TU Berlin

Leben an Land - Ziel 15

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Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen - Ziel 15

"Gesunde Wälder, Moore, Böden, Flüsse, Seen und Berge sind Lebensraum und gleichzeitig Grundlage für die Sicherung einer vielfältigen Ernährung, sorgen für saubere Luft und sauberes Trinkwasser und liefern wichtige Rohstoffe. Intakte Ökosysteme wirken temperaturausgleichend und können als CO2-Senken einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ökosysteme mit einer standorttypischen Vielfalt an Arten schützen vor Umweltkatastrophen, wie Überflutungen und Erdrutschen, und sind anpassungsfähiger gegenüber dem Klimawandel. Güter und Dienstleistungen der Natur sind Kapital und Grundlage vieler Wirtschaftszweige und die Existenzgrundlage von uns Menschen. [...] Große Bodenflächen verlieren ihre Fruchtbarkeit, durch Versiegelung gehen überdies viele Lebensräume verloren. Die Artenvielfalt schwindet. Das Insektensterben ist ein aktuelles, besorgniserregendes Phänomen, an dem die Tragweite der Bedrohung von Leben an Land deutlich wird."

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Auf dem Campus der TU Berlin sollen grüne Oasen zum Verweilen einladen

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Die Projekte im Nachhaltigkeitsprojektverbund „Campus-Gestaltung“ haben grüne Oasen im Blick, die zum Verweilen einladen sollen. Die Projektwerkstatt „Benchmark Reloaded“ hat ihren Fokus auf den Campus als Ort der Lehre, des Lernens, der Erholung, der Kommunikation und der Partizipation gelegt. Mit selbst gebauten Freiraummöbeln wollen sie auf dem Campus studentische Arbeitsplätze im Freien schaffen. Das Projekt „Essbarer Campus“ der Projektwerkstatt „Campus in Transition“ möchte einen Obstbaumlehrpfad an der TU Berlin anlegen, der von 20 fruchttragenden Sträuchern und 11 Obstbäumen gesäumt wird. Der Idee des essbaren Campus widmet sich auch das Projekt „CampusGärten Charlottenburg – urbane Landwirtschaft in Lehre, Forschung & Praxis“. Es sieht vor, verschiedene Flächen des Campus Charlottenburg durch urbanes Gärtnern nachhaltig zu nutzen.

https://www.tu-berlin.de/?197225

 

 

Baumbestand der TU Berlin - artenreich, bunt und schön

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Zum positiven Einfluss der Bäume auf das Campusleben

Die Campusnatur stellt einen Teil des Campus und ein Element im Leben an der Universität dar. Die Bäume, insbesondere die großen und mächtigen Bäume, die sogenannten „Baumriesen“ sind zugleich Motiv und Motto für Projekte für Studierende unter Leitung der Stabsstelle SDU

Mit einem Konzept zur Langzeitbeobachtung des Baumbestandes der TU Berlin am Beispiel der Hertzallee, erarbeiteten Studierende eine Grundlage für eine Dokumentation auf Dauer. Damit wurde eine mögliche Bewertung für den „Vorteil zukünftiger gestalterischer Maßnahmen“ geschaffen und eine versachlichte Diskussionsgrundlage für zukünftige Entscheidungen über den Baumbestand mit Daten und Fakten begonnen. Auf einer solchen Grundlage können kontinuierliche Veränderungen besser durch die Planung und Betriebspraxis reflektiert werden.

Wegen der langen Lebensdauer und trägen Reaktionen auf Umwelteinflüsse eignen sich Bäume besonders für Langzeitdokumentationen als Beobachtungsobjekt. Eingriffe in die Umweltbedingungen führen erst zeitversetzt zu Veränderungen des Baumzustandes. Damit wurde nun auf dem Campus der TU Berlin ein erster Schritt unternommen. 

Michael Hüllenkrämer - SDU -  

 

 

Bienen auf dem Campus - ein Paradies für Insekten und Imker

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Wenn es summt um den Kopf von Lars Paasche im PC-Gebäude der TU Berlin, dann sind es nicht immer die Geräte des Elektrotechnikers in seiner technischen Werkstatt. Und es sind auch nicht nur die Doktoranden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihm Reparaturen und neue Versuchsaufbauten besprechen. Lars Paasche ist Hobby-Imker und lässt auf dem Campus der TU Berlin zwei Bienenvölker fliegen. 20 bis 30 Kilo Honig bringen ihm die fleißigen Tierchen jährlich auf den Balkon am PC-Gebäude.

