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TU Berlin

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Umgehend Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen* - Ziel 13

"Der Klimawandel führt zu Extremwetterereignisse wie Wirbelstürmen, Dürren und Überschwemmungen. Wenn der Meeresspiegel steigt, Ernten vertrocknen und ganze Landstücke unbewohnbar werden, zieht es die Menschen dorthin, wo es sich besser leben lässt. Deshalb will die Staatengemeinschaft den Klimawandel gemeinsam deutlich begrenzen. Weltweit ist die mittlere Temperatur seit Beginn der Industrialisierung im Durchschnitt bereits um rund ein Grad gestiegen. Ohne eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen könnte die Erderwärmung bis 2100 um mehr als drei Grad Celsius ansteigen – mit immensen Schäden. Im Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Staatengemeinschaft deshalb weltweit zu Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas verpflichtet."

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Climatic and Tectonic Natural Hazards in Central Asia - CaTeNA

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CaTeNA ist ein Projekt im prioritären Themenbereich Naturrisiken innerhalb der Fördermaßnahme CLIENT II des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Projektgebiet ist Zentralasien, eine der tektonisch aktivsten Regionen der Erde, welches sich zudem im Einfluss zweier großer Klimasysteme befindet, der Westwindzone und des Monsuns. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern in CaTeNA werden die daraus resultierenden zwei gravierendsten Naturgefahren untersucht: Erdbeben und Massenbewegungen. Die Projektergebnisse bilden die Grundlage, um die in Zentralasien weitverbreiteten Gefahren durch Erdbeben und Massenbewegungen besser einschätzen und dadurch Maßnahmen zur Abschwächung der Folgen ergreifen zu können. 

Diese Arbeit wird mit sieben Partnerorganisationen aus Deutschland sowie Partnern in Afghanistan, China, Kirgisistan, Nepal, Pakistan und Tadschikistan durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines dynamischen Anfälligkeits- und Risikomodell für Hangrutschungen.

Das Modell soll auch in der Lage sein, Ausmaß und Verteilung von möglichen Schäden abzuschätzen. Neben Erdbeben sind Starkniederschläge Auslösefaktoren, da hohe Bodenfeuchte die Suszeptibilität für Massenbewegungen erhöht, wodurch langfristig auch Klimaänderungen Einfluss auf diese Naturgefahr nehmen. Die Klärung dieser Zusammenhänge setzt daher ein Verständnis der beteiligten Prozesse, ihrer Auslöser und gegenseitigen Beeinflussung auf unterschiedlichen Zeitskalen voraus.

Am Fachgebiet fanden zudem zwei weitere Projekte zu klimatischen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Tibet-Plateau statt:

  • Variability and Trends in Water Balance Components of Benchmark Drainage Basins on the Tibetan Plateau (WET) im BMBF-Verbundvorhaben „Tibet und Zentralasien: Monsun-Dynamik und Geoökosysteme“ und 
  • Dynamic Response of Glaciers on the Tibetan Plateau to Climate Change (DynRG-TiP) als Teil des DFG (Deutsche Forschungs Gemeinschaft) Priority Programme 1372: “Tibetan Plateau: Formation-Climate-Ecosystems”

Dr. Marco Otto -  - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de/catena, www.klima.tu-berlin.de/WET - www.klima.tu-berlin.de/DynRG-TiP 

 

 

EIT Climate-KIC – grenzüberschreitend für die klimaneutrale Gestaltung der europäischen Zukunft

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In der Climate Knowledge and Innovation Community (KIC) des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) sucht die TU Berlin gemeinsam mit Partnerorganisationen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten auf Fragen zur Anpassung an den Klimawandel und Minderung dessen Folgen nach innovativen Lösungen. Ziel ist es, durch Lehre, innovative, anwendungsorientierte Spitzenforschung sowie Gründungsunterstützung die Verbesserung der klimafreundlichen Wettbewerbsfähigkeit Europas voranzutreiben. Adressiert wird dementsprechend schwerpunktmäßig das SDG-Ziel 13 zum Kampf gegen den Klimawandel. 

