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TU Berlin

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Energie und Ressourcen

Die durch den Liegenschaftsbetreiber Abteilung IV - Gebäude- und Dienstemanagement – der TU Berlin sichergestellte Versorgung der Universität mit Medien und Energie schließt auch das Monitoring und das Berichtswesen mit ein. Das in Abteilung IV angesiedelte Energiemanagement berichtet jährlich im Energiebericht über den Stand und die Entwicklung der Verbräuche und Nutzung sowie über Maßnahmen und Projekte zur Optimierung. Die folgenden Unterkapitel sind dem Energiebericht für den Berichtszeitraum 2017 entnommen.

Bezogen auf Bauweise und Bausubstanz handelt es sich bei den in ca. 150 Jahren entstandenen Bauten der TU Berlin um einen heterogenen Gebäudebestand aus mehreren Bauepochen, der bis in die Gegenwart den aktuellen Anforderungen an Lehre und Forschung angepasst wird.

In den letzten Jahrzehnten konnten für erforderlich werdende Sanierungen des Gebäudebestandes nicht genügend Mittel zur Verfügung gestellt werden, so dass der durch den entstandenen Sanierungsrückstau hohe Sanierungs- und Modernisierungsbedarf des Gebäudebestandes bemerkenswert ist. Das trifft auf die baulichen und fachtechnischen Komponenten zu. 

Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2017, in Ausnahmefällen wurden Abschätzungen getroffen (z.B. bei unterjährigen Betriebskostenabrechnungen von Mietobjekten). Die tendenzielle Entwicklung wird aber augenscheinlich auch hier bestätigt.

Die auf das Kalenderjahr bezogenen dargestellten Verbräuche und Kosten der Medien wurden auf 364 Tage extrapoliert und bei der Wärmeabnahme temperaturbereinigt. Diese weichen naturgemäß von den Ergebnissen des Haushaltsjahres ab.  Bei der dargestellten Wasserabnahme beziehen sich die Angaben auf den Abrechnungszeitraum, der je nach Abnahmestelle sehr stark schwankt. Diese wurden aber ebenfalls auf 364 Tage extrapoliert.

www.tu-berlin.de/?30639 

 

 

Elektrische Energie

Der über die letzten Jahrzehnte zu beobachtende Anstieg des Verbrauches elektrischer Energie hat sich auch im Jahr 2017 nicht fortgesetzt. Zweifellos greifen hier Maßnahmen im Rahmen von Sanierungen speziell der Gebäudetechnik und des Energiecontrollings/Energiemanagements.

 

Entwicklung des Stromverbrauchs

Darüber hinaus ist, wie schon in den vorhergehenden Jahresanalysen dargestellt, die Entwicklung im Verbrauch elektrischer Energie weiterhin gekennzeichnet dur

  • die absolute Zunahme von halbindustriellen Forschungs- und Versuchsständen durch die Umsetzung     von Clustern, Sonderforschungsbereichen und die Realisierung von Berufungszusagen. 
  • die Steigerung der Einwerbung von Drittmitteln, die unmittelbar zu einer Steigerung der Nutzungsintensität von Versorgungseinrichtungen führen.

  • die Vermietung von Flächen, die durch intensive experimentelle Arbeit und intensive Nutzung hoch technisierter Versuchsstände gekennzeichnet sind.

  • die Zunahme von Veranstaltungen

  • die Anmietung von Flächen, die sowohl zu Mehrverbräuchen als auch zu anderen (kostenintensiveren) Versorgungstarifen auf Grund der möglichen Versorgung durch den Vermieter führen können, wobei eine Einbeziehung in Rahmenverträge mit Energieversorgern u.U. nicht möglich ist. 

  • die Erweiterung der Nutzungszeiten bis in die späten Abendstunden und in die Wochenenden, wo aber bereits eine hohe Nutzungsintensität erreicht ist.

Die intensivere Nutzung von Flächen führt zu einer Erhöhung des Versorgungsbedarfes. Der Verbrauch wird im Wesentlichen durch wechselnde Bedürfnisse von Lehr- und Forschungsaufträgen, einschließlich der Erhöhung von Nutzungszeiten, die energetischen Bedürfnissen von Forschungseinrichtungen und den verstärkten Einsatz von Kältemaschinen und dem Betrieb von Lüftungsanlagen, bestimmt.

