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TU Berlin

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Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern - Ziel 8

"Die Globalisierung birgt viele Chancen für mehr Wohlstand. Jedoch profitieren nicht alle auf gleiche Weise von den Vorteilen der Globalisierung. Wenn es beispielsweise um gute Arbeit mit sozialen Mindeststandards und adäquaten Löhnen geht, stehen wir international immer noch vor vielen Herausforderungen. Viele Produkte und Rohstoffe unseres täglichen Lebens stammen aus dem Ausland, häufig aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Gleichzeitig verkaufen deutsche Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen in fast alle Länder der Erde. [...] Bis 2030 will die Staatengemeinschaft weltweit nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern."

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Brandschutz an der TU Berlin

Lupe

Brandschadenereignisse, durch Menschen verursacht

Auch im Berichtszeitraum 2017/18 ist die TU Berlin von Schadenfeuern nicht verschont geblieben.
Durch eine schnelle Detektion und anschließende Intervention wurde größerer Schaden unterbunden.  Damit gingen das schnelle und richtige Reagieren der eingesetzten Kräfte einher.

Im März 2018 wurde der Ordnungsdienst zu einem Feuer in der BIB gerufen. Anlass war eine Brandstiftung in einer WC-Anlage. Ein Handtuchspender wurde angezündet. Ein ordnungsgemäßer Löschversuch konnte den Brand beenden.

Im April 2018 entstand ein kleines Feuer in einem mit Lichtschacht am Architekturgebäude. In ihm befand sich altes und trockenes Laub, das sich entzündete und stark qualmte. Ursache war eine brennende Zigarette, die dort hineingeworfen wurde. Durch aufgestellte Fenster und Türen im Kellerbereich zog der Brandrauch durch große Teile des Hauses. 

In den beiden Fällen wurde toxische Brandrauche freigesetzt. Dass diese natürlich ungereinigt in die Umwelt gelangen, ist plausibel. Somit ist die Vermeidung eines jeden Feuers auch ein aktiver Beitrag zum Schutz der Umwelt. 

Diese beiden Brände spiegeln die Realität wieder. An der Universität finden mutwillige Brandstiftungen überproportional statt. Auch ist es die sorglose Umgehensweise mit Brandpotentialen. Wichtig ist, das eigene Verhalten immer wieder zu prüfen und ggf. zu ändern sowie mit offenen Augen auf Auffälligkeiten zu achten, um ein rechtzeitiges Eingreifen und eine schnelle Bekämpfung eines Feuers zu ermöglichen. 
Daraus ergibt sich, dass die Schulung im Brandschutz für alle ein aktiver Beitrag zur Sicherheit und zum Umweltschutz ist.

Im Oktober 2018 kam es zu einem fehlerhaften Feueralarm in der alten Bibliothek im Hauptgebäude. Staubende Bauarbeiten und aktive Rauchmelder vertragen sich eben nicht. Durch eine bereichsweise Alarmierung konnte erreicht werden, dass nicht das gesamte Haus geräumt werden musste. Leider führte es zu Missverständnissen, wen der Alarm tatsächlich betrifft. Aus diesem Grund wird es eine angekündigte Alarmierung zu Schulungszwecken geben.

Eine erheblich größere Zahl von kleinen Bränden, bei denen keine Feuerwehr notwendig wurde, war zu verzeichnen. Hier konnte aber durch den gezielten und geschulten Einsatz eines Feuerlöschers ein größerer Schaden verhindert werden. Aus diesem Grund sei hier aufgerufen, an Weiterbildungsmaßnahmen und Brandschutzübungen teilzunehmen.

Brandschutzübungen 

Die regelmäßigen Brandschutzübungen fanden unter verschiedenen Schwerpunkten statt. 
So wurde beispielsweise auf einem Außenstandort im neuen und erweiterten Gelände Gärungsgewerbe und Getreideverarbeitung eine Übung durchgeführt. Zum zweiten Mal haben wir im Bereich Campus Charlottenburg unsere Brandschutzübung in englischer Sprache durchgeführt. Insgesamt konnten wir damit über 160 Mitglieder der TU in der theoretisch und praktischen Brandbekämpfung schulen. Hier werden bereits systematisch die neuen Auszubildenden der TU Berlin einbezogen, bevor sie mit der eigentlichen Ausbildung beginnen. 

Menschen mit Behinderungen
In den Schulungen im Brandschutz wird immer wieder auf das richtige Verhalten im Brandfall hingewiesen. Hierbei wird dem schnellen und sicheren Verlassen des Hauses eine sehr hohe Priorität eingeräumt. Das ist für den überwiegenden Teil der TU-Mitglieder recht problemlos. An der TU arbeiten und studieren aber viele Mitglieder, die mit einem Handicap leben müssen. Das Stichwort Inklusion muss auch beinhalten, dass unseren eingeschränkten Kolleg*innen und Kommiliton*innen im Brandfall eine größere Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. 

Dieses Thema wurde im Arbeitskreis barrierefreies Bauen und in verschiedenen Baubesprechungen immer wieder aufgeworfen. Grundsätzlich geht bei der Feuerwehr die Personenrettung vor der Brandbekämpfung. Jede gehandicapte Person, die sich selbst in Sicherheit bringen kann, beschleunigt auch den Beginn einer Brandbekämpfung.