Im Fokus steht der Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft und in Unternehmen. Klimafreundliche Technologien mit großem Innovations- und Marktpotenzial und neue Geschäftsmodelle zur Förderung klimapositiver Unternehmen und Industrien werden entwickelt. Konkret arbeiten die Angehörigen in europäischen, transdisziplinären Kooperationen des Netzwerks an vier Themenblöcken: städtischer Wandel, nachhaltige Produktionssysteme, Landnutzung sowie Metrik und Finanzierung. Beispiele sind Forschungs- und Innovationsprojekte im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung wie „Smart Sustainable Districts“, „Reinventing Cities“ oder „Smart City Design Tool“ mit Beteiligung des Instituts für Architektur der TU Berlin. Hier entstehen Lösungen für städtische Quartiere, die öffentlichen Akteurinnen und Akteuren Planungswerkzeuge nahebringen. Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung von Lebensräumen mit hoher Lebensqualität, die den zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind.

Ein weiteres Beispiel für ein Climate-KIC-Projekt nennt sich „Technology Emissions Assessment Guide“ am Institut für Chemie. Hier entwickeln Forschende Bewertungsrahmen für emissionsarme Technologien, um die Vorteile dieser Innovationen gegenüber konventionellen Produkten und Prozessen herauszustellen. So wird eine bessere Vermarktung dieser Technologien gefördert und Industrieunternehmen mit emissionsarmen Produkten insgesamt unterstützt. 

Mit Bezug auf die Kreislaufwirtschaft im Projekt „Centres for Urban Re-Manufacturing“ ergründeten Forschende am Institut für Technischen Umweltschutz darüber hinaus Zentren zur Wieder- und Weiterverwendung von lokal erhältlichen Sekundärmaterialien. 

Seit Gründung des Climate-KIC im Jahr 2010 kann das Netzwerk bereits auf eine Vielzahl an Erfolgen zurückblicken. Mehr als 1000 klimafreundliche Unternehmen warben mehr als 500 Mio. Euro an Investitionskapital ein und erzeugten auf direkte Weise mehr als 2.200 Arbeitsplätze.

Helen Franke -  - EIT-Koordination in der Zentralen Universitätsverwaltung - Abteilung V - EU-Büro - www.tu-berlin.de/?182860

 

 

Fenstervergleich

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Das Forschungsvorhaben „Fenstervergleich“ ist eine Kooperation zwischen der HTW Berlin (Prof. Susanne Rexroth) und der TU Berlin. Das Projekt verfolgt das wesentliche Ziel, das Potential der Energieeffizienzsteigerung von Fenstersanierungsvarianten mit der Wahl einer wirtschaftlichen effizienten und anwenderfreundlichen Lösung zu verbinden und zugleich baukulturellen Ansprüchen zu genügen. Insgesamt acht verschiedene Sanierungsvarianten werden dazu nach den Kriterien energetischer Kennwerte, Sanierungskosten, Nutzungskosten und qualitativer Gebrauchsmerkmale miteinander verglichen. Mit den Folgen des Klimawandels und wachsenden Klimaschutzanforderungen an den baulichen Bestand rückt aktuell das Fenster neben der Fassade in den Fokus von Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung von Gebäuden und baulichen Anlagen. Die Auswahl entsprechender Sanierungsmaßnahmen orientiert sich meist noch einseitig entweder an ökonomischen oder an energetischen Merkmalen angebotener Marktlösungen.

Prof. Dr. Kristin Wellner -  - Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft - www.tu-berlin.de/?127351 - fenstervergleich.archix.de 

 

 

Fridays for Future / Students for Future - Engagement auf dem Campus

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Die Teilnahme von Millionen Menschen am globalen Klimastreik, der am 20. September 2019 stattfand, hat deutlich gemacht, dass die Anliegen der Fridays for Future (FfF) Bewegung immer mehr Gehör in der Gesellschaft finden. FfF ist eine studentische Initiative, die den Spirit und das Engagement der FfF-Bewegung an unsere Universität bringen möchte. Dabei geht es nicht allein darum, mit kreativen Aktionen auf dem Campus für die Freitagsdemonstrationen der FfF Bewegung zu mobilisieren. Vielmehr tritt FfF aktiv in den Dialog mit der Hochschulleitung, um die Universität nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten.