Grundsätzlich kann man bei der Durchsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung beim Einsatz von Energie von der Zielstellung der Dämpfung des Anstiegs von Kosten und Verbräuchen, weniger von einem absoluten Rückgang sprechen. Erkennbar ist ein, wenn auch moderater, Anstieg des Bedarfes der elektrischen Versorgung, einschließlich der erforderlichen raumklimatischen Bedingungen für die EDV. Im Jahr 2017 wurden zum Betrieb des Rechenzentrums bei derzeitiger Auslastung ca. 3.237.350 kWh (+ 5 % gegenüber 2015) Elektro-Energie zum Betrieb aufgewendet (Hier ermöglichten die niedrigen Außentemperaturen im Sommer 2017 einen hohen Anteil des Betriebes der freien Kühlung, damit deutlich reduzierte Aufwendungen für die direkte Kälteerzeugung im Leistungsbetrieb von Kältemaschinen).

Spezifischer Verbrauch je Gebäude

Beispielhaft für den notwendigen, darüber hinaus gehenden Versorgungsaufwand für die EDV (Stichwort Digitalisierung) sind die Jahres-Aufwendungen für die Qualifizierung der Netzwerke, deren wachsende, und zum Teil aktuell formulierte Anforderungen an die Versorgung und speziell die Klimatisierung von Wiring Centern. Dies führt zwangsweise zu kaum noch kalkulierbaren Mehraufwendungen. Hieraus ergeben sich kaum noch Möglichkeiten zum Vergleich und zur Bewertung von Verbrauchsdaten. Es ist erkennbar, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren sich noch weiter fortsetzen wird. Selbst vergleichende Betrachtungen innerhalb von Gebäuden sind unter diesem Gesichtspunkt kaum belastbar. Die Abbildung einer deutlichen Verbrauchsreduzierung im Gebäude EW dürfte langfristig kaum belastbar sein, da dies durch temporäre technisch bedingte Lüftungs- und Kälteleistungsreduzierungen erreicht wurde.

 

 

 

Wärmeenergie

In den letzten Jahren konnte der Anteil der Fernwärme an der Wärmeversorgung der TU Berlin kontinuierlich gesteigert werden. Energieträger wie Erdöl und Gas konnten reduziert werden, elektrische Nachtspeichergeräte ganz abgeschafft werden. 

Energieträgerstruktur an der Wärmeversorgung

Um den Einfluss der Witterung zu berücksichtigen, wird der Wärmebedarf grundsätzlich gemäß VDI 3807 mit Klimafaktoren witterungsbereinigt dargestellt. In der Regel wird in den vorliegenden Darstellungen der Wärmebedarf grundsätzlich witterungsbereinigt dargestellt, nicht jedoch die Kosten, die den real fälligen Wert widerspiegeln. 

Der Verbrauch der Wärmeenergie ist seit Jahren rückläufig, auch wenn im Berichtszeitraum eine Stagnation beobachtet werden kann. 

Entwicklung des Wärmeenergieverbrauchs

Die Entwicklung beim bereinigten Verbrauch hat sich im Abrechnungsjahr grundsätzlich fortgesetzt. Die Abhängigkeit vom Profil der Außentemperaturen kann durch die Witterungsbereinigung nicht vollständig aufgefangen werden.

Spezifischer Verbrauch je Gebäude

Es besteht auch hier ein Zusammenhang mit den Elektroenergieverbräuchen, die bei erhöhten Wärmelasten in den Gebäuden sowohl zur Heizenergiereduzierung in der Heizperiode beitragen können, aber gleichzeitig bei Sorptionskühlung zu höheren Verbräuchen führen.

Entwicklung des spezifischen Verbrauchs der Wärmeenergie

 

 

Wasser und Abwasser

Die Schwankungen des Wasserverbrauchs sind auf unterschiedliche Abrechnungszyklen sowie Umbaumaßnahmen an Heizungs- und Kühlkreisläufen zurückzuführen (Ausnahme im Jahr 2012 ein Wasserrohrbruch: siehe Umweltbericht 2013 der TU Berlin, Seite 26). Maßnahmen zur Reduzierung der Wasserverbräuche insbesondere durch den Einsatz moderner Kühltechnik in geschlossenen Systemen sind weitgehend abgeschlossen.