Neben zentralen Regelungen sind auch die einzelnen Bereiche, z.B. Fachgebiete, gefordert, für ihre örtlichen Bedingungen die Personenrettung im Brandfall zu berücksichtigen und in die jährlichen Sicherheitsunterweisungen zu integrieren. Die zentrale Stabsstelle SDU unterstützt bei der Suche nach Lösungen.

Brandschutz und Zweisprachigkeit

Wichtiger Teil des Brandschutzes sind die öffentlich ausgehängten Brandschutzordnungen „Verhalten im Brandfall“. Diese wurden und werden sukzessive durch den Betreiber Abteilung IV ausgetauscht und durch zweisprachige ersetzt. 

TU-Notruf

Einmal im Monat wird das Notrufsystem der TU Berlin überprüft. Es wird dabei kurzzeitig eine Konferenzschaltung mit der Berliner Feuerwehr und der Berliner Polizei aufgebaut. So können sowohl die Funktion geprüft als auch die Beschäftigten praktisch eingewiesen werden. Dies dient zur schnellen Informationsweitergabe an die hilfeleistenden Stellen. 

Bauvorhaben
Mehrere Gebäude oder deren Teile wurden mit einer Brandmeldeanlage ausgerüstet oder die bestehende wurde erneuert. Neben einer Erhöhung der Sicherheit liegt der Bezug zum Umweltschutz in einer besseren Detektion. Bei einer frühen Detektion von Brandereignissen reduzieren sich die freigesetzten toxischen Brandgase um einen ganz erheblichen Umfang. 

Hausalarmproben
Auch im betrachteten Zeitraum wurden diverse Hausalarmproben durchgeführt. 
Diese Schulungsform ziehen wir einer vollständigen Hausräumung vor. Die Verantwortlichen erhalten im Vorfeld Schulungsmaterial, um das damit notwendige verbundene Verhalten bei den Nutzern zu schulen. Damit kann eine höhere Akzeptanz gegenüber einer Totalräumung erreicht werden: Forschung und Lehre muss nur für einen sehr kurzen Zeitraum unterbrochen werden. Dennoch lernen alle Beteiligten das richtige Verhalten, was im Gefahrenfall zu einem schnelleren Eintritt von Löscharbeiten führen kann.

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/brandschutz/ 

Axel Stojenthin - SDU -  

 

 

betriebliche Umwelt- und Arbeitsschutzziele der TU Berlin

Dass Forschung und Bildung die Kernkompetenzen der Universität, reibungslos funktionieren, muss durch eine nachhaltige Infrastruktur sichergestellt werden. Daher hat sich die TU Berlin im Rahmen des Arbeitsund Umweltschutzmanagementsystems (AUMS) sieben betriebliche Ziele im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG) gegeben.

  • 1. Ziel: Das AUMS fortschreiben und die Umsetzungstiefe erhöhen
  • 2. Ziel: Verringern des Energie-, Wasser- und Materialverbrauchs
  • 3. Ziel: Weiterentwicklung der Abfallvermeidung und -trennung
  • 4. Ziel: Verringern des motorisierten Individualverkehrs
  • 5. Ziel: Verbessern der technischen Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz
  • 6. Ziel: Schützen und Erhalten der natürlichen Lebensgrundlagen
  • 7. Ziel: Fördern der nächsten Generation in nachhaltiger Betriebspraxis

 

 

Gesundheitsmanagement

Um vor dem Hintergrund der technischen Entwicklung, struktureller Veränderungen und steigender Arbeitsanforderungen die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, kommt der betrieblichen Gesundheitspolitik ein besonderer Stellenwert zu. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Berlin sind der wichtigste Erfolgsfaktor der Universität. Das Gesundheitsmanagement und die Gesundheitsförderung der TU Berlin verfolgen daher die Ziele, gesunde Verhaltensweisen der Beschäftigten zu fördern und gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz abzubauen.

Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) sind die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten. Die Arbeitszufriedenheit und damit auch die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten können gesteigert und eine gesundheitsbewusste Arbeits- und Führungskultur gefördert werden.

An der TU Berlin bestehen bereits vielfältige Angebote zur Gesundheitsförderung, zum Beispiel die Angebote des Weiterbildungsbereichs, des TU-Sports, des Betriebsärztlichen Dienstes und des Familienbüros. Um weitere gesundheitsförderliche Maßnahmen zu ermitteln, durchzuführen und ihre Wirkung zu evaluieren, erhält das Betriebliche Gesundheitsmanagement an der TU Berlin einen neuen Stellenwert. Das BGM der TU Berlin verfolgt die Ziele, die Bedingungen an TU-Arbeitsplätzen gesundheitsförderlich zu gestalten und die Beschäftigten dabei zu unterstützen, dass sie bewusst etwas für ihre eigene Gesundheit tun.

www.tu-berlin.de/?161654 

 

 

Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt - KOOP

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Die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOOP) fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt. Im Austausch von Wissenschaftler*innen, Studierenden, Arbeiternehmer*innen, Gewerkschafter*innen und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteur*innen nimmt sie eine konstruktive Mittlerrolle ein. Die Kooperationsstelle wurde 1990 durch einen Kooperationsvertrag zwischen der Technischen Universität (TU) Berlin und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg gegründet. Historisch geprägt soll eine stärkere Berücksichtigung von arbeitnehmenden- und arbeitsweltrelevanten Fragestellungen in der Wissenschaft und eine intensivere Zusammenarbeit seitens der Universität auch Arbeitnehmer*innen zu adressieren erreicht werden.

