganze Städte mikroskalige atmosphärische Prozesse gebäudeauflösend simulieren kann. 

Ziel ist es, ein Instrument zu schaffen, mit dem fachübergreifende Analysen durchgeführt, sowie Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Stadtklimas und der Luftreinhaltung geplant werden können. [UC]² setzt sich aus drei Modulen zusammen: Modellentwicklung (A), Beobachtungsdaten (B) und Praxistauglichkeit (C). Das Fachgebiet Klimatologie koordiniert sowohl das Programm als auch Modul B. Im Rahmen des Teilprojekts ‚Dreidimensionales Monitoring atmosphärischer Prozesse in Berlin‘ (Modul B) führt das Fachgebiet Langzeitbeobachtungen des eigenen Stadtklimamessnetzes Berlin sowie Intensivmesskampagnen durch. Die Daten dienen der Evaluation der Leistungsfähigkeit des neuen Stadtklimamodells, sind aber auch für spezifische Anwendungen in der Praxis einsetzbar. Die Nutzung der Daten erfordert die Entwicklung neuer Konzepte und Analysewerkzeuge einschließlich eines Datenmanagementsystems und eines einheitlichen Datenstandards. Daten und Produkte stehen nach Abschluss der Maßnahme der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ute Fehrenbach - ute.fehrenbach@tu-berlin.de [92] - Fachgebiet Klimatologie - Stadtklima im Wandel [UC]² - www.uc2-program.org [93] - www.uc2-3do.org [94]

 

 

Standards für Nachhaltigkeit – die Europäischen Forschungsprojekte am Fachgebiet für Innovationsökonomie der TU Berlin - STAR4BBI und STAR-Pro-Bio [95]

Lupe [96]
Lupe [97]

Ich bin studentische Beschäftigte am Fachgebiet für Innovationsökonomie der TU-Berlin. Meine Aufgabe ist es die europäischen Forschungsprojekte STAR4BBI und STAR-Pro-Bio zu unterstützen, welche sich mit dem Ausbau der Bioökonomie in Europa beschäftigen. 

Hierbei wird einerseits untersucht, wie das Erstellen und Ändern von europäischen Standards und Regulierungen einen Einsatz von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen erhöhen kann, um Produkte aus konventionellen fossilen Energien zu ersetzen. Andererseits wird das Ziel verfolgt, die Markteinführung von biobasierten Produkten durch die Entwicklung geeigneter Instrumente, die die Nachhaltigkeit eines Produktes beweisen, voranzutreiben (Zertifizierungen, Labels, etc.). Die Projekte haben somit einen sehr aktuellen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit, der sich von unserer Universität bis nach ganz Europa erstreckt. So ist unser Arbeitsumfeld international geprägt und ermöglicht wiederkehrende Perspektivwechsel, die ich für das Thema Nachhaltigkeit als unerlässlich empfinde.

Um noch ein kleines alltägliches Beispiel zu nennen: Auf unserer Etage haben wir Steckdosenleisten angebracht, sodass jeder Rechner eine Steckdose erhält, mit der der eigene Rechner komplett vom Strom genommen werden kann. Sobald die Arbeit also getan ist, machen wir Rechner und Steckdosenleiste aus und ermöglichen uns die notwendige Zeit im „Off“. Ein kleines Beispiel, welches zeigt, dass wir versuchen auch über unser Forschungsarbeit hinaus bewusster mit den Ressourcen umzugehen. Allerdings zeigte sich auch hier, dass selbst diese kleinen Veränderungen oft die Initiative einer einzelnen Person bedurften, die diese Umstellung initiiert. Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei dieser Person für ihren Einsatz bedanken. 

Fanny Wagner - f.wagner@campus.tu-berlin.de [98] - Fachgebiet Innovationsökonomie - Star4BBI - www.tu-berlin.de/?176312 [99] - StarProBio - www.tu-berlin.de/?182234 [100] 

 

 

Super-Kunststoff mit positiver Ökobilanz im Forschungsprojekt DreamCompoundConti [101]

Nachhaltige und gleichzeitig leistungsfähige Produkte sind mehr denn je relevant für die Bereiche Luftfahrt, Kraftverkehr und Medizintechnik. Das Fachgebiet Technische Chemie / Mehrphasenreaktionstechnik erarbeitet in einem von Covestro koordinierten Forschungsprojekts daran mit, die kontinuierliche Herstellung eines neuen thermoplastischen Hochleistungskunststoffs (HPT) im großen Maßstab zu ermöglichen. HPT ist ein durch Spritzguss verarbeitbarer Hochleistungskunststoff, der in einzigartiger Weise zahlreiche gute Eigenschaften vereint. Er ist stabil bei hoher Härte, außerdem beständig gegen Hitze und viele Lösungsmittel. Test-Mengen des neuartigen Materials werden bereits hergestellt.