„Ich war sehr glücklich, als ich vor drei Jahren die Erlaubnis bekam, einige Bienenkästen hier auf dem Balkon aufzustellen“, erzählt der Vater einer einjährigen Tochter. „Ich arbeite zwar gern in der Stadt, aber das landwirtschaftliche Arbeiten hat mir irgendwie gefehlt“, erzählt er. Bereits seit sechs Jahren beschäftigt er sich mit der Imkerei, betreibt in der Nähe des Wohnorts seiner Eltern in Wandlitz einen weiteren Bienenstand – dort wird der Honig auch geschleudert – und hilft ehrenamtlich im Bienengarten Charlottenburg. Von der süßen Leckerei ist nicht nur er selbst begeistert, auch die Kolleginnen und Kollegen profitieren davon. „Hier auf dem Campus und im nahe gelegenen Tiergarten sammeln meine Bienen zum Beispiel von Kastanien, von Götterbäumen, Linden und Vergissmeinnicht“, erklärt er. „Für meinen Honig kann ich natürlich keine Sortenreinheit garantieren. Ich kann nur in etwa einschätzen, was die Bienen gerade sammeln“, sagt Lars Paasche bescheiden. Doch sein Honig hat DIB-Qualität, das ist der Standard des Deutschen Imkerbundes – auch was den Wassergehalt des Honigs betrifft, der sehr gering ist. Das hat er prüfen lassen. „Bis zu 60 Pflanzenarten haben meine Bienen demnach besucht“, erzählt er stolz. Tatsächlich scheint es den Bienen in der Stadt besser zu gehen als auf dem Land. Das ist auch seine Erfahrung. „Sie sind geschützter vor Klimaeinflüssen und auch vor Pestiziden.“ Und so ist der 40-Jährige nicht nur beliebte Anlaufstation für Reparaturen an der technischen Einrichtung, für Ideen für Versuchs- und Beleuchtungseinrichtungen, sondern kümmert sich auch gern um das leibliche Wohl von Kollegen- und Praktikantenschar. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung gibt er auch gern seinen TU-Honig ab.

Lars Paasche -  

Patricia Pätzold, "TU intern" 9. Oktober 2017

 

 

MedWater – Nachhaltige Bewirtschaftung von knappen Grundwasserressourcen im Mittelmeerraum

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Die Versorgung von rund einem Viertel der Weltbevölkerung erfolgt über die Entnahme aus Karbonatgrundwasserleitern. Aufgrund von Karststrukturen sind sie hochdynamisch und dadurch besonders anfällig für Verschmutzungen und Klimaveränderungen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung im Sinne der SDGs berücksichtigt nicht nur den Verbrauch durch den Menschen, sondern auch den Bedarf der Ökosysteme und garantiert einen umfassenden und gerechten Zugang zum Grundwasser. Das Verbundprojekt MedWater unter Leitung des Fachgebiets Hydrogeologie entwickelt Strategien und neue Managementwerkzeuge, um die Verfügbarkeit der knappen Grundwasserressourcen in Karstgebieten gerecht und nachhaltig sicherzustellen. Der regionale Fokus von MedWater liegt im östlichen Mittelmeerraum (Israel und Palästinensische Autonomiegebiete) mit Transferstandorten in Frankreich und Italien.  

Die Mittelmeerregion ist bereits heute in vielen Gebieten von Wasserknappheit betroffen und gilt als einer der Hotspots des Klimawandels. Zudem wird die Bevölkerung in der Region im kommenden Jahrzehnt massiv ansteigen; Prognosen gehen von über 651 Millionen Menschen im Jahr 2030 aus – mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2000. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und andere externe Faktoren wie eine zunehmende Verstädterung und veränderte Landnutzung stellen eine große Herausforderung für die Wasserressourcen und Ökosysteme im Mittelmeerraum dar. Die im Mittelmeerraum weit verbreiteten Karstgrundwasserleiter sind davon besonders betroffen.

Hauptprodukt des Verbundprojektes ist ein webbasiertes Entscheidungsunterstützungssystem, das Bewirtschaftungsvorschläge für den Western Mountain Aquifer in Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete liefert. Auf diese Weise werden die Grundlagen für eine effizientere Wassernutzung und den Erhalt vorhandener Wasserressourcen geschaffen sowie der Zugang für alle Bevölkerungsgruppen gesichert. Damit das System genutzt wird, binden die Projektpartner wichtige Stakeholder wie Wasserversorger, Landwirte und Landwirtschaftsbehörden frühzeitig in die Entwicklung ein. Schulungen und Workshops sollen den Wissenstransfer sicherstellen. Das Projekt wird in der Fördermaßnahme Globale Ressource Wasser vom BMBF mit zwei Millionen Euro unterstützt. Projektpartner in Deutschland sind die Universitäten Göttingen, Bayreuth und Würzburg sowie das Büro für Angewandte Hydrologie (BAH) Berlin und VisDat geodatentechnologie GmbH.

Prof. Dr. Irina Engelhardt -  - Fachgebiet Hydrogeologie - Grow Medwater - www.grow-medwater.de

 

 

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