Zu ihren Aufgaben gehört vor allem die Stärkung der Arbeitsweltperspektive in Studium und Lehre sowie Forschung und Weiterbildung. Hierzu führt KOOP zum einen vielfältige Veranstaltungen zur Diskussion von arbeitsweltrelevanten Forschungsergebnissen und weiteren aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen durch, die allen Interessierten offenstehen. Zum anderem realisiert sie arbeitsweltrelevante Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Themenschwerpunkten „Wandel der Arbeitswelt“ und „Hochschulen in der Wissensgesellschaft“ bzw. beteiligt sich an diesen.

KOOP richtet sein Augenmerk auf damit arbeitsweltbezogene Themen, mit dem aktuellen Schwerpunkt Transformationen der Arbeitswelt, insbesondere durch die Digitalisierung. In Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung mehrerer Gewerkschaften wird hier auch das Projekt „Students at Work“ durchgeführt, das arbeitsrechtliche Anfangsberatung für arbeitende Studierende leistet.

Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt - KOOP - https://www.zewk.tu-berlin.de/v_menue/koop/ 

 

 

Lastenräder auf dem Campus der TU Berlin sollen den Alltag erleichtern

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Hier läuft’s rund. Denn Mitarbeitende des TU-Sports, der Fachgebiete Bioenergetik und Elektrische Energiespeichertechnik, des Instituts für Architektur sowie von der Stabsstelle Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz (SDU) haben das Lastenrad im Blick. Das Projekt „TranSPORTlastenrad im Ausleihsystem für die TU Berlin“ vom TU-Hochschulsport will ein Lastenrad für einfache Transporte anschaffen. Das Projekt „Weels, Ways & Weights“ vom Fachgebiet Bioenergetik und von der Stabsstelle SDU kann der TU Berlin ein Lastenrad über das Leihsystem der „Flotte Berlin“ anbieten. Zudem wollen sie die Radinfrastrukturen vorantreiben.

Beschäftigen sich beide Projekte mit der Fortbewegung mit Muskelkraft, widmet sich das Projekt „Select“ des Fachgebiets für elektrische Energiespeichertechnik dem Akku-Problem der Elektrofahrradnutzer. Es soll eine Ladestation für Elektrofahrräder entwickelt werden, die autark agiert, Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht und bis zur Abgabe zwischenspeichert. Die verwendeten Batterien stammen beispielsweise aus Notebook-Akkus, die an der TU Berlin gesammelt werden.

Ein viertes Projekt wurde vom „Natural Building Lab“ entwickelt. Das Fachgebiet ist am Institut für Architektur angesiedelt und verfolgt einen ganzheitlich nachhaltigen Arbeits- und Denkansatz – es erforscht, entwirft und baut Gebäude weitgehend in Anlehnung an natürliche Kreisläufe. Was das mit dem Lastenrad zu tun hat? Das „TUB PopUp HUB“ ist ein mobiler, flexibler Raum von bis zu 70 Quadratmeter Größe. Die zeltartigen Module können überall aufgebaut und bald per E-Bike mit Lastenanhänger nachhaltig transportiert werden.

 

 

Mitgliedschaft und Teilhabe im AGUM e.V.

Der Verein zu Förderung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Managements (AGUM e.V.) als Betreiber des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz Managementsystems (AGUMS) im Intranet von und für Hochschulen in Deutschland ist gewachsen. Die verantwortungsvolle Mitwirkung in der rechtlich-inhaltlichen und informatorisch-fachlichen Redaktion der Prozesse ist damit nicht leichter geworden. Eine Verbesserung stellt die Zusammenarbeit in den Sitzungen dar, die nun aufgeteilt in Regionen stattfinden und die Aufwendungen für Reisen mindert. Eine Herausforderung im Verein ist geblieben: Alle Mitglieder sind zur Mitwirkung verpflichtet. Diese herausfordernde Anforderung bedarf einer guten Koordination und Kooperation in den Strukturen des Vereins. Die gewünschten bundeseinheitlichen Standards für „Grundlagen und Handlungsanleitungen“ im System sind noch nicht erreicht. Die seitens der TU Berlin betreuten Prozesse sind jeweils gut durch die Revision gelaufen.

Fernziel „Duales Informationssystem“ im Arbeitsschutzmanagement

Das als Portalsystem zum Arbeits- und Umweltschutz Managementsystem (AUMS) der TU Berlin einzusetzende AGUMS kann aufgrund einiger, als wesentlich betrachteter Defizite und inhaltlicher Mängel, leider immer noch nicht an der Universität bereitgestellt werden – die TU Berlin bringt ihre Expertise in dem deutschlandweiten Betreiberverein zur Verbesserung des Systems ein. Das Ziel der Stabsstelle SDU ist es, die Synergien aus beiden Informationssystemen zu nutzen, um für die Angehörigen der TU Berlin einen konkreten fachlichen Mehrwert zu schaffen. Um adressatengerechte und alltagstaugliche Information für den Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG) vor Ort bereitzustellen, ist es hilfreich und notwendig, diese auch in weiteren, andersartigen Darstellungen anzubieten. Damit können noch mehr Angehörige für die wichtigen Regelungen im AUG erreicht werden. Im Einsatz werden sich beide Systeme ergänzen. 