Eine Besonderheit der Herstellung von HPT besteht darin, dass sie auf sehr gut zugänglichen Basischemikalien beruht. Diese Chemikalien werden ohnehin für die Produktion etwa von Schaumstoffen eingesetzt und müssen somit nicht eigens hierfür hergestellt werden. Ein neuartiges Katalysatorensystem ermöglicht nun erstmalig die Herstellung von HPT aus diesen Basischemikalien. Das spart im gesamten Prozess CO2-Emissionen und Energie ein, weil im Vergleich zur Produktion herkömmlicher Hochleistungsthermoplasten aufwändige Prozessschritte entfallen. 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben über die nächsten drei Jahre mit bis zu 1,5 Millionen Euro – im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA³)“ in der Maßnahme „r+Impuls – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“ (Förderkennzeichen 033R199). Weitere Partner neben dem Koordinator Covestro ist die RWTH Aachen, das Kunststoff-Zentrum Leipzig und der Flugzeughersteller Airbus als assoziierter Partner.

Prof. Dr. Reinhard Schomäcker, schomaecker@tu-berlin.de [102] - Institut für Chemie - www.tu-berlin.de/?37994 [103] 

 

 

Urban Climate Observatory (UCO) Berlin [104]

Das Fachgebiet Klimatologie der TU Berlin untersucht die Wechselwirkungen, d.h. die energetischen Austauschprozesse zwischen der urbanen Atmosphäre und der dreidimensionalen Stadtoberfläche. Dafür wurde das langfristiges Forschungskonzept des Urban Climate Observatory (UCO) Berlin entwickelt.

Dem aktuellen Stand der Forschung entsprechende Messgeräte dienen der Erfassung der Oberflächentemperatur, der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, der kurz- und langwelligen Strahlung sowie der diffusen Himmelstrahlung, der Windrichtung und Windgeschwindigkeit aus allen drei Raumrichtungen sowie der H2O- und CO2-Konzentration in der urbanen Atmosphäre. Insbesondere sollen diese langfristigen Untersuchungen ein Monitoring des CO2-Haushalts, der Ökosystemleistungen innerstädtischer Vegetation, Erkenntnisse über Zusammenhänge zur Stadthydrologie sowie zur urbanen Biodiversität ermöglichen. Dies ist gerade im Hinblick auf die Frage der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie des Klimaschutzes in Städten von zentraler Bedeutung.

Fred Meier - fred.meier@tu-berlin.de [105] - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de [106]

 

 

Zukunftsweisender Umgang mit der Gehölzvegetation historischer Gärten in Zeiten des Klimawandels [107]

Lupe [108]

Die Anpassung historischer Parkanlagen und deren Gehölze an veränderte Klimabedingungen stand im Mittelpunkt des Forschungsprojektes "Zukunftsweisender Umgang mit der Gehölzvegetation historischer Gärten in Zeiten des Klimawandels", gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, welches von 2014 bis 2017 durchgeführt wurde. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten und verschiedenen Fachgebieten der TU Berlin wurden ab 2016 klimatische Messungen im Schlosspark Charlottenburg und dem Neuen Garten in Potsdam durchgeführt, um die parallel laufenden Messungen zum Wachstum von Altbäumen, als auch das Anwachsen von Neuplanzungen, in Zusammenhang zu den klimatischen Standortbedingungen setzen zu können. Verschiedene Bodensubstrate zur Verbesserung der Bodenbedingungen wurden dazu außerdem getestet.

Zum Projektabschluss entstand eine Buchpublikation, welche im Universitätsverlag der TU Berlin erschienen ist und über die Website der Universitätsbibliothek kostenlos heruntergeladen werden kann

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner - daniel.fenner@tu-berlin.de [109] - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de [110] - Publikation - dx.doi.org/10.14279/depositonce-6067 [111] 

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