Im Juni 2019 wurden von der Studierendenschaft Forderungen auf einer von FfF organisierten und durchgeführten Vollversammlung erarbeitet. Diese beinhalten unter anderem das Erreichen der Klimaneutralität der TU Berlin bis 2035 sowie die Förderung von Bildungsangeboten im Bereich der Klimawissenschaften. In regelmäßigen Gesprächsrunden mit dem Präsidium werden die Forderungen der Studierendenschaft seitdem von FfF verhandelt und umgesetzt. Durch ihre Arbeit trägt die Fridays for Future-Gruppe der TU Berlin zur Erreichung verschiedener Nachhaltigkeitsziele bei, wie etwa die Nachhaltigkeitsziele 7 „Erneuerbare Energien“, 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ sowie 17 „Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen.“

Im Hinblick auf die Dringlichkeit der ökologischen Krise zeigt sich deutlich die Wichtigkeit des Auftrages an die Hochschulen, „als Zentren demokratischer Kultur […] zur produktiven Diskussion um die Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen“  beizutragen. Als Studierende erwarten wir von der TU Berlin, diesem Auftrag nachzukommen und ein entsprechendes Bildungsangebot aufzubauen. Einen wichtigen Aspekt unseres Engagements bildet hierbei die Ringvorlesung „TU Berlin for Future“, welche von uns initiiert wurde und nun im Oktober mit einem vielfältigen Programm und unter großem Andrang seitens der Studierenden starten konnte. Große Unterstützung für unser Anliegen erhielt FfF von den Scientists for Future, die ebenfalls an der TU Berlin aktiv sind.

fridaysforfuture.guv.tu-berlin.de/ - www.facebook.com/fridaysforfuture.tuberlin/ 

 

 

Hitzewellen in Berlin

Das DFG-geförderte Forschungsprojekt "Hitzewellen in Berlin - Stadtklimamodifikationen" beschäftigt sich mit der Erforschung der wechselseitigen Interaktionen von Hitzewellen mit der Stadtatmosphäre.

Insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, der bereits jetzt zu einem häufigeren Auftreten von Hitzewellen in Berlin führt, können die Forschungsergebnisse dazu genutzt werden, wie sich Städte strukturell verändern können, um die Auswirkungen von Hitzewellen auf die Bevölkerung zu mindern und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind die Analyse von Klimadaten seit Ende des 19. Jahrhunderts, die Untersuchung von Stadtstrukturen und wie diese zeitliche und räumliche Charakteristiken von Hitzewellen verändern, sowie die Analyse von hitzebedingten Gefährdungen und Risiken durch Hitzewellen unter rezenten und zukünftigen klimatischen Bedingungen.

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner -  -  Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de/heatwaves

 

 

Innovative Lösungen zur energieeffizienten Renovierung des Fachgebiets Civil and Building Systems/Systemtechnik baulicher Anlagen

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P2Endure – „Plug & Play Building Renovation“ – ist ein EU gefördertes Projekt zur energieeffizienten Gebäuderenovierung basierend auf Prozess- und Produktoptimierungen. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von skalier- und adaptierbaren Plug-and-Play Technologien für Deep Renovation Vorhaben. Im Zuge dessen werden 10 nicht funktionale oder suboptimale öffentliche und historische Gebäude in Wohngebäude umgewandelt.

Das Projekt hat eine Laufzeit von insgesamt vier Jahren und befindet sich bereits in seiner zweiten Hälfte. Die innerhalb des Umweltberichtes 2017 vorgestellten PnP-Fertigungssysteme, beispielsweise innovative Fassadenlösungen oder on-site-Fassadenbearbeitung mittels einer vollautomatischer Roboteranwendungen, wurden in den zurückliegenden Monaten bereits in einigen Demonstrationsgebäuden implementiert. In den nächsten Monaten werden die 10 Demonstrationsprojekte umfassend energetisch saniert. Mittels der innovativen P2Endure-Lösungen werden dabei Energieeinsparungen von bis 60% angestrebt.

Die TU Berlin ist mit der Entwicklung des webbasierten P2Endure e-Marketplace beauftragt. Auf diesem Marketplace werden PnP-Produkte zur Renovierung von Gebäuden angeboten. Zusätzlich werden innerhalb des P2Endure-Projektes die Renovierungsvorhaben an den 10 Demonstrationsgebäuden virtuell nachvollzogen. Die bestehenden Energiewerte des Gebäudes werden mit den Werten nach der Renovierung ausgewertet und simuliert. 