Internationalisierung: Systematische Übersetzung und Aufbau eines Fachglossars

Die Strategie der Internationalisierung wurde mit der Übernahme der Leitung (Sprecher) des Arbeitskreises Englisch im Verein seitens der TU Berlin bestärkt. Die Bereitstellung einer englischen Sprachfassung des AGUMS wurde organisatorisch, inhaltlich und operativ vorangetrieben. Die TU Berlin bringt sich hierbei weniger an der Kontrolle der Übersetzung im Lektorat ein, als vielmehr durch ein Plädoyer für praktische Hilfsmittel für gute Standardübersetzungen (Software-Hilfsmittel) und der Entwicklung eines offiziellen Fachglossars für konsistente und rechtskonforme „Fachbegriffe“ und Bezeichnungen für „Funktionsträger“ im breiten Wortfeld des AUG.

Erfüllte Pflicht: Die Verantwortung für Entscheidungen und Handlungen

Die TU Berlin bringt hierzu immer wieder wichtige Impulse und Erfahrungen aus Forschung und Lehre ein, die zu einer Harmonisierung der Diskussion zur Verbesserung der Prozesse nach der „Guten Arbeitsschutzpraxis“ und zum jeweiligen „Stand von Technik, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“ beitragen. Herauszuheben sei hier die Expertise der TU Berlin zu Rechtsgrundlagen der Pflichtenübertragung.

Hier konnte ein Teil der durch bedauerliche Missverständnisse zum Augsburger Urteil entstandenen Unruhe und daraus resultierendem unpraktischem Aktionismus gedämpft werden. Die entwickelten landesrechtlichen Sonderregelungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden zwischenzeitlich, auch nach Klärung mit der Unfallkasse des Landes Nordrhein-Westfalen (UK NRW), weitgehend relativiert. Ebenso konnte mit dem zuständigen Referenten der rechtlich maßgeblich betroffenen Universität, gesprochen werden, um eine gute Praxis zum Organisation-Check der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung als Richtschnur nicht aus den Augen zu verlieren. 

Der Hochschulleitung der TU Berlin konnte zur Pflichtübertragung klar und eindeutig kommuniziert werden: „Wir machen es richtig, rechtssicher und organisatorisch elegant“.

www.agu-management.de

Michael Hüllenkrämer -

 

 

Nachhaltiges Management - B.Sc.

Der Rahmen des wissenschaftlichen Studiums im Studiengang Nachhaltiges Management umfasst die grundlegenden theoretischen sowie praxisrelevanten Kenntnisse und Fähigkeiten einer nachhaltigen Betriebswirtschaft. Die Studierenden stärken ihre Urteilskraft durch Einübung in das wissenschaftliche Denken und verankern Nachhaltigkeit als Leitbild unternehmerischen Handelns in ihrem Bewusstsein. Dabei nimmt Nachhaltigkeit als betriebswirtschaftliches Konzept auf den Tatbestand Bezug, dass Wertschöpfungsprozesse Beiträge verschiedener Bezugsgruppen (Stakeholder) erfordern. Unternehmen können daher nur dann langfristig erfolgreich geführt werden, wenn durch die unabdingbare Teilnahme der Bezugsgruppen am Prozess der Wertschöpfung eine ausreichende Berücksichtigung der einzelnen Stakeholderinteressen sichergestellt ist.

Diese Ziele werden durch ein interdisziplinäres Studium erreicht, das eine integrative Betrachtung von wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen, technischen und normativen Aspekten in Theorie als auch Praxis beinhaltet.

https://www.studienberatung.tu-berlin.de/menu/studienangebot/faecher_bachelor/nachhaltiges_management/

 

 

Netzwerk Arbeitsschutz - Universitätsübergreifende Zusammenarbeit

Auch über den AGUM e.V. sind die bestehenden Kontakte zu anderen Mitgliedern in Berlin auf der praktischen Arbeitsebene thematisch vertieft worden. Aus dem breiten Spektrum von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz wurde weiter an der Vereinheitlichung der Prozesse zu Pflichten und Aufgaben sowie an den Themen für eine gleichartige Informationsbereitstellung in den jeweiligen Medien gearbeitet.

Berliner Universitätsnetzwerk

Bei der Zusammenarbeit der drei großen Berliner Universitäten ging es im Berichtszeitraum insbesondere um die Übertragung von Pflichten an die jeweiligen Leitungen von Einheiten in der Organisation der Hochschule (Führungskräfte, Professorinnen und Professoren). 