Entwicklung des Wasserverbrauchs

 

 

 

Treibhausgase

Die Bilanz der Klimagase der TU Berlin umfasst derzeit ausschließlich die betrieblichen Emissionen durch den Verbrauch von Energie und Wasser. Andere maßgebliche Faktoren wie Dienstreisen und Pendelverkehr können derzeit nicht erfasst und monitoriert werden.

Treibhausgasemissionen der TU Berlin

In dem gültigen Stromliefervertrag erhält das Land Berlin 100% sogenannten „Grünen Strom“. Der Lieferant hat dazu dem Land Berlin eine Eigenerklärung über die Herkunft des Stroms bei der Abgabe des Angebotes geliefert (neben EE-Strom kommt noch Strom über EECS=European Energy Certificate System dazu). Der CO2-Faktor beträgt 0 g/kWh. In der Bilanz werden jedoch zusätzlich Vorkettenemissionen (Golücke 2018, Klimaschutzkonzept HNEE) berücksichtigt. Für den Stromliefervertrag lauteten die Mindestanforderungen des Landes Berlin, dass

  • die gesamte Liefermenge atomstromfrei ist. 

  • der zu liefernde Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammen muss.

  • der CO2-Faktor 0 g/kWh betragen muss.

  • der Lieferant sich verpflichtet, im jeweiligen Lieferjahr Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen oder kleinen KWK-Anlagen in Betrieb zu nehmen, deren Leistung mindestens 5% der Gesamtleistung des Summenlastgangs der ausgeschriebenen Lose entspricht (Investitionsleistung in Neuanlagen).

Die abgegebene, vertraglich fixierte Eigenerklärung des Lieferanten beinhaltet auch die Verpflichtung zur Inbetriebnahme von Anlagen zur

Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen mit einer Leistung von 15%, mindestens jedoch 5 % des Summenlastganges des Loses.

Zur unabhängigen Bewertung wird in der Bilanz zusätzlich der Treibhausgas-Anteil durch elektrische Energie angegeben, der mit dem CO2-Äquivalent des sogenannten Strom-Mix für die Bundesrepublik Deutschland (UBA, Entwicklung der spezifischen Kohlendioxidemissionen, 2018) berechnet wurde.

Auf Grund des hohen Fernwärmeanteils und der damit verbundenen Kopplung an Modernisierungsmaßnahmen in der Wärmeversorgung durch die Energieversorger konnte in der TU der jährliche CO2-Ausstoß für die Deckung des Wärmebedarfes seit dem Jahr 2001 gesenkt werden. In diese positive Umweltbilanz wirkt auch die Tatsache, dass durch die bewusste langfristige Förderung des Fernwärmeeinsatzes in den Liegenschaften der TU ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet wird. Die Lieferung der Fernwärme durch den Energieversorger erfolgt auf Grund der mit 93,2% Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Wärme mit einem zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,567, welcher beim Einsatz von Heizöl oder Gas doppelt so hoch ist. So wurde auch dafür Sorge getragen, dass die der TU seit Ende 2012 neu zur Verfügung stehenden Liegenschaften über entsprechende Fernwärmeversorgungsverträge versorgt werden.

Energiemanagement - www.tu-berlin.de/?30639 

 

 

Kostenentwicklung der Versorgung

Der Bezug der für die Versorgung der TU-Flächen benötigten Medien im Berichtsjahr 2017 verursachte Kosten in Höhe von mehr als 16 Mio €. Der größte Anteil mit 63 % der Kosten wird dabei für den Bezug elektrischer Energie aufgewendet.

Kostenstruktur des Bezugs von Medien und Energie

Grundsätzlich sind die Preise aller Energieträger über Preisgleitklauseln an den statistischen Weltmarktpreis vom Öl gebunden. Daraus lässt sich die Stagnation der letzten Jahre ableiten. Die Höhe der Mischkosten wird zusätzlich maßgeblich durch die Tarifgestaltung bei Vertragsabschluss und die Entwicklung von Abgaben (u.a. Steuern, Abgaben) bestimmt.