Anhand des P2Endure e-Marketplace kann der Nutzer effektiv die Energiewerte basierend auf verschiedenen Renovierungsoptionen miteinander vergleichen. Damit werden Kosteneinsparungen bis zu 15% bei einer gleichzeitigen Zeitersparnis von 50% erreicht.

Aufbauend auf dem P2Endure-Projekt, ist im November 2018 das BIM-Speed Projekt – „Harmonised Building Information Speedway for Energy-Efficient Renovation“ – gestartet, um eine zentrale Datenplattform zu entwickeln. Ziel des von Prof. Dr. Timo Hartmann koordinierten Projekts ist die Unterstützung bei energetischen Renovierungen. 

Diese Plattform soll die Verwaltung aller Daten eines Gebäudeobjektes ermöglichen, begonnen bei Bestandsdaten, über Entwurfsdaten bis hin zu den Daten, welche für die Durchführung von Renovierungsaktivitäten benötigt werden. Das Bestreben dieser Plattform ist es, mittels eines digitalen Twins sowie eines Gebäudepasses, Gebäude besser verwalten und kontinuierlich durch gezielte Renovierungsmaßnahmen an den neuesten Stand technologischer Entwicklung anzupassen zu können. 

Das multidisziplinäre Konsortium besteht aus Architekten, Ingenieuren, Beratern, Softwareentwicklern und Akademikern von KMUs, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, öffentlichen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen. Ziel ist es, allen Beteiligten auf dem Markt der Wohnraumsanierung ganzheitliche Lösungen in Form: 

  • einer Cloud-basierte BIM-Plattform, die offen, erschwinglich und benutzerfreundlich ist, 
  • einer Reihe von interoperablen BIM-Tools, welche alle über die BIM-Cloud-Plattform verbunden sind sowie
  • validierter und standardisierter Verfahren für BIM-basierte Aktivitäten während des gesamten Renovierungsprozesses anzubieten.

Prof. Dr. Timo Hartmann und Christoph Bindal‐Gutsche -  - Fachgebiet Civil and Building Systems - P2Endure - www.tu-berlin.de/?179252 - BIM Speed - www.bim-speed.eu 

 

 

Kamioni - Digitalisierung der Transportlogistik in der Bauindustrie

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Das Start-up Kamioni wird im Rahmen des Inkubationsprozesses des Centre for Entrepreneurship betreut und ist mit seinem sechsköpfigen Team im Coworking Space der Innovationsplattform EINS angesiedelt. Kamioni digitalisiert die Logistikprozesse in der Bauindustrie.

Dafür wird eine Plattform für die Vernetzung und Koordination von LKW zwischen Baufirmen, Speditionen und Baustofflieferanten entwickelt. Ziel ist es, für einen reibungslosen Materialfluss zu sorgen, damit Bauprojekte effizienter durchgeführt werden und die daran beteiligten Unternehmen profitabler arbeiten können. 

Durch die Reduzierung von CO2 mit effizienter Logistikplanung, weniger Fehlern in der Logistik sowie weniger Leerfahrten und Papierreduzierung durch Digitalisierung der Verwaltungsinfrastruktur der Unternehmen verfolgt Kamioni einen nachweislich nachhaltigen Ansatz und zielt auf die Nachhaltigkeitsziele Nr. 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“, Nr. 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ sowie Nr. 13 „Klimaschutz und Anpassung“.

Kamioni - www.tu-berlin.de/?197862 

 

 

KiezKlima – Partizipative Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen

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Im Forschungsprojekt "KiezKlima" wurden in Kooperation mit Projektpartnern verschiedener Disziplinen im Zeitraum 2014 bis 2017 für das Brunnenviertel in Berlin-Mitte lokale Klimaanpassungsmaßnahmen entwickelt. Zudem wurde erforscht, welche Partizipationsmaßnahmen sich besonders eignen, um solche Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. 

Dazu wurden die lokalen Akteure und Anwohner in verschiedenen Partizipationsverfahren, wie beispielsweise Interviews und Workshops, eingebunden. Für die klimatische Analyse des Projektgebietes wurden Messstationen an Kindertagesstätten als auch in Kooperation mit der ansässigen Wohnungsgenossenschaft errichtet, Modellrechnungen auf mikroklimatischer Ebene durchgeführt sowie Klimadaten langer Zeitreihen ausgewertet. 