Perfektes Modell aus „Top-to-Bottom“ und „Linie“ bei der Pflichtenübertragung

Das System der Übertragung von Arbeitgeberpflichten im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz an der TU Berlin gilt weiterhin als vorbildlich: Die zwei Wege dieser Pflichtenübertragung haben sich sehr bewährt. Dies ist einerseits die nach dem Modell „Top-to-Bottom“, jene vom Präsidenten direkt an die Professorinnen und Professoren übertragene Arbeitgeberverantwortung. Anderseits erfolgt die Pflichtenübertragung an die Leitung der Linienorganisationen; dies sind die Führungskräfte auf der ersten Ebene der Organisationsstruktur der TU Berlin: Zentrale Universitätsverwaltung, Zentrale Einrichtungen und Institute und die Fakultäten. Von hier aus ist die Pflichtenübertragung von den Dekaninnen und Dekanen an die zweite Ebene der Organisationsstruktur, die der Geschäftsführenden Direktorinnen und Direktoren (GD) der Institute geregelt. So erhalten alle berufenen und ernannten Professorinnen und Professoren die Arbeitgeberpflichten vom Präsidenten im AUG direkt und persönlich übertragen. Bei den Wahlämtern der Institutsleitungen und Fakultätsleitungen erfolgt die Übertragung in dem Modell der verwaltungsrechtlichen „Linie“.

Modell „Stabsstelle der Hochschulleitung“ erfüllt die gesetzliche Idee und stärkt die Rolle der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Betriebsärzte

Die Stellung des Arbeitsschutzes an den Berliner Hochschulen spiegelt das gesamte Spektrum möglicher organisatorischer Lösungen wieder. Die Vielfalt der etablierten Organisationsregelungen, die sich in den Organigrammen der Hochschulen widerspiegeln, reicht von „Teil der Bauabteilung“ bis hin zur „Stabsstelle des Kanzlers“. An den Berliner Hochschulen gibt es Teams von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin, die eng mit anderen Beauftragen, die nach einem jeweiligen Gesetz zu bestellen sind, zusammenarbeiten. Für diese Gruppe des Personals der gesetzlich bestellten zentralen Beauftragten, bestehen an den Hochschulen in Deutschland unterschiedliche Paradigmen der organisatorischen Ein- oder Angliederung in die Organisation.

Die Stellung der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Betriebsärzte als Berater und Unterstützer der Führungskräfte, mit den Eigenschaften „weisungsfrei“, „nicht-vorgesetzt“, „ressourcenlos“ und „vom Arbeitgeber bestellt“, kann mit den wenigsten Konflikten über die Organisationsform als „Stab“ erfüllt werden. Die Daueraufgaben, die nicht dem Aufgabenspektrum dieser Beauftragten nach Arbeitsschutzgesetz oder anderen Fachgesetzen entsprechen, werden so leichter als „in die Linienorganisation“ gehörig erkannt. 

Mit den beiden Stabsstellen SDU und BÄD an der TU Berlin ist daher der AUG vom operativen Handeln im Betrieb getrennt. Der praktische und vor Ort gelebte AUG wird zentral in den Abteilungen der ZUV und dezentral in den Einrichtungen von Forschung und Lehre verantwortet und umgesetzt. In den dortigen Gliederungen der Organisation agieren die verantwortlichen Führungskräfte, mit Ressourcen und fachkundigem Personal. Bei Bedarf werden die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte zur Beratung oder Unterstützung hinzugezogen.

Weiterhin wurden im Netzwerk allgemeine Aspekte der Gefährdungsbeurteilung, Unfallbearbeitung, Unterweisung, sowie zur Ersten Hilfe und den arbeitsmedizinischen Leistungen an den Hochschulen behandelt. 

Michael Hüllenkrämer -

 

 

Prävention: Der Schlüssel für sichere Arbeit

Die systematische Implementierung von Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz (AUG) in die Prozesse und Aufgaben der TU-Mitglieder ist nicht immer einfach und schnell zu realisieren. Sie sichert jedoch den Beschäftigten gesunde Arbeitsplätze, unfallfreie Tätigkeiten und den Verantwortlichen effiziente Abläufe und Haftungsentlastung. So sind z.B. die regelmäßigen Unterweisungen grundsätzlich bereits etabliert und motivieren die Beschäftigten und die Studierenden zu gesundheitsgerechtem, unfallfreiem und umweltschonendem Verhalten. 

Durch die Bereitstellung eines umfangreichen Informationssystems, von Weiterbildungsangeboten, Arbeitsstättenbegehungen, und Maßnahmenvorschlägen nach Unfällen etc. unterstützen die Stabsstellen SDU und BÄD die Leitungen und die Mitglieder systematisch bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. Ziel ist es, durch Prävention und strukturiertes Vorgehen einen niedrigen Unfallstand zu erreichen und darüber hinaus für gesundheitsgerechtes Verhalten und gesunde Arbeitsplätze zu sorgen.

Kombinationsbegehungen

Durch stichpunktartige Beobachtung der gelebten Praxis durch die Stabsstellen SDU, BÄD und den Personalrat erhalten verantwortliche Führungskräfte konkrete Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes in ihrem Verantwortungsbereich. Die Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme bildete im Jahr 2017 den Schwerpunkt der Begehungen. Fachgebiete mit zahlreichen Beschäftigten werden ausgewählt, die Professorinnen und Professoren aufgesucht und alle Arbeitsplätze begutachtet. Mit dem schriftlichen Bericht unterstützen SDU und BÄD die Verantwortlichen systematisch.

