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Keine Armut - Ziel 1

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Armut in allen ihren Formen und überall beenden - Ziel 1

"Die Überwindung von Armut ist die größte Herausforderung der Gegenwart. Armut gibt es in vielen Ausprägungen. Absolute Armut, die mitunter existenzbedrohend ist, ist nicht vergleichbar mit der Situation von Menschen mit niedrigem Einkommen in Deutschland. Beide Formen der Armut müssen jedoch bekämpft werden. Dabei zeigt sich Armut nicht nur durch einen Mangel an finanziellen Ressourcen. Auch in der Bildung, Gesundheit, der Frage wie Menschen wohnen oder wie sie gesellschaftlich sowie politisch teilhaben werden Unterschiede deutlich - auch hier bei uns in Deutschland. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen beobachtet man eine geringere Lebenserwartung, schlechtere Bildungserfolge, weniger berufliche und gesellschaftliche Teilhabe."

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Building Knowledge - Ein neues Schulhaus für ­Umlyngka

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Der Verein Building Knowledge, vertreten durch zwei Architekturstudenten der TU Berlin, wurde Ende 2017 gegründet, mit dem Ziel, eine Schule in Umlyngka im Nordosten Indiens zu erweitern. Obwohl starke Niederschläge das Leben vor Ort bestimmen, ist die Schule nur unzureichend auf den Umgang mit Wasser vorbereitet. Es fehlten ein überdachter Pausenbereich und ein Konzept für Trink- und Brauchwasser. Vereinsmitglieder sind Studierende aus dem Fachbereich Architektur, Handwerker und Geisteswissenschaftler. Anliegen ist die Einbeziehung aller am Prozess Beteiligten, also der Lernenden und der Lehrenden. Im Mittelpunkt stehen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Die Förderung hilft den Studierenden, ihr Projekt zum Erfolg zu führen.

http://www.building-knowledge.de/

 

 

Design-Build Projekt Campus Bella Vista –Landwirtschaftsschule und Internatsgebäude

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In der Debatte um globale Themen wie wachsende Urbanisierung, Landflucht, Klimawandel und Armutsbekämpfung spielt die Suche nach lokal wirksamen Lösungsvorschlägen eine wesentliche Rolle. Für Architekten stellt sich die Frage nach dem Beitrag ihrer Profession in diesem Kontext. 

Das Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion von Prof. Pasel an der TU Berlin hat sich dieser Aufgabe mit einem interdisziplinären und langfristig angelegten Projekt für das andine Dorf Bella Vista in Bolivien gewidmet. In einer internationalen Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Fundación Cristo Vive Bolivia, die sich der Armutsbekämpfung in Lateinamerika widmet, haben 70 Studierende der TU Berlin unter Leitung von Prof. Pasel und seinem Assistententeam den Bau einer Landwirtschaftsschule und eines Internatsgebäudes entworfen, geplant und gemeinsam mit den lokalen Partnern vor Ort eigenhändig umgesetzt. Die seit 2013 laufende Kooperation hat zum Ziel, die von der NGO gegründete Berufsschule Instituto Tecnológico Sayarinapaj für den Bereich Landwirtschaft nicht nur räumlich zu erweitern, sondern vielmehr ein integrales, langfristiges Konzept für einen Agronomie Campus als Vorzeigeprojekt zu entwickeln.

Der Campus, auf dem jungen Menschen eine berufliche Perspektive auf dem Land geboten wird, wird zu einem Innovationszentrum im Bereich der integralen Berufsausbildung, Wasser- und Abfallmanagement und der ökologischen Landwirtschaft in der Region entwickelt. Das Projekt dieser Campus-Erweiterung ist ein Beispiel dafür, wie in einer internationalen Kooperation zwischen Hochschulen, NGO’s und lokalen Handwerkerinnen und Handwerkern relevante Fragestellungen einer sozial- und umweltverträglichen Architekturentwicklung bearbeitet werden können. Die Auseinandersetzung mit Aspekten des Klimawandels wird im Rahmen dieses Projektes auf den verschiedenen architektonischen Ebenen – Konstruktion, Material, Raum – aber auch auf gesamtgesellschaftlichen – Kooperation, Wissenstransfer, Armutsbekämpfung – geführt. Angelegt als Lehr-, Forschungs- und Realisierungsprojekt umfasst die Arbeit an dem Landwirtschaftscampus sowohl die Planungs- als auch die Ausführungsprozesse wie auch die Evaluation und Reflexion.