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels mittels partizipatorisch entwickelter Maßnahmen, insbesondere bezüglich des Themas Hitze, war der Schwerpunkt des Projektes. Im Jahr 2016 wurde KiezKlima mit dem "Blauen Kompass" des Umweltbundesamtes als eine der herausragenden Lösungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland ausgezeichnet.

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner -  - Fachgebiet Klimatologie - www.kiezklima.de  

 

 

Repair Cafés: Klimaschutzpotenziale durch Ökobilanzen ermitteln

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Auf Initiative von kubus wurden 2018 gemeinsam mit dem BUND Landesverband Berlin und dem Upcycling Future Lab drei Stammtische zum Vernetzen, Austauschen und Kennenlernen der Berliner Reparaturinitiativen durchgeführt. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit dem Repair Café Brunnenstraße, insbesondere durch die Kooperation mit dem Institut für Technischen Umweltschutz der TU Berlin, fortgesetzt. Die erstellten Ökobilanzen reparierter Geräte werden in einer Datenbank zusammengeführt. Durch Hochrechnung der CO2-Einsparung lässt sich veranschaulichen, welchen Beitrag konsequentes Reparieren zum Klimaschutz leisten könnte.

 

 

Stadtklima im Wandel [UC]²

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Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm ‚Stadtklima im Wandel [UC]²‘ (2016 - 2019) ist in der Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) verankert. In [UC]² wird ein innovatives Stadtklimamodell entwickelt, das für ganze Städte mikroskalige atmosphärische Prozesse gebäudeauflösend simulieren kann. 

Ziel ist es, ein Instrument zu schaffen, mit dem fachübergreifende Analysen durchgeführt, sowie Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Stadtklimas und der Luftreinhaltung geplant werden können. [UC]² setzt sich aus drei Modulen zusammen: Modellentwicklung (A), Beobachtungsdaten (B) und Praxistauglichkeit (C). Das Fachgebiet Klimatologie koordiniert sowohl das Programm als auch Modul B. Im Rahmen des Teilprojekts ‚Dreidimensionales Monitoring atmosphärischer Prozesse in Berlin‘ (Modul B) führt das Fachgebiet Langzeitbeobachtungen des eigenen Stadtklimamessnetzes Berlin sowie Intensivmesskampagnen durch. Die Daten dienen der Evaluation der Leistungsfähigkeit des neuen Stadtklimamodells, sind aber auch für spezifische Anwendungen in der Praxis einsetzbar. Die Nutzung der Daten erfordert die Entwicklung neuer Konzepte und Analysewerkzeuge einschließlich eines Datenmanagementsystems und eines einheitlichen Datenstandards. Daten und Produkte stehen nach Abschluss der Maßnahme der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ute Fehrenbach -  - Fachgebiet Klimatologie - Stadtklima im Wandel [UC]² - www.uc2-program.org - www.uc2-3do.org

 

 

Schienenfahrzeuge

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Die Umweltschädlichkeit des Verkehrs ist seit dem Dieselskandal in aller Munde. Dies gibt auch der Lehre und Forschung in der Bahntechnik deutlich Auftrieb. Es beginnt beim geringen Energieverbrauch des Schienenverkehrs, der drei Zielstellungen hat:

  • Nutzbremsung: die Bremsenergie wird in Strom zurückverwandelt und in die Fahrleitung gespeist (auch Rekuperation genannt), statt in Wärme umgewandelt
  • Sehr geringer Rollwiderstand zwischen Rad und Schiene,
  • Geringer Luftwiderstand dank Zugbildung mit Wagenabständen kleiner 1 m.

Viele Dieselfahrzeuge fahren heute große Streckenanteile unter Fahrdraht. Da 100% Elektrifizierung zwar das Ziel ist, wir mit 60% Elektrifizierung der Strecken heute noch weit davon entfernt sind, sind Fahrdrahthybridfahrzeuge die Lösung. Die TU Berlin ist bei 2 Projekten mit beteiligt: Eine sechsachsige Lokomotive für die Havelländische Eisenbahn HVLE in Berlin Spandau mit 500 kN Anfahrzugkraft, 6 MW Leistung unter Fahrdraht und 2,8 MW mit Diesel ohne Fahrdraht. Die TU-Berlin Studie errechnete ein Einsparpotential je Lok im geplanten Einsatz bis 2500 t CO2 jährlich. Im TU Umweltbericht 2017, Seite 16, waren die Lärmminderungsnachweise mit dem Prototyp dieser Lok geschildert worden.