Die (in einigen Fällen fehlende) Gefährdungsermittlung für die Tätigkeiten im Labor, in der Werkstatt, im Versuchsfeld sowie im Büro etc. mit Festlegung von Maßnahmen und der Wirksamkeitskontrolle durch die jeweiligen Vorgesetzten ist der Masterschlüssel für Prävention. So bietet SDU Unterstützung bei der Implementierung eines Gesamtkonzeptes zur Gefährdungsbeurteilung durch diese Kombinationsbegehungen und die Bereitstellung von Checklisten, sowie bei der Auswertung der Gefährdungsbeurteilung an.

Nach Eindruck von SDU wird die Verantwortungswahrnehmung der Vorgesetzten im Allgemeinen wahrgenommen. Das heißt z. B., dass Vorgesetzte auf SDU zugehen und gezielte Beratungen wünschen, um den Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz in die Führungsaufgabe zu übernehmen. Der Austausch mit den Beschäftigten, ohne die eine Umsetzung nicht möglich wäre, ist gut bis sehr gut. Einige klassische Elemente der Organisation werden noch nicht flächendeckend durchgeführt bzw. es fehlt die Dokumentation z. B.: Gefährdungsbeurteilungen für Bildschirmarbeitsplätze. Die Arbeitsmedizinische Vorsorge ist häufig nicht bekannt.

Die meisten Fachgebiete machen einen guten bis sehr guten Eindruck in der Umsetzung des AUG. Der Standard hinsichtlich des AUG muss erhalten, in Einzelfällen jedoch verbessert werden, z. B. bei Unterweisungen in reinen Bürobereichen.

Die Benennung von Ersthelfern und Ersthelferinnen ist in vielen Bereichen erfolgt.

SDU verfolgt die Rückmeldungen der jeweiligen Verantwortlichen und unterstützt und berät zur Umsetzung der Empfehlungen.

Vorortberatung ist eine etablierte Unterstützung

Neben den stichprobenartigen Kombinationsbegehungen als Gesamtschau der AUG-Situation ist die direkte Beratung in den verschiedenen Bereichen aus unterschiedlichen Anlässen eine spezifische Unterstützung in aktuellen Situationen. Auch im aktuellen Berichtszeitraum 2017 führten die Fachkräfte der Stabsstelle SDU zahlreiche Beratungen vor Ort durch Einzelbegehungen durch. 

Über 400 mal gingen sie vor Ort, um TU Mitglieder sicherheitstechnisch, umweltrechtlich oder auch im Brandschutz zu beraten und zu unterstützen. Einen Schwerpunkt bilden die anlassbezogenen Beratungen zum organisatorischen Brandschutz (Brandlastfreiheit herstellen, Verhalten im Brandfall oder anderen Notfällen etc.)

Gefährdungsinduzierte Beratungen z.B. nach Unfällen, bildeten glücklicherweise nicht den Schwerpunkt. Hierbei schlagen die Fachkräfte von SDU den Vorgesetzten Maßnahmen vor, die präventiv wirken und die Unfallzahlen niedrig halten sollen.

www.tu-berlin.de/?17867

 

 

Strahlenschutz und biologische Sicherheit

Strahlenschutz

Lagerräume für radioaktive Präparate, die von einem Wasserschaden im Jahr 2016 betroffen waren, konnten bereits im Jahr 2017 von der zuständigen Aufsichtsbehörde wieder freigegeben werden. Für die anschließende Fußbodensanierung mussten nicht betroffene Räume als temporäre Lager für die radioaktiven Präparate und diverse Geräte aus den Radionuklidlaboren genutzt werden. Diese temporären Räume mussten anschließend freigemessen und durch die zuständige Aufsichtsbehörde freigegeben werden, bevor sie wieder von den Mitarbeitenden betreten werden durften. In dieser Zeit gab es für diese Räume eine Einschränkung der Zugangsberechtigung auf die Strahlenschutzbeauftragten und die Strahlenschutzbevollmächtigte.

Gentechnik/ Biostoffe

Nur zwei Neuanmeldungen gentechnischer Anlagen bei gleichzeitiger Stilllegung zweier gentechnischer Anlagen an anderer Stelle zeigen einen stabilen kontinuierlichen Betrieb.

Forschungsvorhaben werden allerdings nicht nur interdisziplinär, sondern auch in Kooperation mit weiteren Partnern durchgeführt. Dies führt dazu, dass Projekte nicht nur unter der Betreiberschaft der TU Berlin durchgeführt werden, sondern in enger Abstimmung z.B. mit der Charité oder dem RKI. Das führt auch dazu, dass Beschäftigte der TU Berlin in diesen Einrichtungen tätig werden. Dies erfordert dezidierte Absprachen und Vereinbarungen zwischen den Betreibern, um den betriebsübergreifenden Arbeitsschutz zu gewährleisten, z.B. zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge der Mitarbeitenden.

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/arbeitsschutz/labore/strahlenschutz/ 

Ina Tietenberg - Strahlenschutzbevollmächtigte -

 

 

Sommerlüftung ­Architekturgebäude

Die oberen Geschosse im Architekturgebäude heizen sich an warmen Tagen so stark auf, dass Arbeiten und Studieren sehr schwer werden. Eine Klimaanlage entspräche jedoch nicht einem nachhaltigen Gebäudebetrieb. Die Lüftungsklappen über den Treppenhallen dienen der Entrauchung im Brandfall, können aber nicht zur Belüftung verwendet werden. Der Wettbewerbsbeitrag sieht vor, diese Klappen zu aktivieren, um die anfallende Stauwärme abzuführen. Ein Messsystem wird entwickelt und dokumentiert die Temperaturänderungen.