Entwicklung der spezifischen Kosten

Langfristig ist jedoch weiterhin mit einem Anstieg der Energiekosten zu rechnen, der auch durch den stattfindenden Klimawandel und die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung forciert wird. Damit werden Maßnahmen zum effizienten und suffizienten Umgang mit Medien und Energie weiter an Wichtigkeit gewinnen.

 

 

Fach- und bautechnische Maßnahmen

Grundsätzliche Entwicklung

Ausgehend von der Weiterführung langfristiger Zielstellungen werden beispielhaft Maßnahmen vorgestellt, die Energieeinsparung und effiziente Energienutzung zum Ziel haben. 

Derzeit erfolgt eine umfangreiche Erweiterung und Modernisierung der Gebäudeleittechnik, bei gleichzeitiger Erweiterung und Ausbau des Energiemanagementsystems zur Datenerfassung und Analyse der Energieverbräuche mit dem Ziel:

  • Weitestgehend lückenlose Zuordnung von Verbrauchs- und Kostendaten zu Räumen und Gebäuden mit maximaler Zeitnähe und Genauigkeit

  • Zuordnung von Verbrauchsdaten zu Ausrüstungen in Räumen und Gebäuden

  • Benchmarking - Energiesparmaßnahmen

  • Einsparungen von Bearbeitungszeit durch die Bündelung von Leistungen

  • Zunehmende Ablösung von manuellen Eingaben durch automatische Datenerfassung

  • Eine verursachungsgerechtere (ggf. berechnete) Massen- und Kostenzuordnung der Energieverbräuche

  • Trendberechnung

  • Kostenanalysen

Als weitere Schwerpunkte sind erkennbar:

  • Weiterführung der Maßnahmen zur Optimierung der Raumbeleuchtung bei gleichzeitiger Herstellung der vorgeschriebenen Beleuchtungsstärke.

  • Zunehmender Einsatz von effektiver Beleuchtungstechnik. 

  • Der weitere Ersatz von offenen wassergekühlten Kältemaschinen durch geschlossene Systeme oder luftgekühlte Maschinen, Aufbau und zunehmende Einbindung von dezentralen Abnehmern von Kälte in eine zentrale Versorgung. Damit Schaffung der Möglichkeiten für ein Kältemanagement.

  • Weiterführung der Optimierung des Betriebes ausgewählter Einrichtungen (Rechenzentrum, Bibliothek, TIB-Gelände, Gebäude EW, H u.a.).

  • Modernisierung und Optimierung von Heizungsanlagen und -verteilungen (Gebäude EW und HL).

  • Erweiterung des Einsatzes von effizienter Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.

 

Maßnahmen im Berichtszeitraum 2018

Hier lassen sich beispielhaft folgende Schwerpunkte in den Gebäuden benennen:

2015/2016 begann die Fassaden- und Fenstersanierung im Gebäude EB aus dem 19. Jahrhundert. Vorgenommen werden die energetische Verbesserung der Fenster durch neue Floatverglasung und zusätzliche Dichtung der Innenfensterflügel, sowie Montage von Außenjalousien im Süd- und Westbereich.

In der Bibliothek wird das Energiemonitoring TU-intern weiter durchgeführt. Zusätzlich wurde mit Inbetriebnahme im April 2017 in enger Zusammenarbeit mit dem Initiator, dem Energieseminar (Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik, Prof. Ziegler) durch den Solar Powers e.V. eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bibliotheksgebäudes in der Fasanenstraße in Betrieb genommen und bereits im ersten Jahr 2017 ca. 22.200 kWh in das TU-Netz eingespeist. Mittelfristig wird im Rahmen eines Forschungsvorhabens die Regenerierung der Funktion des unter der Bibliothek befindlichen Wärmespeichers angestrebt.

Der Umbau und die Modernisierung des Gebäudes GG-N für den Umzug des Fachgebietes Energie- und Umweltverfahrenstechnik wird u.a. für die Errichtung von raumlufttechnischen Anlagen mit Wärmerückgewinnung und die komplette Erneuerung der MSR-Technik genutzt. Zusätzlich wird eine Fassadensanierung vorgenommen: Es wird ein mineralisches Wärmedämm-Verbundsystem zur Verbesserung des Wärmeschutzes angebracht sowie ein Fensteraustausch auf Holzfenster mit Wärmeschutz-Isolierverglasung gem. EnEV vorgenommen und außenliegender Sonnenschutz installiert. Türen und Dach werden ebenso in die Sanierung einbezogen. 