Zudem wurde das Regionalfahrzug Talent 3 mit Hilfe der TU zusätzlich mit Batterien ausgestattet und kann so stabil über 40 km große Elektrifizierungslücken überbrücken, mit erwarteter Batterielebensdauer von bis zu 8 Jahren. Bei Einsatz von grünem Strom werden typisch 600 t CO2-Einsparung je Jahr und Fahrzeug erwartet.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung verlangt „bis 2030 doppelt so viele Bahnkundinnen und Bahnkunden [zu] gewinnen“, also den Schienenpersonenverkehr bis 2030 zu verdoppeln. Das ist vom Klimaschutz herkommend ein sehr schwaches Ziel, da dann der Modalsplit in Pkm von heute 8% erst bei 14% liegen würde, wegen des erwarteten Wachstums des Personenverkehrs aller Verkehrsträger gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030.

Verkehrsverdopplung auf der Schiene bis 2030 ist aber ein großes Ziel, wenn man die Kapazitäten des Schienenverkehrs in Deutschland anschaut. Das würde nämlich ein konstantes Wachstum in jedem Jahr von 6% bedingen. Wenn heute Räumungen von Zügen wegen Überfüllung schon täglich geschehen, oft auch in Berlin, so ist die Verdopplung des Personenverkehrs bei den heutigen Strukturen des Schienenverkehrs ziemlich unrealistisch. Also ist nicht nur die Technik, sondern auch die Organisation aus Klimaschutzgründen anzupassen.

Die Erhöhung der Zugfrequenz wird durch Elektrifizierung unterstützt, da die Betriebskosten je Zug deutlich geringer sind als bei Dieselbetrieb.

Da Infrastrukturausbauten unvermeidlich sind, aber nicht in dem Maß erfolgen können, wie der Fahrgastzuwachs, ist die Kapazitätsvergrößerung der Fahrzeuge notwendig. Doppelstockfahrzeuge im Nah- im Fernverkehr bringen schon eine dringend benötigte Kapazitätserhöhung je Zug gegenüber Einstöckern von ca. 50 %. Um auch im oberen Stockwerk hinreichenden Komfort zu erzielen, sind die Fahrzeugumgrenzungen auf das große im Berliner Raum vorhandene Lichtraumprofil auszulegen. Dieses mit der Industrie zu konzipieren ist eine große Herausforderung der TU Berlin.

Prof. Markus Hecht -  - Fachgebiet Schienenfahrzeuge - www.schienenfzg.tu-berlin.de

 

 

Treibhausgase

Die Bilanz der Klimagase der TU Berlin umfasst derzeit ausschließlich die betrieblichen Emissionen durch den Verbrauch von Energie und Wasser. Andere maßgebliche Faktoren wie Dienstreisen und Pendelverkehr können derzeit nicht erfasst und monitoriert werden.

Treibhausgasemissionen der TU Berlin

In dem gültigen Stromliefervertrag erhält das Land Berlin 100% sogenannten „Grünen Strom“. Der Lieferant hat dazu dem Land Berlin eine Eigenerklärung über die Herkunft des Stroms bei der Abgabe des Angebotes geliefert (neben EE-Strom kommt noch Strom über EECS=European Energy Certificate System dazu). Der CO2-Faktor beträgt 0 g/kWh. In der Bilanz werden jedoch zusätzlich Vorkettenemissionen (Golücke 2018, Klimaschutzkonzept HNEE) berücksichtigt. Für den Stromliefervertrag lauteten die Mindestanforderungen des Landes Berlin, dass

  • die gesamte Liefermenge atomstromfrei ist. 

  • der zu liefernde Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammen muss.

  • der CO2-Faktor 0 g/kWh betragen muss.

  • der Lieferant sich verpflichtet, im jeweiligen Lieferjahr Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen oder kleinen KWK-Anlagen in Betrieb zu nehmen, deren Leistung mindestens 5% der Gesamtleistung des Summenlastgangs der ausgeschriebenen Lose entspricht (Investitionsleistung in Neuanlagen).