 

 

Transformationen der Arbeitswelt - Ringvorlesung Wintersemester 2018/2019

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KOOP, die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt bot im Wintersemester 2018/2019 die Ringvorlesung „Transformationen der Arbeitswelt“ an, die gemeinsam mit dem DGB Berlin-Brandenburg und der IG Metall Berlin-BrandenburgSachsen durchgeführt wurde. Das Themenspektrum reichte von der Digitalisierung über Umwelt- und Geschlechterfragen bis hin zur wachsenden ökonomischen Ungleichheit. Studierende konnten die Veranstaltung im Rahmen des fachübergreifenden Studiums belegen.

http://www.tu-berlin.de/?id=198736

 

 

Unfallfrei zur Arbeit, an der Arbeit und wieder nach Hause

Der unfallfreie Weg von und zur Uni gelingt leider nicht immer. Auch im Jahr 2017 waren die meisten Unfälle, die von TU-Mitgliedern gemeldet wurden, Wegeunfälle. Insgesamt verunfallten 82 Beschäftigte, 48 Studierende und 6 Azubis auf dem Weg zur TU Berlin oder auf dem Heimweg. 

Anzahl der Unfälle Beschäftigter der TU Berlin

Anzahl der Unfälle Studierender der TU Berlin 

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzten die meisten der Verunfallten das Fahrrad (57 %). Etwa ein Drittel war zu Fuß unterwegs. Die typischen Gefahrenquellen, mit denen es die verletzten Fußgänger und Radfahrer zu tun hatten, sind im Folgenden aufgeführt.

Gefahrenquellen für Radfahrer:

  • Unachtsame Verkehrsteilnehmer (oft Autofahrer*innen)

  • Glatteis, nasse Straßen, Laub

  • Sich lösende Teile und Gegenstände am Fahrrad (Fahrradkette, Sattel, Taschen, Jacken, etc.)

  • Hindernisse und Unebenheiten auf den Wegen, z. B. Bordsteinkanten, Schienen

  • Schwieriger Untergrund, z. B. Sand oder Schotter

Gefahrenquellen für Fußgänger:

  • Stolperstellen auf den Wegen

  • Glatteis, Nässe

  • Treppenstufen

  • Andere Verkehrsteilnehmer

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 257 Unfälle per Unfallanzeige gemeldet. Die Quote der meldepflichtigen Unfälle bei den Beschäftigten der TU Berlin lag bei 4,3 Unfällen pro 1000 Beschäftigten der TU Berlin und ging damit das vierte Mal in Folge signifikant zurück (zum Vergleich: im gleichen Bezugszeitraum meldet die DGUV eine Unfallquote von 21,2 Unfällen pro 1000 Versicherter).

 

Anzahl meldepflichtiger Unfälle Beschäftigter der TU Berlin

Von den 139 Arbeits- und Wegeunfällen der Beschäftigten der TU führten ca. 70 % der Unfälle zu weniger als 3 Fehltagen. Nur 22 verunfallte Beschäftigte fehlten länger als 2 Wochen. Das bedeutet, dass die Unfallzahlen an der TU Berlin nicht nur erfreulich gering sind, sondern auch, dass die meisten Unfälle glimpflich verlaufen. Es gab keine tödlichen Unfälle, keine Gliedmaßenverluste und keine Vergiftungen.

121 der gemeldeten Unfälle ereigneten sich direkt an der Universität (47 %). Die Top 3 der Unfallorte sind hier: Sporthallen und Sportplätze (30 Unfälle), gefolgt von Fluren und Treppen (26 Unfälle) und Werkstätten und technische Räume (25 Unfälle). Andere TU-interne Unfallorte waren z. B. das Außengelände der TU, Labore oder Büroräume.

Die Unfälle in den Sporthallen und auf den Sportplätzen sind erwartungsgemäß typische Sportunfälle mit Prellungen und Knochenbrüchen. Bis auf eine Ausnahme sind die Verunfallten hier Studierende, die an den entsprechenden Sportangeboten vom TU Sport teilgenommen haben.

Auf den Fluren der TU werden regelmäßig Pfützen beispielsweise in der Nähe von Teeküchen zum Verhängnis. Eine häufige Unfallursache ist immer wieder auch das Übersehen bzw. Abrutschen von Treppenstufen, nicht selten auf routinemäßig begangenen Wegen. Das Risiko beim Benutzen von Treppen zu verunfallen, ist nicht zu unterschätzen! Auf die zeitgleiche Nutzung von Smartphones sollte man verzichten, ebenso wie auf den Transport von großen Gegenständen ohne Helfer oder Hilfsmittel. Werden beide Hände für den Transportvorgang benötigt, steht keine Hand mehr für den rettenden Griff an den Handlauf zur Verfügung.