Besondere Erwähnung verdienen die Weiterführung von Maßnahmen zur Modernisierung, wie z.B. einiger Lüftungsanlagen im Gebäude EW und auf dem TIB-Gelände und deren Einbindung in die Gebäudeleittechnik. Durch die durchgeführten Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung im TIB-Gebäudekomplex durch den Einsatz neuer, effektiverer Technik für Lüftungsanlagen wird eine Energieeinsparung aber auch die Erhöhung der Zuverlässigkeit erwartet. 

Im EW-Gebäude wurde mit der grundlegenden Sanierung der Heizzentrale auch großer Wert auf eine energetisch effektive Verteilung und den Betrieb der Lüftungstechnik gelegt. 

 

Ausblick

Verstärkt wird auf die Verknüpfung von Forschung und Betrieb Wert gelegt. Ergebnisse, die im Rahmen von Forschungsprojekten ermittelt werden, sollen dabei gleich einer Optimierung des technischen Betriebs der TU Berlin zu Gute kommen.

Durch das in Etappen, bis zu 10 Jahre laufende, durch das BMWi geförderte Forschungsprojekt HCBC (HochschulCampus Berlin-Charlottenburg) EnEff gibt es eine gute Voraussetzung, mit der möglichen Campusentwicklung, auch bezogen auf die Energieversorgung, Potenziale zur Nutzung von Synergien zwischen der TU Berlin und der City West aber auch zu anliegenden Institutionen wie der UdK zu nutzen. Hier sind u.a. der Auf- und Ausbau von Energieverbünden, eine koordinierte Raumnutzung z.B. bei Konferenzen, aber auch die Durchführung von gemeinsamen Projekten weiter zu entwickeln. 

  • Minimierung des Energieverbrauches 

  • Einsatz effizienter Technologien

  • Energieeffiziente Gebäude und energieeffizienter Gesamtcampus

  • Erweiterung der Nutzung erneuerbarer Energien

Ergebnisse und Erkenntnisse der Forschungsarbeit fließen beispielhaft unmittelbar in die langfristige Vorbereitung von konkreten Bau- und Versorgungsprojekten ein.

Das Forschungsprojekt ENGITO identifiziert Potentiale für Energieeinsparungen im Bereich der Anlagentechnik in Berliner Nichtwohngebäuden wie Bildungseinrichtungen, Verwaltungsgebäuden, Sportstätten und sozialen Einrichtungen. Es wird untersucht, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen mit niedrigem Investitionsaufwand in diesen Liegenschaften zu Einsparungen führen können.

Die Projektlaufzeit geht von 2017 bis 2020. Das interdisziplinäre Projekt wird in Kooperation des Fachgebiets Maschinen- und Energieanlagentechnik (ETA) und des Zentrums Technik und Gesellschaft (ZTG) an der Technischen Universität Berlin durchgeführt.

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler (ETA) und Prof. Dr.-Ing. Dr.-phil. Martina Schäfer (ZTG).

Energiemanagement - www.tu-berlin.de/?30639 

 

 

Verhaltensbasierte und geringinvestive Maßnahmen

Information und Unterstützung durch die Umweltbeauftragten bei SDU

Im Rahmen der klassischen Maßnahmen mit direktem Bezug zu den Gebäudenutzenden sind an der TU Berlin bereits in den letzten zwei Jahrzehnten etliche Aktivitäten und Möglichkeiten geschaffen worden, durch Verhaltensänderung und Kleininvestitionen dezentral Einsparpotenzial bei den Energieverbräuchen zu heben. Dazu gehören beispielsweise:

  • Merkblatt „Energie sparen“ mit praxisnahen Tipps und Infos

  • Intranet-Informationssystem mit Praxistipps, Infos und Unterstützungsmöglichkeiten durch die TU Berlin