Prof. Ralf Pasel-Krautheim -  - Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion - CODE –Construction and Design - bellavista.code.tu-berlin.de/projekt

 

 

Wohlstand ohne Wachstum - Ringvorlesung in 2017 und 2018

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In einer universitätsweiten Ringvorlesung mit dem Titel „Wohlstand ohne Wachstum“ wurde bereits im Wintersemester 2012/13 eben dieses Thema an der TU Berlin intensiv beleuchtet. Doch sind die Themen einer nachhaltigen Postwachstumsgesellschaft weiterhin so drängend wie nie. Deshalb wurde der Vorschlag der Mitglieder des Nachhaltigkeitsrats, sich mit dem Buch "Prosperity without Growth" von Prof. Tim Jackson zu befassen, aufgegriffen und weiterentwickelt zu einer Neuauflage der Ringvorlesung "Wohlstand ohne Wachstum" zwischen Mai 2017 und Juni 2018.

Wie können die verfügbaren Ressourcen der Welt gerecht und nachhaltig von 8 Milliarden Menschen genutzt werden? Wie sehen Alternativen zu einer auf Wachstum orientierten Ökonomie aus? Wie stark ist die Orientierung auf kontinuierliches Wirtschaftswachstum für den Raubbau an der Natur verantwortlich? 

Diese Leitfragen standen bei der Auswahl der Vortragenden und Vorträge im Vordergrund. "Das Dogma, dass hinreichendes Recycling und regenerative Energien eine stetig wachsende Gesellschaft nachhaltig ernähren können, stand auf dem Prüfstein", so Dr. Franz-Josef Schmitt, Organisator der Ringvorlesung 2017/18.

Am 01.06.2017 gab es im Rahmen der "Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2017" den Auftakt. „Auch wenn die Hoffnung auf "Grünes Wachstum" verheißungsvoll ist: Technischer Fortschritt allein wird nicht ausreichen, um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen“, so Prof. Ulf Schrader, Leiter des Fachgebiets Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum an der TU Berlin. Diese Diskussion setzte im Wintersemester Dr. habil. Norbert Reuter, Leiter der tarifpolitischen Grundsatzabteilung von ver.di mit seinem Vortrag "Wohlstand ohne Wachstum. Herausforderungen für die gewerkschaftliche Arbeit" fort. Am 11.01.2018 schließlich füllte Tim Jackson, Prof. für Sustainable Development am Centre for Environmental Strategy der Universität Surrey, das Audimax mit über 800 Zuhörenden und Diskutierenden zum Thema „Prosperity without growth. Foundations for the economy of tomorrow“ seines gleichnamigen Buchs. Gleich zwei Vorträge folgten am 08.02.2018, nämlich „Fairer Handel als entwicklungspolitisches Instrument“ von Kurt Damm, Bildungsreferent und Gutachter entwicklungspolitischer Projekte in Unterstützung von Transfair Deutschland und Initiative Faires Berlin e.V. und „SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion: Verantwortung und Umsetzungsmöglichkeiten im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf“, von Lidia Perico, Projektkoordinatorin beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

„Die Cradle-to-Cradle (C2C - deutsch: "von der Wiege bis zur Wiege") Denkschule steht für ein positives Menschenbild mit einem positiven Fußabdruck“, so Tim Janßen, geschäftsführendender Vorstand und Mitbegründer des gemeinnützigen Cradle to Cradle e.V. am 26.04.2018 und schließlich Peter Victor, Professor emeritus in Environmental Studies at York University, der zum Abschluss die Thesen seines Buchs „Managing without Growth. Slower by Design, not Disaster“ am 18.5.2018 vorstellte.

"Dies fasst das Problem wirkungsvoll zusammen: Entweder wir steuern gezielt um oder die Konsequenzen des Raubbaus werden uns überrollen", so Franz-Josef Schmitt. Die "Fridays for Future"- Bewegung hat in diesem Sinne ein unausweichliches Argument vorgebracht: „Alles, was bisher an ökonomischen Gründen gebracht wird, den Klimawandel nicht rasch und beherzt zu stoppen, wird sich selbst Lügen strafen, wenn uns die Zukunft überrollt hat und die ökonomische Retrospektive deutlich machen wird, dass es nicht nur menschlich und ökologisch sondern auch ökonomisch sinnvoller gewesen wäre, frühzeitig zu handeln.“

Dr. Franz-Josef Schmitt -  - www.tu-berlin.de/?190860

 

 

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