Die abgegebene, vertraglich fixierte Eigenerklärung des Lieferanten beinhaltet auch die Verpflichtung zur Inbetriebnahme von Anlagen zur

Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen mit einer Leistung von 15%, mindestens jedoch 5 % des Summenlastganges des Loses.

Zur unabhängigen Bewertung wird in der Bilanz zusätzlich der Treibhausgas-Anteil durch elektrische Energie angegeben, der mit dem CO2-Äquivalent des sogenannten Strom-Mix für die Bundesrepublik Deutschland (UBA, Entwicklung der spezifischen Kohlendioxidemissionen, 2018) berechnet wurde.

Auf Grund des hohen Fernwärmeanteils und der damit verbundenen Kopplung an Modernisierungsmaßnahmen in der Wärmeversorgung durch die Energieversorger konnte in der TU der jährliche CO2-Ausstoß für die Deckung des Wärmebedarfes seit dem Jahr 2001 gesenkt werden. In diese positive Umweltbilanz wirkt auch die Tatsache, dass durch die bewusste langfristige Förderung des Fernwärmeeinsatzes in den Liegenschaften der TU ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet wird. Die Lieferung der Fernwärme durch den Energieversorger erfolgt auf Grund der mit 93,2% Anteil an Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Wärme mit einem zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,567, welcher beim Einsatz von Heizöl oder Gas doppelt so hoch ist. So wurde auch dafür Sorge getragen, dass die der TU seit Ende 2012 neu zur Verfügung stehenden Liegenschaften über entsprechende Fernwärmeversorgungsverträge versorgt werden.

Energiemanagement - www.tu-berlin.de/?30639 

 

 

Urban Climate Observatory (UCO) Berlin

Das Fachgebiet Klimatologie der TU Berlin untersucht die Wechselwirkungen, d.h. die energetischen Austauschprozesse zwischen der urbanen Atmosphäre und der dreidimensionalen Stadtoberfläche. Dafür wurde das langfristiges Forschungskonzept des Urban Climate Observatory (UCO) Berlin entwickelt.

Dem aktuellen Stand der Forschung entsprechende Messgeräte dienen der Erfassung der Oberflächentemperatur, der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, der kurz- und langwelligen Strahlung sowie der diffusen Himmelstrahlung, der Windrichtung und Windgeschwindigkeit aus allen drei Raumrichtungen sowie der H2O- und CO2-Konzentration in der urbanen Atmosphäre. Insbesondere sollen diese langfristigen Untersuchungen ein Monitoring des CO2-Haushalts, der Ökosystemleistungen innerstädtischer Vegetation, Erkenntnisse über Zusammenhänge zur Stadthydrologie sowie zur urbanen Biodiversität ermöglichen. Dies ist gerade im Hinblick auf die Frage der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie des Klimaschutzes in Städten von zentraler Bedeutung.

Fred Meier -  - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de

 

 

Zukunftsweisender Umgang mit der Gehölzvegetation historischer Gärten in Zeiten des Klimawandels

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Die Anpassung historischer Parkanlagen und deren Gehölze an veränderte Klimabedingungen stand im Mittelpunkt des Forschungsprojektes "Zukunftsweisender Umgang mit der Gehölzvegetation historischer Gärten in Zeiten des Klimawandels", gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, welches von 2014 bis 2017 durchgeführt wurde. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten und verschiedenen Fachgebieten der TU Berlin wurden ab 2016 klimatische Messungen im Schlosspark Charlottenburg und dem Neuen Garten in Potsdam durchgeführt, um die parallel laufenden Messungen zum Wachstum von Altbäumen, als auch das Anwachsen von Neuplanzungen, in Zusammenhang zu den klimatischen Standortbedingungen setzen zu können. Verschiedene Bodensubstrate zur Verbesserung der Bodenbedingungen wurden dazu außerdem getestet.

Zum Projektabschluss entstand eine Buchpublikation, welche im Universitätsverlag der TU Berlin erschienen ist und über die Website der Universitätsbibliothek kostenlos heruntergeladen werden kann

Prof. Dr. Dieter Scherer und Daniel Fenner -  - Fachgebiet Klimatologie - www.klima.tu-berlin.de - Publikation - dx.doi.org/10.14279/depositonce-6067 

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