  • Jährlich angebotene Weiterbildungen zum Thema Energie und Wasser

  • Persönliche Beratung im Rahmen von Begehungen

  • Kostenlose Bereitstellung von Schaltsteckdosen zur Trennung von elektronischen Geräten vom Stromnetz (Vermeidung Standby)

  • Kostenloser Verleih von Energiemessgeräten zur Identifikation relevanter Verbraucher

  • Investitionsunterstützung beim Austausch von energieintensiven Altgeräten durch effiziente Neugeräte

 

Projekt Echo – Energieeffizienz und CO2-Einsparung an Hochschulen

Das Verbundprojekt ECHO - Energieeffizienz und CO2-Einsparung an Hochschulen verfolgte die Entwicklung einer Energiesparkampagne zur Förderung energieeffizienten Verhaltens an Hochschulen. Hauptziele waren dabei, vor Ort Energiesparteams (Kernteams) auszubilden und diese bei der Kampagnendurchführung zu unterstützen. Das ECHO-Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie vom Projektträger Jülich gefördert. Über seine Laufzeit vom 01.01.2016 bis 31.12.2018 wurden an den teilnehmenden 10 Hochschulen zwei Kampagnenzeiträume durchlaufen, in denen ECHO zunächst im kleinen Rahmen erprobt und an ausgewählten Einzelgebäuden durchgeführt wurde.

An der TU Berlin wurde ECHO in zwei Gebäuden durchgeführt:

  • FH (Fraunhoferstraße 33)

  • MAR (Marchstraße 23)

Im ersten Projektschritt (Heizperiode 2016/2017) wurde die Kampagne im FH-Gebäude durchgeführt, das Gebäude MAR diente als Referenzgebäude. Im zweiten Projektschritt (Heizperiode 2017-2018) wurde die Kampagne auf MAR ausgeweitet.

Für das Projekt wurde ein Energieteam ins Leben gerufen, das fachübergreifend das Projekt gesteuert hat. Vertreten waren neben dem Umweltbeauftragten und dem Energiemanagement auch ein Student, ein Wissenschaftler und zwei Mitarbeiterinnen aus Einrichtungen aus den Häusern. Zudem konnte aus jeder Einrichtung eine Person als Multiplikator gewonnen werden.

Kern der Kampagne war, für eine geringe Anzahl an prägnanten Einspartipps über verschiedene Formate die Sensibilisierung anzuregen und zu einer Selbstverständlichkeit im Handeln werden zu lassen. Die Tipps waren so ausgewählt, dass durch sie die größten beeinflussbaren Aspekte mit keinem oder sehr geringem Mehraufwand berücksichtigt werden konnten. Zu den Aspekten gehörten beispielsweise das Lüftungsverhalten oder die Vermeidung von Standby.

Durch Nutzungsänderung in den Gebäuden, insbesondere Verdichtung der Arbeitssituation hat es im Projektzeitraum eine Intensivierung der Nutzung gegeben, die zwar beobachtet wurde (Einzug neuer Fachgebiete und Einrichtungen), aber nicht quantifiziert werden konnte. Dementsprechend war das Projektergebnis, bei dem im Beobachtungszeitraum eine Erhöhung der elektrischen Verbräuche festgestellt wurde, nicht überraschend. Festgestellt wurde jedoch eine Dämpfung des Anstiegs im Interventionsgebäude FH gegenüber dem Referenzgebäude MAR. Hieraus ist eine relative Reduktion der individuellen Verbrauchswerte ablesbar.

Im Bereich elektrischer Energie konnte festgestellt werden, dass der Verbrauch im Interventionsgebäude im Mittel um 0,25% p.a. anstieg, während er im Referenzgebäude um 2,63% anstieg. Für die Heizenergie ergibt sich eine Reduktion des Verbrauchs im Interventionsgebäude um 8,6%, im Referenzgebäude nur um 4,2%. Die fehlende Witterungsbereinigung ist bei relativer Betrachtung bedeutungslos.

Daraus lässt sich die jährliche Einsparung, die durch die Maßnahmen des ECHO-Projektes erreicht werden konnten, für die beiden betrachteten Gebäude auf folgende Werte abschätzen:

  • Elektrische Energie: 31.700 kWh/a

  • Wärmeenergie: 45.900 kWh/a

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