Klassische Unfälle in Werkstätten, technischen Räumen sowie Laboren sind auch im Jahr 2017 Splitter in Fingern und Händen, Späne in den Augen, dünne Bohrer oder Kanülen in Fingern, Schnittwunden durch Werkzeuge oder zerbrochenes Laborglas. Umkippende oder aus den Händen rutschende Gegenstände verursachten schmerzhafte Verletzungen an Füßen und Händen, auf die sie gefallen sind. Beim Transport von schweren oder großen Gegenständen kommt es immer wieder auch zu gequetschten Fingern und Händen. Das Benutzen von Hilfsmitteln oder geeigneter PSA (Persönlicher Schutzausrüstung) wie Schutzhandschuhe und passende Schutzbrillen sowie Arbeiten ohne Zeitdruck und Hektik könnten viele dieser Unfälle vermeiden.

Beispiele von Arbeitsunfällen und Maßnahmen zur Vermeidung des Wiederholungsfalls:

  • Stromunfall bei Arbeiten an nicht spannungsfreien Teilen: Immer die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik beachten! Immer Spannungsfreiheit herstellen und prüfen! Diese Maßgaben sind in den regelmäßigen Unterweisungen und in den Betriebsanweisungen mit hoher Priorität zu berücksichtigen.

  • Schnittwunde durch außer Kraft setzen der Schutzfunktion einer Maschine mit bewegten Maschinenteilen: Umgehen von Schutzvorrichtungen verhindern! Wenn vorübergehend Schutzfunktionen außer Kraft gesetzt werden (z. B. bei Wartung), müssen Kompensationsmaßnahmen umgesetzt werden, die das gleiche Schutzniveau sicherstellen!

  • Absturz in Schacht durch morsche Holzdielenabdeckung: Stabilität der Abdeckung von Gefahrenstellen regelmäßig durch Verantwortlichen prüfen! Zum Selbstschutz Stabilität von Abdeckungen vor dem Betreten auf Vertrauenswürdigkeit prüfen!

https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/arbeitsschutz/ 

Anja Höschel - SDU -  

 

 

Zentraleinrichtung wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation - ZEWK

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Die Zentraleinrichtung wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) bietet ein breites Spektrum an wissenschaftlicher Weiterbildung und interdisziplinären Beratungs- und Kooperationsmöglichkeiten, wobei nachhaltige Themen die vielfältige Arbeit der Zentraleinrichtung und ihrer Bereiche wesentlich bestimmt. Die Einrichtungen und Arbeitsbereiche sind: 

  • Weiterbildungseinrichtung WWB – Wissenschaftliche Weiterbildung

  • Wissenschaftsladen kubus – die Kooperations- und Beratungsstelle für Umweltfragen

  • Kooperationsstelle KOOP – die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt

  • Studiengang BANA – die Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten

Zentraleinrichtung wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation - ZEWK - www.zewk.tu-berlin.de 

 

 

Zusammenarbeit bei Schadensereignissen

Bei Havarien und Infrastrukturschäden ist eine reibungslose Zusammenarbeit unabdingbar. Während dem Gebäudebetreiber (Abt. IV Gebäude- und Dienstemanagement) die Aufgabe der Schadensbeseitigung und Sicherstellung eines gefahrenfreien Betriebes zukommt, unterstützen die Stabsstellen mit Expertise und fachlichen Leistungen. Zwei Beispiele verdeutlichen die Verzahnung der Beteiligten.

Auf dem Ostcampus kam es im Dezember 2016 zu einem Trinkwasser-Rohrbruch, der in Folge zu einem erheblichen Wassereinbruch in das Gebäude L führte. Hier sind insbesondere neben einer Reihe von Fluren und Räumen auch das Chemikalienlager und Lösemittellager sowie das Isotopen-Labor sowie ein gentechnisches Labor betroffen gewesen. Dies bedingte besondere Maßnahmen. Es wurden, nach Rücksprache mit dem LAGeSo, aufwendige Messungen durch die Strahlenschutzbevollmächtigte durchgeführt. Alle Arbeitsmaterialien wie benutzte Wischlappen und -tücher aus den besonderen Räumen werden bis zum endgültigen Nachweis, bis zur Freimessung (keine Kontamination) sicher gelagert. Nach der dann erfolgten Freigabe wurde durch Abt. IV und das betroffene Fachgebiet auch in diesen Räumen die endgültige Wiederherrichtung begonnen.

Im Februar 2017 wurden von Gebäudenutzern im ersten und zweiten Obergeschoss des Gebäudes EW im Deckenbereich von Fluren und Räumen zunächst unerklärliche Feuchteausbreitungen beobachtet, es drohte Schimmelgefahr. Wie sich herausstellte, gibt es in diesem Gebäude (Baujahr 1916) historische Warmluftheizungsschächte, die seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt werden und die auch in aktuellen Gebäudeplänen nicht zu finden sind. Durch diese war feuchtwarme Luft aus dem Untergeschoss in obere Etagen geleitet worden und hatte sich in Nähe der Auslassöffnungen an den kühleren Flächen niedergeschlagen. Grund dafür war ein Rohrbruch in der Fernwärme-Übergabestation, durch den Dampf ausgetreten ist. Nach dieser Ursachenermittlung konnten die betroffenen Flächen getrocknet und im Auftrag der Bauabteilung fachgerecht saniert werden. SDU wirkt gegenüber der Abt. IV darauf hin, dass zumindest die Auslassöffnungen dieser historischen Kanäle zu den einzelnen Etagen fachgerecht geschlossen werden, auch um im Brandfall eine Ausbreitung von Rauchgasen zu vermeiden.

 

 

 

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